Eine deftige Steckrübensuppe für kalte Tage kochen

Lesedauer: 7 Min
Aktualisiert: 30. April 2026 00:03

Eine deftige Steckrübensuppe wird mit Kartoffeln, Möhren, Lauch und Speck besonders kräftig und passt perfekt zu kalten Tagen.

Steckrüben sind ideal für eine wärmende Suppe, weil sie mild, leicht süßlich und angenehm sättigend sind. Mit Speck, Zwiebeln, Kartoffeln und Brühe entsteht daraus ein einfaches Wintergericht, das nicht viel Aufwand macht, aber nach richtigem Essen schmeckt.

Für eine gute Suppe ist wichtig, dass die Steckrübe nicht zu grob geschnitten wird und lange genug köchelt. Dann wird sie weich, verbindet sich gut mit Kartoffeln und Gemüse und ergibt eine kräftige, leicht sämige Suppe.

Zutaten für 4 Portionen

800 g Steckrübe
400 g Kartoffeln
2 Möhren
1 Stange Lauch
1 Zwiebel
150 g Speckwürfel
1 Esslöffel Öl oder Butter
1,2 Liter Gemüsebrühe oder Fleischbrühe
1 Lorbeerblatt
1 Teelöffel Majoran
1/2 Teelöffel Paprikapulver edelsüß
Salz und Pfeffer
optional: 2 Mettenden, Cabanossi oder Wiener Würstchen
optional: etwas Petersilie zum Servieren
optional: 1 Teelöffel Senf für mehr Würze

Zubereitung

  1. Die Steckrübe schälen und in kleine Würfel schneiden. Kartoffeln und Möhren ebenfalls schälen und würfeln. Den Lauch gründlich waschen und in Ringe schneiden. Die Zwiebel fein würfeln.
  2. Öl oder Butter in einem großen Topf erhitzen. Den Speck darin bei mittlerer Hitze anbraten, bis er leicht bräunt und Aroma abgibt.
  3. Die Zwiebel dazugeben und 2 bis 3 Minuten mitbraten. Danach Möhren, Lauch, Steckrübe und Kartoffeln hinzufügen und alles kurz anschwitzen.
  4. Paprikapulver und Majoran einrühren. Dann die Brühe angießen und das Lorbeerblatt dazugeben.
  5. Die Suppe aufkochen und anschließend etwa 25 bis 30 Minuten köcheln lassen, bis Steckrübe und Kartoffeln weich sind.
  6. Für eine leicht sämige Konsistenz einen Teil der Suppe mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken oder kurz mit dem Pürierstab anmixen. Es sollten aber noch Stücke bleiben.
  7. Falls Mettenden, Cabanossi oder Wiener Würstchen verwendet werden, diese in Scheiben schneiden und in den letzten 8 bis 10 Minuten in der Suppe heiß werden lassen.
  8. Mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch etwas Senf abschmecken. Das Lorbeerblatt entfernen und die Steckrübensuppe mit Petersilie servieren.

Warum Steckrübe so gut für Suppe passt

Steckrübe bringt von Natur aus eine leichte Süße mit. Zusammen mit Speck, Zwiebeln und Brühe entsteht dadurch ein kräftiger Geschmack, ohne dass viele Gewürze nötig sind. Kartoffeln geben zusätzlich Bindung, Möhren bringen Farbe und Lauch macht die Suppe herzhafter.

Wichtig ist, die Steckrübe nicht zu knapp zu garen. Wenn sie noch zu fest ist, schmeckt sie schnell etwas streng und roh. Richtig weich gekocht wird sie milder und verbindet sich besser mit den anderen Zutaten.

So wird die Suppe besonders deftig

Mehr Geschmack entsteht, wenn der Speck am Anfang wirklich angebraten wird. Er sollte nicht nur warm werden, sondern leicht Farbe bekommen. Dadurch wird die Suppe deutlich kräftiger.

Anleitung
1Die Steckrübe schälen und in kleine Würfel schneiden. Kartoffeln und Möhren ebenfalls schälen und würfeln. Den Lauch gründlich waschen und in Ringe schneiden. Die Zwiebel….
2Öl oder Butter in einem großen Topf erhitzen. Den Speck darin bei mittlerer Hitze anbraten, bis er leicht bräunt und Aroma abgibt.
3Die Zwiebel dazugeben und 2 bis 3 Minuten mitbraten. Danach Möhren, Lauch, Steckrübe und Kartoffeln hinzufügen und alles kurz anschwitzen.
4Paprikapulver und Majoran einrühren. Dann die Brühe angießen und das Lorbeerblatt dazugeben.
5Die Suppe aufkochen und anschließend etwa 25 bis 30 Minuten köcheln lassen, bis Steckrübe und Kartoffeln weich sind — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Noch deftiger wird sie mit Mettenden, Cabanossi oder Wiener Würstchen. Diese sollten nicht von Anfang an mitkochen, sonst geben sie zu viel Geschmack ab und werden weicher. Besser ist es, sie erst gegen Ende in Scheiben in die heiße Suppe zu geben.

Auch ein kleiner Löffel Senf passt gut. Er macht die Suppe würziger, ohne sie scharf zu machen. Besonders bei sehr milder Steckrübe ist das eine gute Ergänzung.

So wird die Steckrübensuppe sämiger

Wenn die Suppe sämiger werden soll, müssen keine Sahne und kein Mehl hinein. Es reicht, einen Teil von Kartoffeln und Steckrübe zu zerdrücken. Dadurch bindet die Suppe auf natürliche Weise.

