Philips Senseo Kaffee läuft zu langsam – Ursachen, Sofortmaßnahmen und Lösungen

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 16. Juni 2026 22:24

Rinnt der Kaffee aus der Senseo nur noch in kleinen Tropfen oder dauert der Brühvorgang deutlich länger als gewohnt, sind meist Kalkablagerungen, eine zugesetzte Düse oder eine blockierte Wasserführung die Ursache. In vielen Fällen genügt bereits eine sorgfältige Reinigung, damit das Gerät wieder gleichmäßig arbeitet und die Tasse in der üblichen Zeit füllt.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst prüfen, ob Wasserstand, Padhalter und Auslauf frei sind, dann entkalken, anschließend den Durchfluss testen. So lässt sich das Problem meist ohne langes Herumprobieren eingrenzen.

Woran du den Fehler zuerst erkennst

Ein langsamer Bezug zeigt sich selten nur an einer Stelle. Mal dauert das Aufheizen länger, mal gluckert die Maschine, mal kommt der Kaffee in sehr dünnem Strahl oder tropfenweise. Genau diese Unterschiede helfen bei der Diagnose, denn sie zeigen, ob eher die Wasserzufuhr, der Druckaufbau oder der Auslauf selbst das Thema ist.

Typisch ist: Das Gerät heizt normal, aber der Kaffee läuft plötzlich zäh. Das spricht oft für Ablagerungen im Wasserkreislauf oder für einen verengten Durchlass im Padhalter. Wenn dagegen schon beim Start kaum Wasser nachkommt, lohnt sich auch ein Blick auf Tank, Ventil und die Verbindung zwischen Behälter und Maschine.

Die häufigsten Ursachen im Alltag

Bei Senseo-Geräten sind Kalk und Kaffeereste die üblichen Verdächtigen. Beides setzt sich gern dort fest, wo man schlecht hinkommt: in den feinen Öffnungen des Padhalters, am Auslauf, im Ventil des Wassertanks und im Inneren der Leitungen. Je härter das Wasser, desto schneller entsteht dieser Effekt.

Ein zweiter Klassiker ist ein falsch eingesetzter oder verschmutzter Padhalter. Wenn der Deckel nicht sauber schließt oder die Dichtung nicht richtig sitzt, baut sich der Druck anders auf, und der Kaffee fließt langsamer. Auch beschädigte oder gequetschte Dichtungen können den Durchfluss bremsen.

Manchmal liegt die Ursache im Wasser selbst. Ein fast leerer Tank, Luft im System oder ein nicht ganz geöffnetes Ventil können dafür sorgen, dass die Pumpe zwar arbeitet, aber zu wenig Wasser nachzieht. Dann klingt die Maschine oft angestrengt, obwohl technisch eigentlich nichts „kaputt“ wirkt.

Was du zuerst prüfen solltest

Bevor du an Entkalker oder Werkzeug denkst, hilft ein schneller Blick auf die einfachen Dinge. Diese Reihenfolge spart Zeit und verhindert, dass du ein Symptom behandelst, während die eigentliche Ursache noch im Tank sitzt.

  1. Wassertank herausnehmen, füllen und richtig einsetzen.
  2. Tankventil unten auf freien Durchgang prüfen.
  3. Padhalter entnehmen und auf Kaffeereste, Fett und feine Ablagerungen prüfen.
  4. Auslauf und Dichtung auf Verstopfung oder Versatz ansehen.
  5. Einmal ohne Pad testweise Wasser laufen lassen.

Wenn der freie Wasserlauf schon dabei stockt, ist die Sache meist klar: Dann sitzt die Blockade vor oder in der Brühstrecke. Läuft das Wasser dagegen ohne Pad gut durch, der Kaffee aber langsam, liegt der Fokus stärker auf Padhalter, Dichtung und den kleinen Austrittsöffnungen.

Entkalken bringt oft den größten Effekt

Kalk ist der unsichtbare Bremsklotz in vielen Kapsel- und Padmaschinen. Er lagert sich schichtweise ab, verengt die Kanäle und erhöht den Widerstand für das Wasser. Die Pumpe muss dann mehr arbeiten, und das Ergebnis ist ein dünner, langsamer Bezug.

