Auberginen-Kartoffel-Gratin mit einer frischen Tomatensoße

Lesedauer: 16 Min
Aktualisiert: 24. Mai 2026 16:13

Ein Auflauf aus Auberginen, Kartoffeln und fruchtiger Tomatensoße ist ein wunderbar aromatisches Ofengericht, das satt macht und trotzdem leicht wirkt. Du schichtest Gemüse, übergießt alles mit einer intensiv eingekochten Soße und lässt den Ofen die eigentliche Arbeit erledigen.

Die Basis ist simpel: Kartoffeln sorgen für Biss und Sättigung, Auberginen bringen eine cremige Textur, und die Tomaten liefern Säure und Frische, damit das Gericht nicht schwer wirkt. Wenn du die Reihenfolge der Schritte beachtest und das Gemüse richtig vorbereitest, bekommst du ein Gratin, das nicht wässrig ist, außen goldbraun und innen schön saftig.

Die Grundidee hinter diesem Ofengericht

Bei dieser Art Gratin treffen gebackene Kartoffelscheiben auf gebratene oder gebackene Auberginenscheiben, die in einer kräftig abgeschmeckten Tomatensoße schmoren. Durch das Schichten verbinden sich die Aromen, und der Ofen sorgt für eine leicht karamellisierte Oberfläche.

Wichtig ist, dass du die Tomatensoße nicht zu dünn lässt und die Auberginen vorbereitest, damit sie nicht zu viel Öl aufsaugen und später matschig werden. Wenn das Gemüse gut vorbereitet ist, kannst du es flexibel variieren, ohne dass dir im Ofen alles auseinanderfällt.

Zutaten im Überblick

Für eine Auflaufform (ca. 30 x 20 cm, reicht je nach Hunger für 3–4 Personen) brauchst du:

  • 600–800 g festkochende Kartoffeln
  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 2 Dosen stückige Tomaten (je 400 g) oder 800–900 g sehr reife Frischtomaten, grob gehackt
  • 1 große Zwiebel
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 2–3 EL Olivenöl für die Soße plus etwas mehr zum Bestreichen der Auberginen
  • 1–2 TL Zucker oder ein Spritzer Agavendicksaft (zum Ausbalancieren der Säure)
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Thymian oder Rosmarin, fein gehackt
  • Optional 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Frische Kräuter nach dem Backen, zum Beispiel Basilikum oder Petersilie
  • Optional 150–200 g geriebener Käse (z. B. Mozzarella, Bergkäse oder ein veganer Reibekäse)

Mit diesen Zutaten lässt sich ein sehr variables Gericht zaubern, das du an deine Vorratskammer und deinen Geschmack anpassen kannst. Viele Komponenten lassen sich austauschen oder ergänzen, etwa durch weiteren Gemüseeinsatz oder eine andere Käsewahl.

Die Tomatensoße: Herzstück des Auflaufs

Eine kräftige, fein abgeschmeckte Soße aus Tomaten ist der wichtigste Baustein, damit der Auflauf nicht flach schmeckt. Eine gut eingekochte Soße gibt dem Gericht Struktur, Intensität und verhindert, dass das Gemüse wässrig wirkt.

Für die Zubereitung der Soße gehst du in etwa so vor:

  • Zwiebel fein würfeln, Knoblauch hacken.
  • Beides in Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen, bis es leicht Farbe annimmt.
  • Tomaten zugeben, mit Salz, Pfeffer, Oregano und Thymian würzen.
  • Zucker oder Sirup hinzufügen, um die Säure der Tomaten leicht zu balancieren.
  • Soße 20–30 Minuten ohne Deckel köcheln, bis sie deutlich eingedickt ist.

Wenn dir Tomaten manchmal zu sauer sind, koche die Soße ein paar Minuten länger und teste zwischendurch immer wieder die Würze. Ein kleiner Schluck Wasser hilft, wenn sie zu stark reduziert ist, aber vermeide große Mengen Flüssigkeit, damit der Auflauf später im Ofen nicht in einer dünnen Soßenschicht schwimmt.

Auberginen richtig vorbereiten

Auberginen werden beim Braten gerne schwammartig, wenn sie unvorbereitet in Öl gelegt werden. Mit ein wenig Vorbereitung erreichst du eine fein cremige Konsistenz, die trotzdem noch Struktur hat.

