One-Pot-Pasta mit Thunfisch und Kapern: würzig aus dem Vorrat

Lesedauer: 7 Min
Aktualisiert: 27. Juli 2026 03:16

Diese cremig-würzige Pasta mit Thunfisch, Kapern und Tomaten steht mit wenig Aufwand auf dem Tisch und braucht nur einen Topf. Die Nudeln garen direkt in der Sauce, nehmen dabei viel Geschmack auf und hinterlassen kaum Abwasch. Das Rezept reicht für vier Portionen und passt besonders gut, wenn der Vorrat gerade mehr hergibt als der Kühlschrank.

Die Kapern bringen eine angenehm salzige, leicht säuerliche Note mit, während Thunfisch und Tomaten für eine herzhafte Sauce sorgen. Je nach Geschmack kannst du das Gericht mild lassen oder mit Chiliflocken ordentlich würzen.

Zutaten für vier Portionen

  • 400 g kurze Nudeln, zum Beispiel Penne oder Fusilli
  • 2 Dosen Thunfisch im eigenen Saft, jeweils etwa 150 g Abtropfgewicht
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Kapern, abgetropft
  • 1 Dose gehackte Tomaten, etwa 400 g
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrocknetes Basilikum
  • 1/2 TL Chiliflocken, optional
  • 1/2 TL Salz zum Starten
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL gehackte Petersilie

Bei den Kapern und beim Thunfisch lohnt es sich, mit Salz zunächst zurückhaltend zu sein. Beide Zutaten bringen bereits Würze mit. Wenn du lieber Thunfisch in Öl verwendest, kannst du einen Teil des Olivenöls reduzieren.

Alles in einem Topf zubereiten

  1. Schäle die Zwiebel und den Knoblauch. Hacke die Zwiebel fein und schneide den Knoblauch möglichst klein. Lass den Thunfisch in einem Sieb abtropfen und drücke ihn dabei nicht vollständig trocken.
  2. Erhitze das Olivenöl in einem breiten Topf oder einer tiefen, großen Pfanne. Dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa drei Minuten, bis sie glasig wird. Gib den Knoblauch dazu und brate ihn ungefähr 30 Sekunden mit. Er soll duften, aber nicht dunkel werden.
  3. Rühre die Kapern, den Oregano, das Basilikum und bei Bedarf die Chiliflocken unter. Nach etwa einer Minute kommen die gehackten Tomaten und die Gemüsebrühe dazu.
  4. Gib die ungekochten Nudeln direkt in die Flüssigkeit. Verrühre alles gründlich und bringe die Mischung zum Kochen. Die Nudeln sollten möglichst weitgehend von Sauce bedeckt sein. Falls einzelne Stücke herausragen, drücke sie nach kurzer Zeit vorsichtig unter.
  5. Lass die Pasta ohne Deckel bei mittlerer Hitze garen. Rühre alle zwei bis drei Minuten um, damit nichts am Topfboden ansetzt und die Nudeln gleichmäßig Flüssigkeit aufnehmen. Je nach Nudelform dauert das etwa zehn bis 13 Minuten.
  6. Prüfe gegen Ende eine Nudel. Sie sollte weich sein, aber im Kern noch etwas Biss haben. Ist die Sauce bereits sehr dick, die Nudeln aber noch fest, gib 50 bis 100 ml heißes Wasser dazu und gare weiter. Bei zu viel Flüssigkeit lässt du das Gericht einfach noch ein bis zwei Minuten offen köcheln.
  7. Hebe den abgetropften Thunfisch unter, sobald die Nudeln gar sind. Erwärme ihn nur noch zwei Minuten, damit er saftig bleibt und nicht zerfällt.
  8. Schmecke die Pasta mit Zitronensaft, Pfeffer und bei Bedarf etwas Salz ab. Streue die Petersilie darüber und serviere das Gericht sofort.