Anleitung
1Wassertank herausnehmen, füllen und richtig einsetzen.
2Tankventil unten auf freien Durchgang prüfen.
3Padhalter entnehmen und auf Kaffeereste, Fett und feine Ablagerungen prüfen.
4Auslauf und Dichtung auf Verstopfung oder Versatz ansehen.
5Einmal ohne Pad testweise Wasser laufen lassen.

Eine gründliche Entkalkung hilft vor allem dann, wenn das Gerät länger nicht gereinigt wurde oder wenn du in einer Region mit hartem Wasser wohnst. Je nach Verschmutzung reicht ein Durchgang nicht immer aus. Bei deutlichen Ablagerungen ist es oft sinnvoll, den Vorgang nach Herstellerangaben zu wiederholen, statt mit mehr Druck oder improvisierten Mitteln zu arbeiten.

Wichtig ist, nur geeignete Entkalker zu verwenden und keine aggressiven Hausmittel zu mischen. Essig wird zwar gern erwähnt, ist bei solchen Geräten aber heikel, weil Geruch, Materialverträglichkeit und Rückstände problematisch werden können. Wer auf die sichere Variante setzt, hat hinterher meist weniger Ärger mit Geschmack und Dichtungen.

Padhalter, Dichtung und Auslauf sauber halten

Der Padhalter ist ein kleiner Bauteil mit großer Wirkung. Wenn sich dort Kaffeefett, Pulverreste oder feine Partikel sammeln, wird der Wasserweg enger. Das merkt man dann sofort an einer langsameren Extraktion und manchmal auch an ungleichmäßigem Durchfluss.

Nimm den Halter heraus und spüle ihn gründlich unter warmem Wasser ab. Prüfe die kleinen Löcher gegen das Licht. Sind sie nur teilweise offen, hilft oft ein weicher Bürstenkopf oder ein vorsichtiges Ausspülen. Metallische Hilfsmittel sind hier keine gute Idee, weil sie die Öffnungen verformen können.

Auch die Dichtung verdient Aufmerksamkeit. Sitzt sie schief, ist sie spröde oder hat sie Risse, wird der Druckaufbau unruhig. Dann läuft das Wasser langsamer oder unregelmäßig. Eine neue Dichtung ist meist günstiger als langes Experimentieren mit einem halb funktionierenden Satz von Bauteilen.

Was ein schwacher Wasserfluss verrät

Wenn schon ohne Pad nur wenig Wasser ankommt, liegt der Engpass eher im unteren Bereich des Systems. Dann sind Ventil, Schlauchführung oder die Pumpe selbst in der engeren Auswahl. Das bedeutet nicht automatisch einen Defekt, aber der Blick auf den Wasserweg muss tiefer gehen.

Ein nützlicher Test ist der Wechsel zwischen leerem Bezug und normalem Bezug mit Pad. Läuft reines Wasser normal, der Kaffee aber langsam, spricht das für Widerstand an der Stelle, an der der Padhalter den Durchfluss bestimmt. Läuft beides langsam, ist der Kreislauf insgesamt eingeschränkt.

Manchmal steckt auch Luft im System, etwa nach längerer Standzeit oder nach einem fast leeren Tank. Dann hilft es, den Tank korrekt einzusetzen und mehrfach Wasser ziehen zu lassen, bis der Kreislauf wieder gleichmäßig arbeitet. Das ist unspektakulär, aber überraschend oft die ganze Lösung.

So gehst du sinnvoll vor

Am schnellsten kommst du voran, wenn du die Ursache Schritt für Schritt eingrenzt. Zuerst wird der Tank geprüft, dann der Durchfluss ohne Pad, danach der Padhalter und zuletzt die Entkalkung. Diese Reihenfolge ist angenehm simpel und verhindert, dass du drei Dinge gleichzeitig veränderst und am Ende nicht weißt, was geholfen hat.

Falls das Ergebnis nach der Reinigung noch immer schwach ist, lohnt sich ein zweiter Blick auf die Bedienung: Wurde das richtige Pad verwendet? Ist der Halter passend eingesetzt? Ist der Kaffeevorrat im Pad vielleicht zu fein oder zu stark verdichtet? Schon kleine Unterschiede können den Fluss bremsen.

Wenn das Pad selbst der Bremsklotz ist

Nicht jedes Pad verhält sich gleich. Zu fein gemahlener Kaffee, überfüllte Pads oder stark verdichtete Füllungen können den Wasserweg stärker behindern als gedacht. Dann wirkt es so, als wäre die Maschine schuld, obwohl das eigentliche Problem schon im Pad beginnt.