Anleitung
1Auberginen in 0,5–1 cm dicke Scheiben schneiden.
2Beide Seiten mit etwas Salz bestreuen und die Scheiben 20–30 Minuten auf Küchenpapier oder einem Gitter liegen lassen.
3Mit weiteren Tüchern abtupfen, um ausgetretene Flüssigkeit zu entfernen.
4Leicht mit Olivenöl bestreichen und entweder im Ofen vorbacken oder in einer Pfanne anbraten.

Diese Abfolge hilft dir, das Gemüse optimal vorzubereiten:

  1. Auberginen in 0,5–1 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Beide Seiten mit etwas Salz bestreuen und die Scheiben 20–30 Minuten auf Küchenpapier oder einem Gitter liegen lassen.
  3. Mit weiteren Tüchern abtupfen, um ausgetretene Flüssigkeit zu entfernen.
  4. Leicht mit Olivenöl bestreichen und entweder im Ofen vorbacken oder in einer Pfanne anbraten.

Durch das Salzen verlieren die Scheiben etwas Wasser und eine leichte Bitterkeit. Wenn du die Auberginen vorher im Ofen bei etwa 200 Grad Ober-/Unterhitze für 10–15 Minuten vorbackst, bräunen sie leicht und nehmen weniger Fett auf als in einer stark geölten Pfanne.

Kartoffeln: Bissfest, nicht roh und nicht zerkocht

Kartoffeln geben dem Gratin den nötigen Biss und machen es angenehm sättigend. Entscheidend ist, wie dick du sie schneidest und ob du sie vorab garst oder roh verwendest.

Für die meisten Ofenformen funktioniert Folgendes gut:

  • Die Knollen schälen (oder sehr gut waschen, wenn du die Schale magst).
  • In sehr gleichmäßige Scheiben schneiden, etwa 3–4 mm dick.
  • Je nach Backzeit kannst du sie roh schichten oder 5–7 Minuten in Salzwasser vorkochen.

Wenn du eher ungeduldig bist oder dein Ofen nicht sehr heiß läuft, lohnt sich das kurze Vorkochen. Die Scheiben sollten dabei nicht durchgaren, sondern nur leicht weich werden, damit sie im Ofen nicht zerfallen, aber sicher gar sind, wenn die Oberseite goldbraun ist.

Schicht für Schicht zum perfekten Gratin

Ein gelungener Auflauf lebt von einem stimmigen Verhältnis zwischen Soße, Gemüse und eventuell Käse. Wenn du auf zu viel Kartoffelschichten verzichtest und lieber mehrere dünne Ebenen mit Soße anlegst, klebt hinterher nichts trocken an der Form.

Eine bewährte Reihenfolge sieht so aus:

  1. Die Form mit etwas Olivenöl auspinseln.
  2. Ein paar Löffel Tomatensoße auf dem Boden verteilen.
  3. Eine Schicht Kartoffelscheiben eng an eng hineinlegen.
  4. Leicht salzen und pfeffern, dann erneut Soße darübergeben.
  5. Eine Lage Auberginen darauf verteilen.
  6. Mit Soße bedecken, nach Wunsch etwas Käse darüberstreuen.
  7. Das Ganze wiederholen, bis Form und Zutaten aufgebraucht sind.
  8. Mit Soße und Käse als oberste Schicht abschließen.

Wenn du beim Schichten siehst, dass dir die Soße knapp wird, strecke sie nur minimal mit etwas Wasser oder einem Schluck Pflanzensahne. Sorge aber dafür, dass jede Schicht zumindest leicht benetzt ist. Trocken liegende Kartoffeln garen schlechter und bekommen harte Ränder.

Backzeit und richtige Ofeneinstellung

Damit der Auflauf durchgart, ohne auszutrocknen, musst du Zeit und Hitze im Blick behalten. Zu niedrige Temperaturen führen zu gummiartigen Kartoffeln, während zu hohe Hitze die Oberfläche zu schnell bräunt.

Für die meisten Haushaltsöfen funktioniert die folgende Einstellung sehr gut:

  • Temperatur: 180–190 Grad Ober-/Unterhitze
  • Backzeit: 35–50 Minuten, je nach Dicke der Gemüseschichten und ob die Kartoffeln vorgekocht wurden
  • Eventuell die ersten 20 Minuten abgedeckt mit Alufolie oder Deckel, danach offen für eine knusprige Oberfläche

Wenn du dir unsicher bist, stichst du mit einem Messer in die Mitte: Gleitet die Klinge leicht durch die Kartoffeln, ist alles gar. Sollten die Kartoffeln noch Widerstand leisten, reduziere die Temperatur etwas, decke die Form ab und gib dem Gericht 10–15 Minuten Zeit.

