Spinat-Linsen-Curry mit einem Hauch von Chili

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 13. Mai 2026 17:02

Dieses Curry ist cremig, leicht pikant und steht mit ein wenig Vorbereitung schnell auf dem Tisch. Du bekommst ein vollwertiges, sättigendes Gericht, das sich gut vorbereiten, einfrieren und nach deinem Geschmack variieren lässt.

Die Kombination aus Linsen, Spinat, aromatischen Gewürzen und einer sanften Schärfe ergibt ein rundes Alltagsgericht, das erstaunlich wenig Aufwand braucht. Mit ein paar Handgriffen gelingt es dir so, dass es sowohl Gästen als auch Meal-Prep-Fans Spaß macht.

Warum dieses Curry so gut funktioniert

Ein Linsencurry mit Spinat gehört zu den Gerichten, die sich an deinen Alltag anpassen, nicht umgekehrt. Du kannst es mild kochen, wenn Kinder mitessen, oder mit Chili und Gewürzen spielen, wenn du es gern intensiver magst.

Linsen liefern Eiweiß und Ballaststoffe, Spinat bringt frische grüne Aromen und Mineralstoffe, und durch Chili kommt eine feine Schärfe dazu, die du sehr gut dosieren kannst. Zusammen mit einer cremigen Basis wie Kokosmilch oder Sahne entsteht ein Gericht, das reichhaltig schmeckt, aber nicht schwer im Bauch liegt.

Praktisch ist auch, dass du kaum empfindliche Zutaten brauchst: Linsen aus dem Vorratsschrank, Tiefkühlspinat, Zwiebel, Knoblauch, Dosentomaten oder etwas Tomatenmark, dazu Öl und Gewürze. Vieles davon hast du wahrscheinlich ohnehin im Haus.

Die Basis-Zutaten im Überblick

Je besser du die wichtigsten Bestandteile kennst, desto leichter kannst du das Gericht an deine Küche anpassen. Die folgende Zusammensetzung ist eine solide Grundlage für 3–4 Portionen.

Für das Curry selbst eignen sich:

  • 200–250 g Linsen (rot, gelb oder braun, je nach gewünschter Konsistenz)
  • 200–300 g Spinat (frisch oder TK)
  • 1 große Zwiebel
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2–3 cm)
  • 2–3 EL Pflanzenöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g) oder 2 EL Tomatenmark und etwas Wasser
  • 400 ml Kokosmilch oder alternativ Sahne/Crème fraîche plus Wasser
  • Gemüsebrühe oder Wasser (je nach Linsenart oft 400–600 ml)

Für den Geschmack sorgen:

  • 1–2 TL mildes Currypulver oder Garam Masala
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Chili nach Wahl: frische Schote, Chiliflocken oder gemahlene Chilimischung
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: etwas Zitronensaft oder Limettensaft, ein Klecks Joghurt zum Servieren

Als Beilage passen:

  • Basmatireis oder Jasminreis
  • Naan, Fladenbrot oder knuspriges Baguette
  • Gekochte Kartoffeln oder Süßkartoffelwürfel

Wenn du diese Bausteine im Blick hast, kannst du sehr flexibel reagieren: Linsenart austauschen, Spinatmenge erhöhen, Kokosmilch strecken oder durch andere Milchprodukte ersetzen.

Schritt für Schritt zum aromatischen Curry

Der Ablauf beim Kochen folgt einem simplen roten Faden: erst Würzbasis, dann Linsen garen, danach Spinat und Säure einbauen, zum Schluss abschmecken.

  1. Vorbereiten: Linsen in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar läuft. Zwiebel schälen und fein würfeln, Knoblauch und Ingwer schälen und klein hacken oder reiben. Frischen Spinat waschen und grob zerkleinern.

  2. Anrösten: Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig braten, dann Knoblauch und Ingwer zugeben und kurz mitdünsten, bis es duftet. Currypulver, Kreuzkümmel und Kurkuma einrühren und 30–60 Sekunden mitrösten, damit sie ihr Aroma entfalten.

  3. Tomatenbasis anlegen: Gehackte Tomaten oder Tomatenmark zufügen und mit der Würzbasis verrühren. Einige Minuten köcheln lassen, bis die Mischung etwas dicker wird und sich gut verbindet.