Auch ältere oder feuchte Pads können den Bezug verlangsamen. Sie quellen anders auf, lassen Wasser ungleichmäßig durch und sorgen für einen trägen Ablauf. Frische, korrekt gelagerte Pads liefern meist einen deutlich gleichmäßigeren Durchfluss.

Wer häufig unterschiedliche Sorten nutzt, merkt die Unterschiede schnell. Eine Sorte läuft locker durch, eine andere zickt schon beim ersten Bezug. Das ist kein Gerätefehler, sondern oft schlicht eine Frage der Mahlung, Füllung und Papierqualität.

Ein Blick auf die Pumpe und ihre Grenzen

Die Pumpe einer Senseo ist auf einen bestimmten Arbeitsbereich ausgelegt. Ist sie stark verkalkt, verschlissen oder hört man ungewohnte Geräusche, kann der Druckaufbau leiden. Dann dauert der Bezug länger, und der Kaffee wirkt dünner als gewohnt.

Ein deutliches Zeichen ist ein sehr leises, abgehacktes oder ungewöhnlich lautes Pumpgeräusch zusammen mit schwachem Auslauf. In so einem Fall lohnt sich die Reinigung besonders gründlich. Bleibt die Leistung danach schwach, liegt womöglich ein technisches Problem vor, das nicht mehr mit normaler Pflege zu lösen ist.

Bei älteren Geräten muss man außerdem nüchtern abwägen: Reparatur, Ersatzteil oder neues Gerät. Wenn Entkalkung, Reinigung und einfacher Test keine Besserung bringen, ist ein wirtschaftlicher Blick oft sinnvoller als ein langer Reparaturmarathon.

Wie du Folgeschäden vermeidest

Ein dauerhaft langsamer Bezug belastet die Maschine zusätzlich. Die Pumpe arbeitet länger, die Temperatur kann schwanken, und im Inneren setzen sich weitere Ablagerungen fest. Wer das Problem früh angeht, schützt also nicht nur den Kaffeegenuss, sondern auch das Gerät.

Praktisch hilft eine kleine Routine: Tank regelmäßig leeren und frisch füllen, Padhalter reinigen, Auslauf kontrollieren und in festen Abständen entkalken. Bei hartem Wasser darf das Intervall gern kürzer sein. Das klingt unspektakulär, spart aber auf Dauer Nerven und oft auch Geld.

Typische Denkfehler bei langsamer Brühtempo

Ein häufiger Irrtum ist, sofort von einem Defekt auszugehen. In vielen Fällen sind es aber ganz banale Dinge wie Kalk, ein schräg eingesetzter Halter oder ein fast leerer Tank. Wer erst die einfachen Ursachen ausschließt, kommt meist schneller ans Ziel.

Ein zweiter Fehler ist zu grobes Herumprobieren mit Nadel, Messer oder Draht. Damit lassen sich zwar manchmal Rückstände lösen, aber ebenso leicht werden Öffnungen beschädigt oder Dichtungen verletzt. Dann wird aus einem Reinigungsproblem ein echtes Reparaturproblem.

Auch zu viele Reinigungsmittel auf einmal bringen wenig. Besser ist ein klarer Ablauf mit einem Mittel, einem Test und einer sauberen Bewertung des Ergebnisses. So bleibt nachvollziehbar, was wirklich geholfen hat.

Wann ein Ersatzteil sinnvoll ist

Wenn Dichtungen hart geworden sind, der Padhalter Risse zeigt oder der Tankverschluss nicht mehr sauber arbeitet, ist ein Ersatz oft die vernünftigste Lösung. Solche Teile sind Verschleißteile, und irgendwann reicht Putzen allein eben nicht mehr.

Auch bei einer sichtbar geschwächten Pumpe oder einer Maschine, die nach gründlicher Pflege immer noch sehr langsam läuft, kann ein Ersatzgerät die bessere Entscheidung sein. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Schwachstellen gleichzeitig auftreten. Ein einzelner Defekt ist reparabel, eine Kette aus Problemen wird schnell mühsam.