Vegane, vegetarische und „mit-Fleisch“-Varianten

Das Grundprinzip dieses Gratins ist von Natur aus pflanzenbasiert, solange du keinen Käse verwendest oder eine vegane Alternative wählst. Je nachdem, wie du isst oder wen du bekochst, passt du den Belag und die Soße an.

Für eine vegane Variante arbeitest du einfach mit pflanzlichem Reibekäse oder Hefeflocken, die du mit etwas Olivenöl mischst und über das Gemüse streust. Für eine vegetarische Version eignet sich alles, was gut schmilzt und Geschmack mitbringt: Mozzarella sorgt für Fäden, ein kräftiger Bergkäse für intensives Aroma.

Wenn du Fleisch integrieren möchtest, kannst du die Zwiebeln mit etwas angebratenem Hack vermengen und diese Mischung mit in die Tomatensoße geben. Alternativ lassen sich gebratene Chorizo-Scheiben oder mediterran gewürzte Bratwurst in einer der mittleren Schichten unterbringen. Achte dann darauf, Salz zurückhaltender zu dosieren, weil viele Wurstsorten bereits kräftig gewürzt sind.

Einfacher Feierabend-Auflauf

Nach einem langen Tag soll das Essen schnell im Ofen sein, ohne stundenlange Vorbereitung. Mit ein paar Abkürzungen entsteht aus den Grundzutaten ein unkompliziertes Feierabendrezept.

Die Vorgehensweise kann dann zum Beispiel so aussehen:

  • Tomatensoße mit passierten Tomaten, etwas Tomatenmark, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Salz und Kräutern direkt im Topf kurz aufkochen.
  • Auberginen nur leicht salzen, nicht lange ziehen lassen, mit etwas Öl einpinseln und direkt auf ein Blech geben.
  • Kartoffeln mit einer Mandoline sehr dünn hobeln, sodass sie im Ofen schneller gar werden.
  • Alle Komponenten zügig schichten, Käse darüber und in den Ofen damit.

So sparst du Zeit bei der Vorbereitung und erreichst dennoch ein stimmiges Ergebnis. Die Konsistenz der Auberginen ist vielleicht etwas rustikaler, dafür steht der Auflauf schneller auf dem Tisch.

Kochen für Gäste

Wenn du Besuch bekommst, lässt sich dieses Gericht gut vorbereiten und entspannt fertigbacken, wenn alle da sind. Der Geschmack gewinnt sogar, wenn die Soße etwas durchzieht und das Gemüse Zeit hat, die Aromen aufzunehmen.

Du kannst die Soße bereits am Vortag kochen und im Kühlschrank aufbewahren. Auch die Auberginen lassen sich schon in Scheiben schneiden, salzen und im Ofen vorbacken. Die Kartoffeln bereitest du lieber frisch vor, damit sie sich nicht verfärben oder wässrig werden.

Vor Eintreffen der Gäste schichtest du alles in die Form, stellst sie mit Folie abgedeckt für ein bis zwei Stunden kühl und schiebst sie dann rechtzeitig in den Ofen. So kannst du dich dem Besuch widmen, während der Duft aus der Küche alle langsam an den Tisch lockt.

Leichtes Ofengericht mit mehr Gemüse

Wenn du mehr Gemüse unterbringen möchtest, passt vieles hervorragend zu Tomaten, Kartoffeln und Auberginen. Die zusätzlichen Sorten bringen Farbe und unterschiedliche Texturen, ohne dass der Charakter des Gerichts verloren geht.

Gut geeignet sind zum Beispiel:

  • Zucchini in dünnen Scheiben
  • rote oder gelbe Paprika, in Streifen geschnitten
  • Fenchel, sehr dünn gehobelt
  • Möhren in feinen Scheiben
  • Spinat oder Mangold, kurz in der Pfanne zusammenfallen lassen

Diese Gemüsesorten kannst du in die Schichten integrieren, etwa zwischen Kartoffeln und Auberginen oder direkt in der Tomatensoße. Achte aber darauf, dass der Gesamtwassergehalt nicht zu hoch wird, besonders bei Zucchini und Spinat. Ein kurzes Anbraten oder Vordünsten hilft, überschüssige Flüssigkeit loszuwerden.

Würzideen für mehr Tiefe

Mit Gewürzen kannst du den Charakter deines Gratins deutlich verändern. Schon kleine Änderungen bei Kräutern und Schärfe lassen das Gericht eher mediterran, orientalisch oder rauchig wirken.