  4. Linsen garen: Linsen in den Topf geben, mit Brühe oder Wasser aufgießen, sodass sie deutlich bedeckt sind. Alles aufkochen lassen, dann die Hitze runterregeln und bei leicht geöffnetem Deckel je nach Linsensorte 10–25 Minuten köcheln, bis sie weich sind, aber noch Form haben.

  5. Cremigkeit zufügen: Kokosmilch eingießen, gut umrühren und das Curry nochmals einige Minuten sanft köcheln lassen. Jetzt kannst du die gewünschte Schärfe mit Chili einsteuern.

  6. Spinat einarbeiten: Spinat einrühren und so lange mitköcheln oder zusammenfallen lassen, bis er weich ist. Frischer Spinat braucht nur wenige Minuten, TK-Spinat ein wenig länger.

  7. Abschmecken: Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronen- oder Limettensaft abrunden. Wenn dir das Ganze zu dick ist, etwas Wasser oder Brühe ergänzen, wenn es zu flüssig ist, noch etwas einkochen lassen.

Wenn der Reis parallel gart, steht alles meist in 25–35 Minuten auf dem Tisch, ohne dass du dauerhaft am Herd stehen musst.

Die richtige Linsenwahl für deine Wunsch-Konsistenz

Die Wahl der Linsen entscheidet maßgeblich darüber, ob dein Gericht eher cremig, sämig oder mit deutlich spürbaren Körnern daherkommt. Jede Sorte bringt ein leicht anderes Mundgefühl mit.

Anleitung
1Vorbereiten: Linsen in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar läuft. Zwiebel schälen und fein würfeln, Knoblauch und Ingwer schälen und ….
2Anrösten: Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig braten, dann Knoblauch und Ingwer zugeben und kurz mitdünsten, bis es duftet. Currypulver, ….
3Tomatenbasis anlegen: Gehackte Tomaten oder Tomatenmark zufügen und mit der Würzbasis verrühren. Einige Minuten köcheln lassen, bis die Mischung etwas dicker wird und sic….
4Linsen garen: Linsen in den Topf geben, mit Brühe oder Wasser aufgießen, sodass sie deutlich bedeckt sind. Alles aufkochen lassen, dann die Hitze runterregeln und bei lei….
5Cremigkeit zufügen: Kokosmilch eingießen, gut umrühren und das Curry nochmals einige Minuten sanft köcheln lassen. Jetzt kannst du die gewünschte Schärfe mit Chili einsteuern — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Typische Varianten:

  • Rote Linsen: Garen in etwa 10–15 Minuten, zerfallen leicht und machen das Curry schön sämig. Ideal, wenn du es cremig magst und nicht lange warten möchtest.
  • Gelbe Linsen: Ähnlich wie rote Linsen, oft leicht nussig und ebenfalls schnell gar. Perfekt für eine feine, fast samtige Konsistenz.
  • Braune oder grüne Linsen: Brauchen meist 20–30 Minuten, behalten mehr Biss und eignen sich, wenn du gern etwas Struktur im Mund hast.

Wenn du dir unsicher bist, beginne mit roten Linsen. Sie verzeihen am meisten, gelingen fast immer und sind für ein cremiges Curry hervorragend geeignet.

Frischer Spinat, TK-Spinat oder Blattgemüse-Alternative?

Beim Spinat hast du mehrere sinnvolle Optionen, die alle gut funktionieren. Entscheidend sind Verfügbarkeit, Putzaufwand und dein persönlicher Geschmack.

Typische Varianten für das grüne Gemüse:

  • Frischer Spinat: Bringt ein feines Aroma und eine leicht knackige Struktur, wenn du ihn nicht zu lange kochst. Du musst ihn gründlich waschen und grob zerkleinern.
  • Tiefkühlspinat (gehackt oder Blattspinat): Sehr praktisch, da er schon geputzt ist. Ideal, wenn du spontan kochen möchtest oder keinen frischen Spinat bekommst.
  • Andere Blattgemüse: Mangold, Grünkohl, Pak Choi oder junger Wirsing passen ebenfalls. Die Garzeiten unterscheiden sich, also lieber etwas früher probieren.