Ein realer Alltagsfall aus der Küche

Bei einer Maschine, die morgens plötzlich nur noch halb so schnell lief, war zunächst die Maschine selbst im Verdacht. Tatsächlich war der Padhalter stark zugesetzt, dazu kam Kalk im Auslauf. Nach gründlicher Reinigung und Entkalkung lief der Kaffee wieder normal, ohne dass ein Teil getauscht werden musste.

Der wichtige Punkt dabei: Das Problem wirkte erst wie ein technischer Ausfall, war aber eine Mischung aus mehreren kleinen Bremsen. Genau solche Kombinationen machen die Fehlersuche manchmal etwas zäh. Wer die einzelnen Stationen des Wasserwegs systematisch prüft, spart sich meist den unnötigen Gang in die Ersatzteil-Ecke.

Ein zweiter Fall mit hartnäckiger Ursache

In einer anderen Küche war die Maschine nach der Reinigung immer noch träge, obwohl alles äußerlich ordentlich aussah. Der Grund war ein leicht verformter Dichtungsring am Padhalter. Dadurch schloss der Brühkopf nicht sauber, und der Druck wurde nicht optimal aufgebaut.

Erst der Austausch der Dichtung brachte den normalen Durchfluss zurück. Das zeigt schön, warum ein Blick nur auf Kaffeereste oft zu kurz greift. Kleine Verschleißteile fallen im Alltag leicht aus dem Blick, machen aber beim Ergebnis einen großen Unterschied.

Ein dritter Fall mit harmloser Ursache

Manchmal ist die Lösung erfreulich simpel. Nach einer längeren Pause und einem fast leeren Tank lief die Maschine nur zögerlich an. Mehrfaches Spülen mit frisch gefülltem Tank hat das System wieder entlüftet, danach war der Durchfluss normal.

Solche Fälle sind wichtig, weil sie zeigen: Nicht jeder langsame Bezug braucht sofort Entkalker, Werkzeug oder Ersatzteile. Erst beobachten, dann eingrenzen, dann handeln. Diese Reihenfolge ist bei Senseo-Geräten meist der schnellste Weg zur Lösung.

Am Ende zählt vor allem ein sauberer Wasserweg. Wer Kalk, Kaffeereste, Dichtungen und Tankventil im Blick behält, bekommt die Maschine oft wieder in den gewohnten Rhythmus. Und genau darum geht es schließlich morgens: weniger Theater, mehr Kaffee.

Die Brühstrecke mitdenken statt nur am Symptom zu schrauben

Bei einem langsamen Bezug lohnt sich ein Blick auf den gesamten Weg des Wassers. Vom Tank über die Ansaugung, durch den Heizbereich, weiter durch Padhalter und Auslauf bis in die Tasse kann an mehreren Stellen etwas zäh werden. Wer nur eine einzige Stelle säubert, übersieht leicht den eigentlichen Engpass. Gerade bei einer Senseo hilft es, das Gerät wie eine kleine Küchenstraße zu betrachten: An jeder Station muss alles frei laufen, damit am Ende der Kaffee nicht tröpfelt wie ein beleidigter Wasserhahn.

Am sinnvollsten ist ein systematisches Vorgehen. Erst prüfen, ob der Wasserstand und der Sitz des Tanks stimmen, dann den Ablauf des Wassers beobachten und anschließend die Bauteile reinigen, die den Durchfluss am ehesten bremsen. So erkennst du, ob sich das Tempo schon durch einfache Pflege verbessert oder ob ein technisches Problem dahintersteckt.

Ein sauberer Ablauf spart später doppelte Arbeit

Viele Geräte wirken äußerlich sauber, obwohl sich innen bereits Rückstände gesammelt haben. Kaffeefett, feine Partikel und Kalk setzen sich gern dort fest, wo Wasser nur kurz vorbei huscht. Das bremst den Bezug nicht nur aus, sondern verändert oft auch den Geschmack. Der Kaffee wirkt dann dünn, der Bezug dauert länger und die Crema fällt mager aus. Wer in diesem Moment gründlich vorgeht, erspart sich den nächsten halben Küchenkrimi mit unklarem Ausgang.

  • Wassertank abnehmen, frisch füllen und korrekt einsetzen.
  • Einlaufbereich und Ventil auf Ablagerungen prüfen.
  • Padhalter herausnehmen und unter warmem Wasser spülen.
  • Dichtung und Auslauf auf Kaffeereste kontrollieren.
  • Ein paar Leerbezüge durchführen, damit gelöste Rückstände ausgespült werden.

