Eine Nudelsuppe mit Gemüse gelingt besonders gut, wenn die Nudeln nicht zerkochen, das Gemüse noch etwas Biss behält und die Kräuter erst am Ende dazukommen.
Diese Suppe ist ideal, wenn es schnell, warm und unkompliziert sein soll. Sie braucht keine lange Vorbereitung, schmeckt aber deutlich frischer als eine reine Brühe mit ein paar Nudeln. Karotten, Lauch, Sellerie oder Erbsen bringen Geschmack in die Suppe, Kräuter sorgen zum Schluss für Frische, und kleine Nudeln machen sie angenehm sättigend.
Zutaten
Für etwa 4 Portionen:
- 1,2 l Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe
- 120 g kleine Suppennudeln
- 2 Karotten
- 1 Stange Lauch
- 1 kleines Stück Knollensellerie oder 1 Stange Staudensellerie
- 1 kleine Zwiebel
- 1 EL Öl oder Butter
- 100 g Erbsen, frisch oder tiefgekühlt
- 1 kleine Handvoll Petersilie
- einige Schnittlauchröllchen
- Salz
- Pfeffer
- optional 1 Lorbeerblatt
- optional etwas Muskat
- optional ein Spritzer Zitronensaft
Zubereitung
Die Karotten schälen und in kleine Scheiben oder Würfel schneiden. Den Lauch längs halbieren, gründlich waschen und in feine Ringe schneiden. Sellerie klein würfeln. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Je kleiner das Gemüse geschnitten ist, desto schneller wird die Suppe fertig und desto angenehmer lässt sie sich später essen.
Öl oder Butter in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel darin kurz glasig anschwitzen. Danach Karotten, Sellerie und Lauch dazugeben und alles einige Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Das Gemüse soll nicht bräunen, sondern nur etwas Aroma entwickeln. Wenn du ein Lorbeerblatt verwenden möchtest, gib es jetzt dazu.
Die Brühe angießen und die Suppe aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren und das Gemüse etwa 8 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten langsam weicher werden, aber noch nicht zerfallen.
Jetzt die Suppennudeln dazugeben und nach Packungszeit garen. Kleine Nudeln brauchen meist nur wenige Minuten. Rühre zwischendurch um, damit sie nicht am Topfboden kleben. Wenn die Nudeln sehr viel Flüssigkeit aufnehmen, etwas Brühe oder Wasser ergänzen.
Kurz vor Ende der Garzeit die Erbsen dazugeben. Tiefgekühlte Erbsen müssen nur kurz heiß werden und behalten so ihre Farbe besser. Danach die Suppe mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf etwas Muskat abschmecken.
Den Topf vom Herd nehmen. Petersilie hacken und zusammen mit dem Schnittlauch erst ganz zum Schluss unterrühren oder direkt beim Servieren über die Suppe streuen. So bleiben die Kräuter frischer und schmecken nicht verkocht. Wer mag, rundet die Suppe mit einem kleinen Spritzer Zitronensaft ab.
Welche Nudeln passen am besten in die Suppe?
Für eine einfache Nudelsuppe eignen sich kleine Nudelformen am besten. Klassische Suppennudeln, Sternchen, Muscheln, Fadennudeln oder kleine Buchstabennudeln garen schnell und lassen sich gut löffeln. Große Nudeln wie Penne oder Spaghetti sind weniger praktisch, weil sie die Suppe unhandlicher machen.
Wichtig ist die Garzeit. Nudeln ziehen in heißer Brühe weiter nach, auch wenn der Herd schon aus ist. Wenn die Suppe nicht sofort gegessen wird, sollten die Nudeln eher knapp gegart werden. Sonst werden sie weich und nehmen viel Flüssigkeit auf.
Wenn du die Suppe vorbereiten möchtest, ist es oft besser, die Nudeln separat zu kochen und erst beim Erwärmen in die Suppe zu geben. So bleibt die Brühe klarer, und die Nudeln werden nicht matschig.
Welches Gemüse schmeckt in einer Nudelsuppe besonders gut?
Karotten, Lauch und Sellerie sind eine klassische Grundlage, weil sie der Brühe viel Geschmack geben. Erbsen, kleine Brokkoliröschen, Zucchiniwürfel, Blumenkohl, Kohlrabi oder Spinat passen ebenfalls gut. Wichtig ist nur, die Garzeiten zu beachten.
Festes Gemüse wie Karotten, Sellerie oder Kohlrabi kommt zuerst in den Topf. Zartes Gemüse wie Erbsen, Spinat oder Zucchini kommt später dazu. So wird nicht alles gleich weich, und die Suppe schmeckt frischer.