Ein paar Anregungen für unterschiedliche Richtungen:

  • Mediterran: Oregano, Basilikum, Rosmarin, etwas Zitronenabrieb und schwarzer Pfeffer.
  • Rauchig: Geräuchertes Paprikapulver, ein Hauch Kreuzkümmel und eine Prise Chili.
  • Orientalisch angehaucht: Zimtspitze, Kreuzkümmel, Koriander und eventuell Harissa in der Tomatensoße.
  • Kräftig-käsig: Muskatnuss in einer kleinen Portion Pflanzensahne oder Milch, die du mit in die Soße gibst.

Wenn du neue Gewürzkombinationen ausprobierst, taste dich langsam heran. Gerade intensive Noten wie Kreuzkümmel oder Zimt sollten dezent eingesetzt werden, damit Kartoffeln und Auberginen geschmacklich nicht überlagert werden.

Beispiel aus der Familienküche

Stell dir einen Samstag vor, an dem du ein paar Leute zum Essen eingeladen hast, die alle etwas anderes mögen: eine Person isst vegan, jemand liebt Käse, jemand anderes achtet auf leichte Kost. Mit diesem Ofengericht kannst du alle ganz gut unter einen Hut bringen.

Du kochst zuerst eine große Portion Tomatensoße, teilst sie in zwei Töpfe und rührst in eine Hälfte etwas Sahne und Parmesan. Dann belegst du eine Seite der Auflaufform mit der cremigeren Soße und Käse, die andere Seite mit der rein pflanzlichen Variante. Die Gemüseschichten verteilst du einfach gleichmäßig, streust aber nur auf die eine Hälfte am Ende zusätzlich Käse.

Beim Servieren schneidest du Bahnen aus der Form, sodass jede Person genau den Bereich bekommt, der zum eigenen Essverhalten passt. Niemand hat das Gefühl, auf etwas zu verzichten, und du musst nicht zwei komplett unterschiedliche Gerichte vorbereiten.

Schnelles Essen nach dem Einkauf

Es gibt Tage, an denen der Kühlschrank fast leer ist und du nur noch ein paar Zutaten zu Hause hast, aber Lust auf Ofengemüse. In vielen Supermärkten bekommst du Kartoffeln, Auberginen und Tomaten fast immer, dazu etwas Käse und Kräuter.

Du greifst dann im Laden zu ein paar Grundzutaten: Eine Tüte Kartoffeln, zwei bis drei Auberginen, eine Dose Tomaten, ein Stück Käse nach Wahl, eine Zwiebel, ein paar Knoblauchzehen und frische Kräuter. Zu Hause schneidest du alles, während die Soße einköchelt, und kannst nach einer knappen Stunde ein dampfendes Blech auf den Tisch stellen.

Wer mag, stellt noch ein bisschen Brot und einen einfachen grünen Salat daneben, aber nötig ist das nicht. Das Ofengericht mit seiner Mischung aus weichen und leicht knusprigen Komponenten steht auch solo sehr gut da.

Meal-Prep und Reste clever nutzen

Dieses Gericht eignet sich hervorragend für Menschen, die gerne einmal kochen und dann mehrfach davon essen. Die Aromen setzen sich beim Abkühlen, und beim erneuten Aufwärmen im Ofen oder in der Pfanne wirkt das Ganze oft noch runder.

Für Meal-Prep kannst du so vorgehen:

  • Die Soße in größerer Menge kochen und portionsweise einfrieren.
  • Auberginen bereits in Scheiben vorbereitet und vorgebacken im Kühlschrank aufbewahren.
  • Bei Bedarf frische Kartoffeln schneiden und alles neu einschichten.

Reste aus der Form lassen sich am nächsten Tag gut in einer Pfanne erwärmen. Gib dafür ein wenig Wasser oder Brühe hinzu, damit nichts ansetzt, und lass die Stücke langsam heiß werden. Alternativ kannst du den Auflauf in der Mikrowelle portionsweise aufwärmen, auch wenn er dort nicht ganz so knusprig bleibt.

Beilagen und passende Ergänzungen

Viele essen solche Ofengerichte gerne solo, aber mit kleinen Ergänzungen lässt sich daraus ein Menü für verschiedene Anlässe bauen. Wichtig ist, dass die Beilagen das kräftige Aromenspiel aus Tomaten, Kräutern und Gemüse ergänzen, anstatt in Konkurrenz zu treten.