Wenn du Blattgemüse mit härteren Stielen verwendest, gib die Stiele zuerst dazu und lasse sie ein paar Minuten länger garen als die Blätter. So bleibt die Textur harmonisch.

Schärfe sinnvoll dosieren: Chili mit Gefühl einsetzen

Die leichte Schärfe gibt dem Gericht Charakter, sollte aber nicht alles andere überdecken. Du kannst die Schärfe sehr gezielt steuern, wenn du ein paar einfache Punkte beachtest.

Praktische Herangehensweise:

  • Gib Chili erst nach den Gewürzen in den Topf, wenn du bereits ein Gefühl dafür hast, wie viel Aroma du im Gericht hast.
  • Starte mit einer kleinen Menge (z. B. wenigen Chiliflocken oder einem halben Zentimeter frischer Schote) und steigere bei Bedarf.
  • Wenn das Curry bereits scharf ist, kannst du die Schärfe mit Kokosmilch, Joghurt oder einem kleinen Löffel Zucker etwas abmildern.

Getrocknete Chiliflocken sind im Alltag sehr praktisch, weil sie gut dosierbar sind und lange haltbar bleiben. Bei frischen Schoten lohnt es sich, vorab ein winziges Stück zu probieren, um zu merken, wie heftig sie ausfallen.

So gelingt dir das Timing in der Küche

Gutes Timing nimmt dir Stress beim Kochen, besonders wenn mehrere Komponenten parallel laufen. Mit einem einfachen Ablaufplan behältst du die Kontrolle.

Bewährt hat sich folgende Reihenfolge:

  • Reis aufsetzen, sobald du mit dem Schnippeln der Zwiebel beginnst.
  • Gemüse und Linsen vorbereiten, während das Öl im Topf warm wird.
  • Während die Linsen köcheln, Tisch decken oder Toppings vorbereiten (z. B. Joghurt, gehackte Kräuter, Nüsse).
  • Spinat erst ganz zum Schluss einarbeiten, damit er schön grün bleibt.

Wenn du den Topf während des Köchelns im Blick behältst, kannst du zwischendurch prüfen, ob genug Flüssigkeit vorhanden ist. Bei Bedarf gießt du einfach noch etwas Brühe oder Wasser nach.

Alltagstaugliche Abwandlungen

Ein gutes Grundrezept wird erst dann richtig wertvoll, wenn du es nach Lust und Vorrat abwandeln kannst. So entsteht Abwechslung, ohne dass du jedes Mal von vorn planen musst.

Beliebte Anpassungen sind:

  • Mit mehr Gemüse: Karottenwürfel, Paprika, Zucchini oder Süßkartoffeln vor den Linsen in den Topf geben und einige Minuten mitbraten.
  • Mit mehr Biss: Braune oder grüne Linsen verwenden oder zusätzlich Kichererbsen aus der Dose einrühren.
  • Cremiger: Am Ende noch einen Löffel Joghurt oder Crème fraîche untermischen.
  • Zitroniger: Zum Schluss großzügig Zitronen- oder Limettensaft und abgeriebene Schale nutzen.
  • Nussig: Geröstete Cashews oder Mandelblättchen als Topping darüberstreuen.

Sobald du die Basis beherrschst, kannst du mit jeder dieser Varianten deinem Gericht einen eigenen Charakter geben, ohne an Sicherheit zu verlieren.

Ein schnelles Mittagessen im Homeoffice

Viele möchten in der Mittagspause etwas Warmes essen, ohne ewig in der Küche zu stehen. Das Curry eignet sich hervorragend, um in überschaubarer Zeit eine vollwertige Mahlzeit aus einfachen Vorräten zuzubereiten.

Eine sinnvolle Planung sieht so aus: Am Vortag bereitest du eine größere Menge zu, portionierst sie in Dosen und stellst sie in den Kühlschrank. Am nächsten Tag brauchst du nur noch Reis zu kochen oder Brot aufzubacken und das Curry in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle zu erwärmen. So kommst du entspannt durch den Arbeitstag und isst trotzdem etwas Selbstgekochtes.

Familienessen ohne Stress

Wer für mehrere Personen kocht, muss oft Spagat leisten: Manche mögen es mild, andere wünschen sich mehr Würze. Dieses Gericht lässt sich moralisch sehr gut anpassen, sodass alle an einem Tisch zufrieden sind.