So wird die Sauce richtig sämig

Die Stärke aus den Nudeln bleibt beim Garen im Topf und bindet die Tomaten-Brühe-Mischung. Deshalb solltest du die Pasta nicht mit zu viel Wasser übergießen. Ein breiter Topf hilft, weil die Flüssigkeit gleichmäßiger verdampft und die Nudeln besser verteilt liegen.

Rühre während des Kochens regelmäßig vom Boden nach oben. Besonders bei kurzen Nudeln kann sich die Stärke dort schnell absetzen. Falls die Sauce am Ende noch dünn wirkt, nimm den Topf vom Herd und lass die Pasta zwei Minuten stehen. Dabei zieht sie meist noch deutlich an. Wird sie zu fest, lockerst du sie mit einem kleinen Schuss heißem Wasser.

Abwandlungen für Vorrat und Geschmack

Für eine mildere Version lässt du die Chiliflocken weg und verwendest nur einen Esslöffel Kapern. Kinder mögen die Pasta oft lieber, wenn die Kapern fein gehackt werden, weil sich ihr Geschmack dann gleichmäßiger verteilt. Ein wenig geriebener Käse passt ebenfalls dazu, obwohl die Sauce auch ohne Käse schön würzig bleibt.

Anleitung
1Schäle die Zwiebel und den Knoblauch. Hacke die Zwiebel fein und schneide den Knoblauch möglichst klein. Lass den Thunfisch in einem Sieb abtropfen und drücke ihn dabei n….
2Erhitze das Olivenöl in einem breiten Topf oder einer tiefen, großen Pfanne. Dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa drei Minuten, bis sie glasig wird. Gib den Knobla….
3Rühre die Kapern, den Oregano, das Basilikum und bei Bedarf die Chiliflocken unter. Nach etwa einer Minute kommen die gehackten Tomaten und die Gemüsebrühe dazu.
4Gib die ungekochten Nudeln direkt in die Flüssigkeit. Verrühre alles gründlich und bringe die Mischung zum Kochen. Die Nudeln sollten möglichst weitgehend von Sauce bedec….
5Lass die Pasta ohne Deckel bei mittlerer Hitze garen. Rühre alle zwei bis drei Minuten um, damit nichts am Topfboden ansetzt und die Nudeln gleichmäßig Flüssigkeit aufneh… — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Wenn keine gehackten Tomaten vorhanden sind, funktionieren passierte Tomaten. Die Sauce wird dann glatter und benötigt eventuell etwas weniger Brühe. Mit frischen Tomaten wird das Gericht saftiger, allerdings kann die Flüssigkeitsmenge stärker schwanken. Gib in diesem Fall die Brühe zunächst nicht vollständig hinzu.

Oliven, getrocknete Tomaten oder eine kleine Dose Mais können die Vorratsküche erweitern. Bei Oliven und getrockneten Tomaten solltest du das Salz besonders vorsichtig dosieren. Für mehr Gemüse passen fein gewürfelte Zucchini oder eine Handvoll aufgetaute Erbsen. Zucchini kommen am besten zusammen mit den Tomaten in den Topf, Erbsen erst in den letzten fünf Minuten.

Vorbereiten, aufbewahren und aufwärmen

Am besten schmeckt die Pasta direkt nach dem Kochen, weil die Sauce dann noch locker und glänzend ist. Reste kannst du nach dem Abkühlen innerhalb von zwei Stunden in einen verschlossenen Behälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Dort sollten sie innerhalb von zwei Tagen gegessen werden.

Zum Aufwärmen gibst du die Portion mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser in eine Pfanne. Erwärme sie bei mittlerer Hitze und rühre regelmäßig um. Die zusätzliche Flüssigkeit löst die eingedickte Sauce wieder etwas an. In der Mikrowelle funktioniert das ebenfalls, wenn du die Pasta zwischendurch einmal umrührst. Erwärme nur die benötigte Menge und lasse sie vollständig heiß werden.