Sehr gut passen zum Beispiel:

  • Ein frischer Blattsalat mit leichter Vinaigrette.
  • Geröstetes Brot, Ciabatta oder Baguette, um die Soße aufzutunken.
  • Ein Joghurt- oder Sojajoghurt-Dip mit Zitronensaft, Knoblauch und Kräutern.
  • Eingelegte Oliven oder ein kleines Antipasti-Schälchen.

Wenn du ein größeres Buffet planst, eignet sich das Gratin als warme Komponente neben kalten Salaten, Dips und Brot. Schneide die Portionen etwas kleiner und biete einen Löffel daneben an, damit sich jeder gezielt etwas auf den Teller holen kann.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Beim ersten Versuch kann dieses Gericht manchmal nicht so werden, wie man es im Kopf hatte. Die gute Nachricht ist, dass sich viele Stolperfallen leicht umgehen lassen, wenn du weißt, worauf du achten solltest.

Häufige Probleme sind zum Beispiel:

  • Zu wässrige Konsistenz, weil die Tomatensoße nicht lange genug eingekocht wurde oder Zucchini roh in großen Mengen dazugegeben wurden.
  • Ungar gekochte Kartoffeln, wenn sie zu dick geschnitten wurden und der Auflauf zu kurz im Ofen war.
  • Sehr weiche Auberginen, weil sie in zu viel Öl gebraten oder gar frittiert wurden.

Als Faustregel gilt: Lieber etwas mehr Zeit in die Vorbereitung von Soße und Gemüse investieren, dafür beim Backen entspannt bleiben. Wenn du die Soße schon sämig hast und die Gemüsescheiben halbwegs gleichmäßig sind, verzeiht das Gericht eine Menge, etwa ein paar Minuten länger im Ofen oder etwas unregelmäßige Schichten.

Varianten mit anderen Käsesorten

Mit der Wahl des Käses kannst du den Geschmack ziemlich deutlich steuern. Manche Sorten schmelzen weich und ziehen Fäden, andere werden eher knusprig und würzig.

Ein paar Ideen zur Orientierung:

  • Mozzarella für eine milde, cremige Decke, die beim Abkühlen schön weich bleibt.
  • Gouda oder Emmentaler für eine klassische Gratin-Optik mit goldbrauner Kruste.
  • Bergkäse oder Comté für ein tieferes, leicht nussiges Aroma.
  • Veganer Reibekäse auf Kokos- oder Stärke-Basis, wenn du tierische Produkte vermeiden möchtest.

Du kannst auch zwei Sorten kombinieren, etwa Mozzarella in der Mitte des Auflaufs und einen kräftigeren Käse als Abschluss. Wer gerne experimentiert, mischt ein paar Löffel Frischkäse oder Hüttenkäse in die Soße, um eine cremigere Textur zu erreichen.

Vorbereitung für einen Stand in der Fußgängerzone

Wenn du dieses Gericht bei einem Stand in der Fußgängerzone oder auf einem kleinen Markt anbieten möchtest, brauchst du eine Strategie, die zwischen Hygienevorschriften, Platz und Technik funktioniert. Das Ofengericht eignet sich gut für solche Einsätze, weil es sich in großen Formen backen, warmhalten und portionsweise ausgeben lässt.

Du kannst das Gericht zu Hause oder in einer geeigneten Küche vollständig garen, in Thermoboxen transportieren und vor Ort in Warmhaltegeräten oder einem mobilen Ofen auf Temperatur halten. Achte darauf, dass die Portionen gut mit einem Löffel oder Spatel abgeteilt werden können und eventuell in kleine Schalen oder Kartons kommen, die sich bequem unterwegs essen lassen.

Für solche Einsätze bietet es sich an, den Auflauf etwas fester zu halten: Koche die Tomatensoße stärker ein und gare die Kartoffeln leicht vor, damit die Stücke stabiler bleiben. So kannst du auch bei größerem Andrang zügig portionieren, ohne dass alles auseinanderläuft.

Häufige Fragen zum Auberginen-Kartoffel-Auflauf

Wie dünn sollten die Kartoffeln und Auberginen geschnitten werden?

Am besten schneidest du beides in etwa 3–4 Millimeter dicke Scheiben, damit alles gleichzeitig gar wird. Sind die Scheiben deutlich dicker, verlängert sich die Backzeit und die Kartoffeln bleiben schnell zu fest.

Muss ich die Auberginen unbedingt salzen?