Eine einfache Strategie lautet: Du bereitest den Topf mittelmild zu und stellst verschiedene Schärfe-Booster auf den Tisch, etwa Chiliflocken, scharfe Sauce oder frische gehackte Schote. Kinder und sensible Gäste nehmen sich zuerst aus dem Topf, während alle, die es kräftiger mögen, am Teller nachwürzen. Gleichzeitig kannst du bei Bedarf mehr Kokosmilch untermischen, falls dir der Geschmack zu intensiv erscheint.

Meal Prep und Aufbewahrung

Dieses Gericht eignet sich hervorragend zum Vorbereiten und Einfrieren. Linsen halten sich gut, wobei du bei Spinat beim Aufwärmen ein wenig auf die Temperatur achten solltest.

Im Kühlschrank kannst du das Curry in gut verschlossenen Gefäßen etwa zwei bis drei Tage aufbewahren. Wichtig ist, dass es nach dem Kochen erst auf Zimmertemperatur abkühlt, bevor du es kalt stellst. Zum Wiedererwärmen erhitzt du es bei mittlerer Hitze im Topf und rührst zwischendurch, damit nichts ansetzt. Ist es beim Aufwärmen zu dick geworden, gibst du einen Schluck Wasser oder Brühe dazu, bis die gewünschte Konsistenz wieder stimmt.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Die meisten Missgeschicke bei diesem Gericht lassen sich mit ein paar Kniffen umgehen. Viele Probleme hängen mit Flüssigkeitsmenge, Garzeit oder Gewürzmenge zusammen.

Häufige Stolperfallen sind:

  • Die Linsen bleiben zu hart: Dann war die Garzeit zu kurz oder zu wenig Flüssigkeit im Topf. Lasse sie länger bei sanfter Hitze köcheln und gib nach Bedarf Brühe dazu.
  • Das Gericht wirkt zu wässrig: Lasse es ohne Deckel weiterköcheln, damit Flüssigkeit verdampfen kann, oder mische einen Teil der Linsen mit einem Löffel am Topfboden kurz an, damit sie stärker eindicken.
  • Es schmeckt fad: Prüfe zuerst Salzmenge und Säure. Ein wenig Zitronen- oder Limettensaft und Salz am Ende machen oft einen erstaunlich großen Unterschied.
  • Die Schärfe ist zu stark: Ergänze Kokosmilch oder Joghurt, serviere es mit viel Reis und stelle zusätzlich Brot dazu.

Wenn du beim ersten Versuch aufmerksam abschmeckst und dir kleine Notizen machst, wie viel Chili oder Salz du verwendet hast, wird der nächste Durchgang fast automatisch besser.

Gewürzspielereien für Fortgeschrittene

Wer das Gericht schon ein paar Mal gekocht hat, bekommt meist Lust, mit Gewürzen stärker zu experimentieren. Das macht Spaß und erweitert deinen Kochhorizont.

Einige Ideen für aromatische Experimente:

  • Gib zum Currypulver eine Prise gemahlenen Koriander und etwas Zimt für eine wärmere Note.
  • Röste ganze Samen von Kreuzkümmel und Senf in Öl, bevor du Zwiebeln hinzufügst, um ein nussigeres Aroma zu bekommen.
  • Nutze am Ende frische Kräuter wie Koriandergrün, glatte Petersilie oder Minze als Topping.
  • Arbeite mit Rauchpaprika, wenn du eine dezente Rauchnote einbringen möchtest.

Wichtig ist, nicht alles auf einmal zu mischen, sondern in kleinen Schritten zu verändern. So erkennst du leicht, welche Kombination dir am besten gefällt.

Beilagen, die wirklich gut passen

Die Wahl der Beilage hängt oft davon ab, wie viel Zeit du hast und wie satt du werden möchtest. Das Gericht harmoniert mit mehreren Kohlenhydratquellen, die sich unterschiedlich einbinden lassen.

