Gnocchi aus frischen Kartoffeln fluffig machen – die besten Tricks

Lesedauer: 4 Min
Aktualisiert: 8. Oktober 2025 13:02

Fluffige Gnocchi gelingen nur, wenn die richtige Kartoffelsorte, die passende Zubereitung und ein paar kleine Tricks beachtet werden. Mit der richtigen Technik werden sie weich, locker und nicht klebrig – genau so, wie sie sein sollen.

Die Antwort lautet: Am wichtigsten ist es, mehlige Kartoffeln zu verwenden und diese richtig auszudampfen, bevor der Teig geknetet wird.

Das bedeutet konkret: Je weniger Feuchtigkeit im Kartoffelteig bleibt, desto luftiger und leichter werden die Gnocchi am Ende.

Welche Kartoffeln eignen sich für Gnocchi?

Für Gnocchi nimmt man am besten mehlige Kartoffeln, da sie von Natur aus weniger Wasser und mehr Stärke enthalten. Festkochende Sorten binden schlechter und machen den Teig klebrig. Typische Sorten in Deutschland sind „Adretta“ oder „Augusta“. Ein Tipp: Alte Kartoffeln eignen sich meist besser als frische Frühkartoffeln, weil sie trockener sind.

Warum ist das Ausdampfen so wichtig?

Kartoffeln sollten nicht im Wasser zerfallen, sondern mit Schale gekocht oder noch besser im Ofen gegart werden. Dadurch saugen sie sich nicht mit Wasser voll. Nach dem Kochen kurz abdampfen lassen, bis kein sichtbarer Dampf mehr aufsteigt. Je trockener die Kartoffelmasse, desto weniger Mehl braucht der Teig – und desto fluffiger bleibt das Ergebnis.

Wie gelingt der Teig am besten?

Den Teig nicht zu lange kneten – sonst wird er zäh. Kartoffeln noch warm durch eine Presse drücken, dann mit etwas Salz, einem Ei und Mehl vermengen. Lieber kleine Portionen Mehl nach und nach unterarbeiten, bis ein weicher, aber formbarer Teig entsteht. Faustregel: So wenig Mehl wie möglich, so viel wie nötig.

Welche Rolle spielen Eier im Teig?

Ein Ei sorgt für Bindung, doch zu viele Eier machen Gnocchi schwer. Die meisten Rezepte brauchen nur 1 Ei auf etwa 1 kg Kartoffeln. Wer es noch lockerer mag, nimmt nur das Eigelb.

Anleitung
1Mehlige Kartoffeln mit Schale weich kochen oder im Ofen backen.
2Schälen und sofort durch eine Kartoffelpresse drücken.
3Auf einem Brett ausdampfen lassen, bis sie fast trocken wirken.
4Mit 1 Ei, Salz und etwas Mehl locker vermengen.
5Nur kurz zu einem Teig zusammenfügen, nicht kneten — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für fluffige Gnocchi

  1. Mehlige Kartoffeln mit Schale weich kochen oder im Ofen backen.
  2. Schälen und sofort durch eine Kartoffelpresse drücken.
  3. Auf einem Brett ausdampfen lassen, bis sie fast trocken wirken.
  4. Mit 1 Ei, Salz und etwas Mehl locker vermengen.
  5. Nur kurz zu einem Teig zusammenfügen, nicht kneten.
  6. Rollen formen, in Stücke schneiden und mit einer Gabel leicht eindrücken.
  7. In siedendem Salzwasser garen, bis sie an die Oberfläche steigen.

Extra-Trick: Parmesan oder Grieß im Teig

Einige schwören darauf, etwas Hartweizengrieß oder fein geriebenen Parmesan unter den Teig zu geben. Der Grieß bindet Feuchtigkeit und macht die Masse stabiler, während der Käse einen herzhaften Geschmack und eine noch luftigere Konsistenz bringt.

Was tun, wenn der Teig klebt?

Falls die Kartoffeln zu feucht geraten sind, hilft es, die Masse kurz im Ofen zu trocknen oder einen Löffel Kartoffelstärke unterzumischen. Mehr Mehl ist die letzte Lösung, da es Gnocchi schwer macht.

Fluffige Gnocchi servieren

Die Gnocchi am besten frisch gegart sofort mit Sauce servieren. Sie passen perfekt zu Butter-Salbei, Tomatensauce oder Pesto. Wer sie etwas krosser mag, kann sie nach dem Kochen in einer Pfanne kurz in Butter anbraten.

Häufige Fragen zu fluffigen Gnocchi

Wie verhindere ich, dass Gnocchi auseinanderfallen?

Das liegt meist an zu viel Feuchtigkeit im Teig. Trockene Kartoffeln, wenig Mehl und vorsichtiges Formen helfen, dass sie stabil bleiben. Auch das Wasser darf nur sieden, nicht sprudelnd kochen.

Kann man Gnocchi vorbereiten und einfrieren?

Ja, Gnocchi lassen sich roh einfrieren. Einfach auf ein Brett legen, anfrieren und dann in Beutel füllen. Beim Kochen gefroren ins Wasser geben, ohne vorher aufzutauen.

Warum werden meine Gnocchi hart?

Harte Gnocchi entstehen, wenn zu viel Mehl verwendet oder der Teig zu lange geknetet wird. Besser ist es, nur so viel Mehl wie nötig zu nehmen und den Teig vorsichtig zusammenzufügen.

Kann man Gnocchi ohne Ei machen?

Ja, besonders italienische Rezepte verzichten auf Ei. Dann ist es wichtig, sehr trockene Kartoffeln zu verwenden und eventuell etwas Grieß oder Kartoffelstärke als Bindung zu nutzen.

Woran erkenne ich, dass Gnocchi gar sind?

Sobald sie im siedenden Wasser an die Oberfläche steigen, sind sie fertig. Danach sofort mit einer Schaumkelle herausheben und abtropfen lassen.

Zusammenfassung

Fluffige Gnocchi gelingen, wenn man die richtigen Kartoffeln auswählt, sie gründlich ausdampfen lässt und nur so viel Mehl wie unbedingt nötig verwendet. Ein Ei sorgt für Bindung, Parmesan oder Grieß für zusätzliche Stabilität und Aroma. Die wichtigste Regel lautet: den Teig nicht zu lange kneten. Mit diesen Tricks werden Gnocchi leicht, locker und perfekt für jede Sauce.

Fazit

Gnocchi aus frischen Kartoffeln brauchen Liebe zum Detail und ein paar einfache Kniffe. Wer mehlige Kartoffeln wählt, sie trocknet, wenig Mehl nutzt und den Teig behutsam behandelt, wird mit lockeren kleinen Klößchen belohnt, die im Mund fast zergehen. Ob mit Butter und Salbei oder in einer kräftigen Tomatensauce – Gnocchi sind vielseitig, schnell gemacht und ein echter italienischer Klassiker. Wer sie einmal selbst fluffig hinbekommt, möchte sie nie wieder anders essen. Am Ende gilt: lieber ein bisschen Geduld beim Ausdampfen als später schwere Klöße auf dem Teller. Hast du schon mal selbst Gnocchi gemacht oder greifst du meist zu den fertigen aus dem Supermarkt?

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
Unsere Gerichte sollen ohne großen Aufwand gelingen – genau darauf achten wir beim Kochen.

Gerade bei diesem Gericht macht es einen Unterschied, ob man die einzelnen Schritte ruhig nacheinander umsetzt.

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