Das Salzen hilft, überschüssige Flüssigkeit und leichte Bitternoten loszuwerden und sorgt für eine schönere Textur beim Garen. Wenn du sehr frische, junge Auberginen hast, kannst du den Schritt auch überspringen, solltest sie dann aber gut in der Pfanne anrösten.

Kann ich den Auflauf auch ohne Vorkochen der Kartoffeln machen?

Das ist möglich, dauert aber länger im Ofen und gelingt nur mit sehr dünn geschnittenen Scheiben. Rechne dann mit mindestens 15–20 Minuten zusätzlicher Backzeit und decke die Form anfangs mit Folie oder Deckel ab, damit nichts austrocknet.

Wie wird die Tomatensoße schön aromatisch?

Röste Zwiebeln und Knoblauch in etwas Öl an, lösche mit passierten Tomaten ab und lass alles ein paar Minuten köcheln. Durch Kräuter wie Thymian, Oregano oder Basilikum und eine kleine Prise Zucker wird der Geschmack runder und intensiver.

Kann ich das Gericht vorbereiten und später backen?

Du kannst den Auflauf komplett schichten, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Plane beim späteren Backen 10–15 Minuten mehr ein, weil die Form dann kalt in den Ofen kommt.

Wie bewahre ich Reste am besten auf?

Lass alles abkühlen und stelle die Form luftdicht abgedeckt bis zu drei Tage in den Kühlschrank. Zum Aufwärmen eignet sich der Ofen bei mittlerer Temperatur, damit der Käse wieder schön schmilzt und die Oberfläche leicht bräunt.

Lässt sich der Auflauf einfrieren?

Ja, sowohl fertig gebacken als auch ungebacken kannst du ihn einfrieren, wobei die Konsistenz von Kartoffeln und Auberginen etwas weicher wird. Am besten frierst du portionsweise ein und taust im Kühlschrank auf, bevor du im Ofen wieder erhitzt.

Welche Käsearten passen besonders gut?

Ein Mix aus Mozzarella für die Fäden und einem kräftigeren Käse wie Parmesan oder Bergkäse sorgt für ein schönes Aroma. Auch Feta-Streusel obenauf passen hervorragend und bringen eine salzige Note ins Spiel.

Wie bekomme ich eine richtig knusprige Oberfläche?

Bestreue die letzte Schicht großzügig mit Käse und etwas Semmelbröseln und backe gegen Ende ein paar Minuten auf hoher Temperatur oder mit Grillfunktion. Achte dabei gut auf die Form, damit der Gratinkäse nicht zu dunkel wird.

Was kann ich tun, wenn der Auflauf zu wässrig wird?

Brate Auberginen- und Kartoffelscheiben vor dem Schichten kurz an und reduziere die Tomatensoße im Topf, bis sie sämig ist. Wenn du nach dem Backen noch Flüssigkeit siehst, lass die Form ein paar Minuten ruhen, damit sich alles besser verbindet.

Fazit

Mit diesem Ofengericht holst du dir ein aromenstarkes Essen auf den Tisch, das sowohl im Alltag als auch für Gäste wunderbar funktioniert. Wenn du Gemüse gut vorbereitest, die Soße sorgfältig abschmeckst und beim Schichten ein wenig Liebe investierst, wirst du mit einem herrlich goldbraunen Auflauf belohnt. Variiere nach Lust und Laune mit Käse, Kräutern oder Extras und mach daraus dein persönliches Lieblingsrezept.

Checkliste
  • 600–800 g festkochende Kartoffeln
  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 2 Dosen stückige Tomaten (je 400 g) oder 800–900 g sehr reife Frischtomaten, grob gehackt
  • 1 große Zwiebel
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 2–3 EL Olivenöl für die Soße plus etwas mehr zum Bestreichen der Auberginen
  • 1–2 TL Zucker oder ein Spritzer Agavendicksaft (zum Ausbalancieren der Säure)
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Thymian oder Rosmarin, fein gehackt
  • Optional 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Frische Kräuter nach dem Backen, zum Beispiel Basilikum oder Petersilie
  • Optional 150–200 g geriebener Käse (z. B. Mozzarella, Bergkäse oder ein veganer Reibekäse)

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
Wir kochen unsere Rezepte mehrfach im Alltag und passen sie so an, dass sie auch nach einem langen Tag zuverlässig gelingen.

Für uns hat sich bewährt, vor dem Kochen alles bereitzulegen, damit der Ablauf ruhig bleibt.

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