Bewährte Kombinationen:

  • Mit Reis: Basmatireis oder Jasminreis sind klassische Begleiter und nehmen die Soße wunderbar auf.
  • Mit Brot: Fladenbrot, Naan oder ein rustikales Baguette eignen sich gut, wenn du lieber dippen und tunken willst.
  • Mit Kartoffeln: Gekochte oder im Ofen geröstete Kartoffeln ergeben gemeinsam mit dem Curry eine sehr sättigende Mahlzeit.

Wenn du Reste verwerten möchtest, kannst du auch das Curry am nächsten Tag mit Pasta kombinieren und hast dadurch quasi ein zweites Gericht aus einem Topf.

Vegetarisch genießen – und auf Wunsch anpassen

Das Gericht ist von Haus aus vegetarisch und lässt sich sehr leicht vegan halten. Die Cremigkeit entsteht bereits durch Linsen und Kokosmilch, Milchprodukte sind eher ein optionales Topping.

Falls du Milchprodukte einbauen möchtest, kannst du zum Servieren Naturjoghurt oder Schmand als Klecks auf dem Teller nutzen. Achte dabei darauf, das Curry nicht mehr heiß brodeln zu lassen, wenn du sie direkt im Topf einrührst, damit sie nicht ausflocken. Vegane Alternativen auf Basis von Soja, Hafer oder Kokos funktionieren ebenfalls gut.

So gehst du beim ersten Mal entspannt vor

Gerade beim ersten Versuch hilft ein grober Ablauf im Kopf, damit du nicht ständig in das Rezept schauen musst. Du kannst dir die Zubereitung auch als kleine Geschichte merken.

Zuerst kümmerst du dich um alles, was riecht: Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Gewürze. Danach kommen die Dinge, die Zeit brauchen: Linsen und Flüssigkeit. Anschließend folgst du mit den Zutaten, die für Cremigkeit zuständig sind, wie Kokosmilch. Ganz zum Schluss rundest du das Ganze mit dem grünen Gemüse und dem Abschmecken ab. Wenn du diese Reihenfolge im Hinterkopf behältst, klappt es auch ohne große Kochroutine.

Kochen für Gäste: So wird es entspannt

Wenn Besuch kommt, soll das Essen schmecken und gut aussehen, ohne dass du ewig in der Küche verschwindest. Das Curry ist dafür hervorragend geeignet, weil du es fast komplett vorbereiten kannst.

Bereite das Gericht bis kurz vor dem Spinat vor, stelle den Topf beiseite und kümmere dich zunächst um deine Gäste. Kurz vor dem Servieren erwärmst du alles wieder, gibst Spinat und frische Kräuter dazu, schmeckst ab und hast mit wenig Aufwand ein frisches Gericht. Mit ein paar Schalen Reis, Brot und vielleicht einem Gurkensalat wirkt das Ganze wie eine kleine Tafel.

FAQ zum würzigen Spinat-Linsen-Curry

Welche Linsen eignen sich am besten?

Für ein cremiges Ergebnis passen rote oder gelbe Linsen hervorragend, weil sie beim Garen leicht zerfallen. Wenn du lieber mehr Biss im Teller hast, kannst du auch braune oder grüne Linsen verwenden und die Kochzeit etwas verlängern.

Muss ich die Linsen vorher einweichen?

Rote und gelbe Linsen musst du in der Regel nicht einweichen, gründliches Waschen unter fließendem Wasser reicht völlig aus. Bei ganzen Linsen wie braunen oder grünen kann sich eine kurze Einweichzeit von 30 bis 60 Minuten lohnen, damit sie gleichmäßiger garen.

Kann ich statt frischem Spinat auch TK-Ware verwenden?

Tiefgekühlter Spinat funktioniert wunderbar und spart dir viel Putzarbeit in der Küche. Lass ihn vorher antauen oder gib ihn direkt gefroren in die Pfanne, rechne dann einfach mit ein paar Minuten zusätzlicher Garzeit.

Wie mild oder scharf sollte das Gericht sein?

Die Chilischärfe bestimmst du am besten über die Menge und Art der Chili, zum Beispiel mit halber Schote oder entkernt für mehr Milde. Taste dich löffelweise vor und probiere zwischendurch, bis die Wärme im Mund angenehm, aber nicht aufdringlich wirkt.

Wie verhindere ich, dass die Linsen matschig werden?