Auch Reste lassen sich gut verwenden. Ein Stück Paprika, ein paar übrig gebliebene Erbsen, etwas Lauch oder eine halbe Karotte können in der Suppe verschwinden. Nur sehr wässriges oder stark gewürztes Gemüse sollte vorsichtig dosiert werden, damit der Geschmack der Brühe nicht kippt.
So bekommt die Suppe mehr Geschmack
Der Geschmack beginnt nicht erst bei der Brühe. Wenn Zwiebel und Gemüse kurz angeschwitzt werden, schmeckt die Suppe voller. Dieser kleine Schritt macht mehr aus, als wenn alles nur direkt in Wasser gekocht wird.
Eine gute Brühe ist trotzdem wichtig. Sie sollte kräftig genug sein, aber nicht zu salzig. Wenn fertige Brühe verwendet wird, lieber erst am Ende nachsalzen. Die Nudeln nehmen zusätzlich Geschmack auf, und die Suppe kann beim Köcheln etwas intensiver werden.
Kräuter sollten frisch und eher spät dazukommen. Petersilie, Schnittlauch, Kerbel oder etwas Liebstöckel passen sehr gut. Liebstöckel ist kräftig und sollte sparsam verwendet werden. Petersilie und Schnittlauch sind milder und bringen eine frische Note.
Ein kleiner Spritzer Zitronensaft kann helfen, wenn die Suppe etwas flach schmeckt. Sie soll dadurch nicht sauer werden, sondern lebendiger. Auch ein Hauch Muskat passt gut, besonders wenn Sellerie, Karotten oder Lauch enthalten sind.
Kann man die Nudelsuppe vorbereiten?
Ja, die Suppe lässt sich gut vorbereiten, wenn die Nudeln nicht zu lange in der Brühe liegen. Am besten kochst du die Gemüsesuppe vor und gibst die Nudeln erst beim Aufwärmen dazu. Alternativ kannst du die Nudeln separat kochen und portionsweise in die heiße Suppe geben.
Wenn Nudeln bereits in der Suppe sind, wird sie beim Stehen dicker. Die Nudeln saugen Brühe auf und werden weicher. Das ist nicht schlimm, aber die Konsistenz verändert sich. Beim Aufwärmen einfach etwas Brühe oder Wasser ergänzen und vorsichtig erhitzen.
Zum Einfrieren eignet sich die Suppe ohne Nudeln besser. Gemüsebrühe mit Gemüse kann gut eingefroren werden. Die Nudeln sollten frisch gekocht und später dazugegeben werden, damit sie nicht breiig werden.
Häufige Fragen
Wie lange muss eine Nudelsuppe kochen?
Das Gemüse braucht je nach Größe etwa 8 bis 12 Minuten. Die Nudeln kommen danach dazu und garen nach Packungszeit. Insgesamt ist eine einfache Nudelsuppe meist in etwa 25 Minuten fertig.
Warum werden die Nudeln in der Suppe matschig?
Nudeln ziehen in heißer Brühe weiter und nehmen Flüssigkeit auf. Wenn die Suppe länger stehen soll, sollten die Nudeln separat gekocht oder etwas kürzer gegart werden.
Kann ich die Nudelsuppe mit Hühnerbrühe kochen?
Ja, Hühnerbrühe passt sehr gut und macht die Suppe kräftiger. Für eine vegetarische Variante nimmst du Gemüsebrühe.
Welche Kräuter passen zu Nudelsuppe?
Petersilie und Schnittlauch passen besonders gut. Auch Kerbel oder etwas Liebstöckel können verwendet werden, wobei Liebstöckel sehr kräftig schmeckt und sparsam dosiert werden sollte.
Kann ich tiefgekühltes Gemüse verwenden?
Ja, tiefgekühltes Gemüse funktioniert gut. Erbsen, kleine Möhrenwürfel oder Suppengemüse können direkt in die heiße Brühe gegeben werden und brauchen nur kurze Garzeit.
Wie wird die Suppe sättigender?
Mehr Nudeln, etwas gekochtes Hühnerfleisch, weiße Bohnen, Kichererbsen oder ein verquirltes Ei können die Suppe gehaltvoller machen. Dabei sollte genug Brühe im Topf bleiben, damit sie nicht zu dick wird.
Kann ich die Suppe am nächsten Tag noch essen?
Ja, die Suppe kann am nächsten Tag wieder erwärmt werden. Wenn sie durch die Nudeln dicker geworden ist, einfach etwas Brühe oder Wasser ergänzen und vorsichtig erhitzen.
Wir kochen unsere Rezepte mehrfach im Alltag und passen sie so an, dass sie auch nach einem langen Tag zuverlässig gelingen.
Ein häufiger Fehler ist, zu schnell weiterzumachen, obwohl ein Schritt noch Zeit braucht.