Wer es cremiger mag, kann etwa ein Drittel der Suppe pürieren und wieder unterrühren. Komplett pürieren würde ich sie nur, wenn ausdrücklich eine Cremesuppe gewünscht ist. Für eine deftige Steckrübensuppe passen Stücke besser, weil sie mehr Biss und Eintopfcharakter geben.

Wenn die Suppe zu dick wird, einfach etwas Brühe oder Wasser nachgießen. Wird sie zu dünn, noch einige Minuten ohne Deckel köcheln lassen oder etwas mehr Kartoffel zerdrücken.

Welche Gewürze passen gut?

Majoran passt sehr gut zu Steckrübe, Kartoffeln und Speck. Auch Lorbeer, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver und etwas Senf funktionieren gut. Wer es kräftiger mag, kann zusätzlich etwas Kümmel oder geräuchertes Paprikapulver verwenden.

Mit Salz sollte erst am Ende kräftig abgeschmeckt werden. Speck, Brühe und Wurst bringen bereits Salz mit. Wenn zu früh stark gesalzen wird, kann die Suppe am Ende schnell zu salzig werden.

Für mehr Frische passt Petersilie. Sie wird erst beim Servieren darübergegeben, damit sie nicht grau wird und ihr Aroma behält.

Vegetarische Variante

Die Suppe gelingt auch ohne Speck und Wurst. Dann sollten Zwiebel, Lauch, Möhren und Steckrübe etwas gründlicher angeschwitzt werden, damit mehr Röstaroma entsteht. Ein Stück Sellerie, etwas Knoblauch oder geräuchertes Paprikapulver bringt zusätzlich Tiefe.

Als Einlage passen weiße Bohnen, Linsen oder Räuchertofu. Räuchertofu sollte vorher gewürfelt und angebraten werden. So bekommt die vegetarische Steckrübensuppe mehr Biss und bleibt trotzdem herzhaft.

Bei der Brühe lohnt sich eine kräftige Gemüsebrühe. Da Speck und Wurst fehlen, muss die Würzbasis etwas stärker sein.

Vorbereitung und Aufbewahrung

Steckrübensuppe lässt sich sehr gut vorbereiten. Am nächsten Tag schmeckt sie oft noch kräftiger, weil Gemüse, Speck und Gewürze durchgezogen sind. Beim Aufwärmen eventuell etwas Wasser oder Brühe ergänzen, da Kartoffeln die Suppe dicker machen können.

Im Kühlschrank hält sie sich etwa 2 bis 3 Tage. Wichtig ist, sie nach dem Kochen abkühlen zu lassen und dann gut verschlossen kaltzustellen.

Einfrieren funktioniert ebenfalls. Nach dem Auftauen können Kartoffeln etwas weicher sein, bei einer Suppe ist das aber kaum störend. Am besten portionsweise einfrieren, dann lässt sich die Suppe später leichter aufwärmen.

Was passt dazu?

Ein kräftiges Bauernbrot, Roggenbrot oder ein frisches Brötchen passt sehr gut. Die Suppe ist durch Steckrübe, Kartoffeln und Speck bereits sättigend, deshalb braucht sie keine aufwendige Beilage.

Wer sie als Hauptgericht serviert, kann etwas mehr Wurst oder Bohnen ergänzen. Für eine leichtere Variante reicht ein grüner Salat dazu.

Auch ein Klecks Schmand oder saure Sahne passt, wenn die Suppe etwas milder werden soll. Bei einer sehr deftigen Version mit Speck und Wurst ist das aber nicht unbedingt nötig.

Häufige Fragen

Muss man Steckrübe für Suppe schälen?

Ja, die Steckrübe sollte geschält werden. Die Schale ist fest und eignet sich nicht gut für eine weiche Suppe. Nach dem Schälen wird die Steckrübe in Würfel geschnitten.

Wie lange muss Steckrübensuppe kochen?

Meist reichen 25 bis 30 Minuten, wenn die Steckrübe klein gewürfelt ist. Größere Stücke brauchen länger. Die Suppe ist fertig, wenn Steckrübe und Kartoffeln weich sind.

Kann man Steckrübensuppe ohne Speck kochen?

Ja, das geht gut. Dann sorgen kräftige Gemüsebrühe, Lauch, Zwiebeln, Sellerie, geräuchertes Paprikapulver oder angebratener Räuchertofu für mehr Geschmack.

Warum schmeckt Steckrübe manchmal streng?

Steckrübe schmeckt kräftiger, wenn sie zu grob geschnitten oder nicht lange genug gegart wird. Durch ausreichend Kochzeit wird sie milder und leicht süßlich.

Kann man Steckrübensuppe pürieren?

Ja, aber für eine deftige Suppe ist es besser, nur einen Teil zu pürieren oder zu zerdrücken. So bleibt die Suppe sämig und hat trotzdem noch Stücke.

Welche Wurst passt in Steckrübensuppe?

Mettenden, Cabanossi, Wiener Würstchen oder geräucherte Kochwurst passen gut. Die Wurst sollte erst gegen Ende mit in den Topf, damit sie heiß wird, aber nicht auslaugt.

Kann man Steckrübensuppe einfrieren?

Ja, Steckrübensuppe lässt sich gut einfrieren. Nach dem Auftauen wird sie etwas weicher, bleibt aber geschmacklich kräftig und lässt sich gut wieder erhitzen.

Wie wird die Suppe weniger süßlich?

Etwas Senf, Pfeffer, Lauch, Speck oder geräuchertes Paprikapulver gleicht die Süße der Steckrübe gut aus. Auch kräftige Brühe hilft.

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
Unsere Gerichte sollen ohne großen Aufwand gelingen – genau darauf achten wir beim Kochen.

Das Rezept funktioniert besser, wenn man sich nicht von kleinen Abweichungen verunsichern lässt.

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