Einstellungen, die den Brühvorgang spürbar beeinflussen

Je nach Modell lassen sich einzelne Punkte am Gerät beeinflussen, auch wenn nicht jede Maschine große Stellschrauben bietet. Wichtig ist vor allem, den richtigen Modus für die gewünschte Tassengröße zu wählen und die Wassermenge nicht mit zu starkem Druck auf ungewöhnliche Wege zu zwingen. Ein zu fein gefüllter Padhalter oder ein nicht sauber geschlossenes System sorgt schnell dafür, dass der Kaffee sich Zeit nimmt, die niemand bestellt hat.

Prüfe außerdem, ob der Brühvorgang regelmäßig mit derselben Pad-Art getestet wird. Unterschiedliche Pads können sich stark im Widerstand unterscheiden. Ein kräftigeres Pad verlangsamt den Lauf eher als ein lockerer gefülltes. Für die Diagnose ist also ein Vergleich mit einem bekannten, unauffälligen Pad hilfreich.

  • Tassengröße: Eine kleinere Einstellung liefert oft einen ruhigeren, gleichmäßigeren Bezug.
  • Padbefüllung: Zu viel Kaffeepulver im Pad erhöht den Widerstand.
  • Einlegeposition: Das Pad muss sauber im Halter sitzen und darf nicht geknickt sein.
  • Deckelverschluss: Der Brühkopf muss vollständig schließen, sonst arbeitet das System nicht sauber.

So findest du die Stelle, an der es stockt

Eine gute Diagnose spart Material und Nerven. Statt mehrere Teile gleichzeitig zu bearbeiten, gehst du schrittweise vor und prüfst nach jedem Schritt erneut den Bezug. Dadurch erkennst du, welcher Handgriff wirklich geholfen hat. Das ist besonders nützlich, wenn die Maschine mal etwas langsamer, mal wieder völlig normal läuft. Solche wechselnden Symptome deuten oft auf Ablagerungen, einen lockeren Sitz oder ein Ventil hin, das nicht zuverlässig öffnet.

  1. Gerät ausschalten und abkühlen lassen.
  2. Wassertank herausnehmen und erneut einsetzen.
  3. Padhalter entnehmen und gründlich spülen.
  4. Dichtung im Brühkopf auf festen Sitz und Sauberkeit prüfen.
  5. Mit leerem Einsatz einen kurzen Bezug starten.
  6. Dann ein Testpad verwenden und die Laufgeschwindigkeit vergleichen.

Bleibt der Bezug trotz Reinigung auffällig träge, ist das ein Hinweis auf eine tiefer sitzende Ursache. Dann lohnt es sich, den Wasserweg und die Pumpe genauer anzusehen. Auch ein ungewohnter Geräuschton beim Pumpen kann verraten, dass das Gerät nicht frei arbeitet.

Woran du erkennst, ob Ersatz oder Pflege die bessere Wahl ist

Manche Teile lassen sich mit Reinigung wieder flott bekommen, andere verschleißen einfach mit der Zeit. Eine müde Dichtung, ein eingerissener Padhalter oder eine Pumpe, die nicht mehr sauber fördert, machen sich oft über lange Zeit bemerkbar. Erst wird der Kaffee langsamer, dann ungleichmäßig, und irgendwann kommt nur noch wenig heraus. In solchen Fällen bringt Putzen allein nicht mehr viel, weil das Problem mechanisch ist.

Für die Entscheidung hilft ein nüchterner Blick auf das Alter des Geräts, die Häufigkeit der Nutzung und den Zustand der sichtbaren Bauteile. Wird die Maschine täglich genutzt und nie gründlich gepflegt, ist Verschleiß wahrscheinlicher. Bei gelegentlicher Nutzung ist dagegen oft nur eine Verkalkung oder eine zugesetzte Stelle schuld.

  • Pflege reicht oft aus: bei Kalk, Fett, Kaffeeresten und leichtem Sitzproblem.
  • Ein Ersatzteil ist sinnvoll: bei poröser Dichtung, beschädigtem Halter oder schwachem Pumpverhalten.
  • Ein Service lohnt eher nicht: wenn mehrere zentrale Teile gleichzeitig alt und unzuverlässig wirken.