Typische Fehler vermeiden

  • Die Nudeln kleben: Meist wurde zu selten gerührt oder der Topf war zu klein. Ein breiter Topf und regelmäßiges Umrühren helfen.
  • Die Sauce ist zu salzig: Kapern, Thunfisch und Brühe summieren sich bei der Würze. Salz deshalb erst ganz am Ende nachlegen.
  • Die Pasta ist trocken: Beim Ein-Topf-Garen verdampft Flüssigkeit unterschiedlich schnell. Rühre etwas heißes Wasser unter und lass die Nudeln kurz weiterziehen.
  • Der Thunfisch wird trocken: Er muss nicht von Anfang an mitkochen. Erst nach dem Garen unterheben und nur noch erwärmen.
  • Die Nudeln garen ungleichmäßig: Sehr lange Nudeln oder ein zu schmaler Topf sind dafür ungünstig. Kurze Sorten verteilen sich besser und lassen sich leichter umrühren.

Fragen und Antworten zur One-Pot-Pasta mit Thunfisch

Kann ich für die One-Pot-Pasta auch Thunfisch in Öl verwenden?

Ja, Thunfisch in Öl passt ebenfalls gut, allerdings wird das Gericht dadurch etwas reichhaltiger. Verwende dann weniger Olivenöl zum Dünsten und lasse den Thunfisch gründlich abtropfen, damit die Sauce nicht zu fettig wird.

Welche Nudelsorten eignen sich für die One-Pot-Pasta mit Thunfisch?

Kurze Sorten wie Penne, Fusilli oder kurze Makkaroni lassen sich besonders gleichmäßig garen und leicht umrühren. Bei sehr großen oder langen Nudeln kann die Flüssigkeit schlechter verteilt werden, sodass einzelne Stücke zu weich oder noch fest bleiben.

Kann ich die Pasta ohne Kapern zubereiten?

Ja, du kannst die Kapern weglassen, wenn du ihren salzig-säuerlichen Geschmack nicht magst. Für mehr Würze passen stattdessen einige fein geschnittene Oliven oder ein kleiner Spritzer zusätzlicher Zitronensaft am Ende.

Warum wird meine One-Pot-Pasta mit Thunfisch matschig?

Meist wurden die Nudeln zu lange gegart oder die Pasta wurde nach dem Erreichen des Garpunkts nicht sofort vom Herd genommen. Prüfe sie schon einige Minuten vor Ende der angegebenen Garzeit und beachte, dass sie beim kurzen Nachziehen noch weicher wird.

Kann ich das Gericht schon am Vortag vorbereiten?

Du kannst die Pasta vorkochen und gekühlt aufbewahren, ihre Sauce wird dabei jedoch fester und die Nudeln werden weicher. Für die beste Konsistenz bereitest du sie möglichst frisch zu oder wärmst die Reste mit etwas Wasser langsam in einer Pfanne auf.

Ist die One-Pot-Pasta mit Thunfisch zum Einfrieren geeignet?

Grundsätzlich lässt sie sich einfrieren, allerdings verlieren die Nudeln nach dem Auftauen häufig an Biss und die Sauce kann sich leicht verändern. Wenn du sie einfrierst, portioniere sie nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht und erwärme sie später langsam mit einem Schuss Wasser.

Checkliste
  • 400 g kurze Nudeln, zum Beispiel Penne oder Fusilli
  • 2 Dosen Thunfisch im eigenen Saft, jeweils etwa 150 g Abtropfgewicht
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Kapern, abgetropft
  • 1 Dose gehackte Tomaten, etwa 400 g
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrocknetes Basilikum
  • 1/2 TL Chiliflocken, optional
  • 1/2 TL Salz zum Starten
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL gehackte Petersilie

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
Wir kochen unsere Rezepte mehrfach im Alltag und passen sie so an, dass sie auch nach einem langen Tag zuverlässig gelingen.

Wir kochen solche Rezepte oft im Alltag, deshalb achten wir darauf, dass die Schritte gut planbar bleiben.

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