Achte auf die Packungsangabe und stelle dir am besten einen Timer, damit die Hülsenfrüchte nicht zu lange köcheln. Rühre zwischendurch um, gib bei Bedarf etwas Flüssigkeit zu und nimm den Topf von der Hitze, sobald die Linsen gar, aber noch leicht bissfest sind.

Kann ich das Gericht ohne Kokosmilch kochen?

Du kannst die Kokosmilch durch Sahne, pflanzliche Sahnealternativen oder auch durch etwas Joghurt am Ende der Garzeit ersetzen. Wichtig ist, dass du Milchprodukte nicht zu stark kochen lässt, damit sie nicht ausflocken.

Wie lässt sich das Curry gut vorbereiten?

Bereite eine größere Menge zu, lass alles vollständig abkühlen und fülle das Essen in luftdichte Behälter. Im Kühlschrank hält sich die Mahlzeit zwei bis drei Tage, im Tiefkühler sogar mehrere Wochen, und du kannst es im Topf mit einem Schluck Wasser schonend wieder erhitzen.

Welche Beilagen passen besonders gut?

Du kannst das aromatische Gericht mit Basmatireis, Fladenbrot, Naan oder auch mit einem lockeren Couscous servieren. Wer es etwas leichter mag, ergänzt einen knackigen Salat oder Ofengemüse und hat damit eine vollwertige Mahlzeit auf dem Tisch.

Lässt sich das Gericht kinderfreundlich abwandeln?

Nimm die Chilimenge deutlich zurück oder lass die Schote beim Kochen ganz weg und würze stattdessen mit milden Gewürzen wie Kurkuma und Paprika edelsüß. Die Erwachsenen können sich später am Tisch mit Chiliöl, Chiliflocken oder frischer Schote ihre Portion nachschärfen.

Wie bekomme ich noch mehr Geschmack in die Soße?

Röste die Gewürze ganz kurz im heißen Fett an, bevor du mit Flüssigkeit ablöschst, dann entfalten sie ihr volles Aroma. Zusätzlich sorgen angebratene Zwiebeln, Knoblauch, etwas Ingwer und ein Spritzer Säure wie Limettensaft oder Zitronensaft für eine herrlich runde Soße.

Kann ich das Gericht im Schnellkochtopf zubereiten?

Im Schnellkochtopf bist du deutlich schneller fertig, solltest aber auf die kürzere Garzeit achten und lieber eine Minute weniger einplanen. Gib Spinat und empfindliche Zutaten wie Kokosmilch erst nach dem Druckgaren dazu und lasse alles kurz offen durchziehen.

Eignet sich das Curry für Gäste mit unterschiedlichen Ernährungsstilen?

Das Gericht ist von Natur aus vegetarisch und kann problemlos vegan gehalten werden, wenn du auf tierische Produkte verzichtest. Wer möchte, ergänzt am Tisch Joghurt, Käsewürfel oder gebratene Hähnchenstreifen, während alle anderen bei der pflanzlichen Variante bleiben.

Fazit

Mit Linsen, Spinat und einem Hauch Chili zauberst du schnell ein wärmendes Essen, das satt macht und trotzdem leicht bleibt. Durch die flexible Schärfe, verschiedene Beilagen und spielerische Gewürzvarianten passt das Gericht sowohl in den stressigen Alltag als auch zum entspannten Abend mit Gästen. Trau dich an die Gewürze, probiere aus und mach dieses Curry ganz nach deinem Geschmack zu deinem neuen Küchenklassiker.

Checkliste
  • 200–250 g Linsen (rot, gelb oder braun, je nach gewünschter Konsistenz)
  • 200–300 g Spinat (frisch oder TK)
  • 1 große Zwiebel
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2–3 cm)
  • 2–3 EL Pflanzenöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g) oder 2 EL Tomatenmark und etwas Wasser
  • 400 ml Kokosmilch oder alternativ Sahne/Crème fraîche plus Wasser
  • Gemüsebrühe oder Wasser (je nach Linsenart oft 400–600 ml)

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
Unsere Gerichte sollen ohne großen Aufwand gelingen – genau darauf achten wir beim Kochen.

Mit jeder Wiederholung wurde das Rezept für uns etwas unkomplizierter.

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