Mit dieser Einordnung triffst du eine vernünftige Entscheidung und vermeidest unnötige Bastelrunden. So landet der Kaffee wieder dort, wo er hingehört: schnell in der Tasse und nicht auf halbem Weg im Schneckentempo.

Fragen und Antworten

Wie beginne ich die Fehlersuche am sinnvollsten?

Starte mit dem Wasserstand, dem Pad und dem Padhalter, denn dort steckt oft schon die halbe Lösung. Danach lohnt ein Blick auf die Reinigung, damit Kaffee und Kalk nicht gemeinsam auf Zeitlupe schalten.

Hilft Entkalken auch dann noch, wenn die Maschine ansonsten normal klingt?

Ja, denn ein verkalkter Wasserweg bremst den Durchfluss oft stärker aus, als man es am Geräusch erkennt. Nutze ein passendes Entkalkungsmittel und spüle danach gründlich mit klarem Wasser nach.

Woran sehe ich, dass der Auslauf oder die Dichtung den Durchfluss hemmen?

Wenn der Kaffee nur tröpfelt oder seitlich austritt, sitzt häufig etwas nicht sauber oder dicht genug. Prüfe Dichtung, Auslauf und Padhalter auf Beläge, Risse und kleine Brösel vom Kaffeepad.

Kann ein falsches Pad den Brühvorgang ausbremsen?

Ja, ein zu fein gepresstes oder ungeeignetes Pad wirkt wie ein kleiner Stopfen. Verwende ein passendes Pad, setze es mittig ein und achte darauf, dass es nicht gequetscht im Halter liegt.

Was mache ich, wenn die Pumpe nur noch schwach arbeitet?

Dann solltest du zuerst alle reinigungsrelevanten Teile prüfen, bevor du an einen Defekt denkst. Bleibt der Wasserfluss trotz Entkalkung und sauberem System schwach, ist ein technischer Service oder ein Ersatzteil die nächste sinnvolle Station.

Wie oft sollte ich die Maschine reinigen, damit der Kaffee zügig fließt?

Nach mehreren Brühvorgängen sammelt sich bereits genug Rückstand für Ärger im Auslauf. Eine kurze Reinigung nach der Nutzung und eine regelmäßige Intensivreinigung halten den Kaffeeweg angenehm frei.

Welche Teile sollte ich besonders gründlich kontrollieren?

Wichtige Kandidaten sind Padhalter, Dichtung, Auslauf, Wasserweg und Kalkstellen im Inneren. Diese Bauteile bestimmen gemeinsam, ob der Kaffee flott oder eher gemächlich in die Tasse wandert.

Kann auch das Wasser selbst eine Rolle spielen?

Ja, sehr hartes Wasser fördert Kalk und verengt auf Dauer die Leitungen. Wer in einer Region mit viel Kalk wohnt, sollte eher in kürzeren Abständen entkalken.

Wie erkenne ich, ob ich noch selbst nachbessern kann?

Solange die Maschine nach Reinigung, Entkalkung und sauberem Einsetzen des Pads wieder normal läuft, bist du auf dem richtigen Kurs. Bleibt das Verhalten unverändert oder treten Lecks auf, ist genaueres Prüfen der Technik angesagt.

Was bringt ein Blick in die Bedienungseinstellungen oder die Handhabung?

Bei vielen Geräten entscheidet schon die richtige Handhabung über Tempo und Geschmack. Ein sauber eingesetzter Halter, das passende Pad und ein vollständiger Brühvorgang sorgen meist schneller für zufriedenstellenden Kaffee als jede Zauberei mit dem Löffel.

Fazit

Eine langsam laufende Kaffeebereitung hat meist einfache Ursachen, die sich in Küche und Alltag gut eingrenzen lassen. Wer sauber entkalkt, die relevanten Teile pflegt und das Pad passend einsetzt, bekommt den Kaffeeweg oft wieder angenehm flott. Erst wenn diese Schritte nichts bringen, sollte man an Verschleiß oder Technik gehen.

Checkliste
  • Wassertank abnehmen, frisch füllen und korrekt einsetzen.
  • Einlaufbereich und Ventil auf Ablagerungen prüfen.
  • Padhalter herausnehmen und unter warmem Wasser spülen.
  • Dichtung und Auslauf auf Kaffeereste kontrollieren.
  • Ein paar Leerbezüge durchführen, damit gelöste Rückstände ausgespült werden.

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