Kichererbsenbällchen aus der Pfanne werden außen goldbraun und innen weich, wenn die Masse gut abgetropft, kräftig gewürzt und nicht zu feucht geformt wird.
Diese Kichererbsenbällchen sind eine schnelle Alternative zu Falafel, brauchen aber keine Fritteuse. Sie werden in der Pfanne gebraten, bekommen dadurch eine schöne Kruste und bleiben innen saftig. Wichtig ist, dass du Kichererbsen aus der Dose oder dem Glas gut abtropfen lässt und die Masse nicht zu stark pürierst. Sie soll formbar sein, aber nicht wie Brei wirken.
Besonders gut schmecken die Bällchen mit Kreuzkümmel, Paprikapulver, Knoblauch, Petersilie, etwas Zitronensaft und Chili. Dazu passen Joghurt-Dip, Kräuterquark, Tahini-Sauce, Salat, Fladenbrot, Reis oder Ofengemüse.
Zutaten für etwa 16 bis 18 Bällchen
2 Dosen Kichererbsen, je etwa 240 g Abtropfgewicht
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll Petersilie
1 Esslöffel Zitronensaft
1 Teelöffel Kreuzkümmel
1 Teelöffel Paprikapulver edelsüß
1/2 Teelöffel gemahlener Koriander
1/2 Teelöffel Chili oder Cayennepfeffer nach Geschmack
1 Teelöffel Salz
etwas Pfeffer
2 Esslöffel Mehl oder Kichererbsenmehl
2 bis 3 Esslöffel Semmelbrösel
1 Teelöffel Backpulver
3 bis 4 Esslöffel Öl zum Braten
Optional passen dazu etwas Sesam, gehackte Minze, Frühlingszwiebeln oder ein kleiner Löffel Tahini in der Masse. Wenn du es besonders würzig magst, kannst du zusätzlich etwas Harissa oder geräuchertes Paprikapulver verwenden.
Vorbereitung
Die Kichererbsen in ein Sieb geben, gründlich abspülen und sehr gut abtropfen lassen. Danach mit Küchenpapier trocken tupfen. Dieser Schritt ist wichtig, weil zu viel Flüssigkeit die Masse weich macht und die Bällchen in der Pfanne leichter auseinanderfallen.
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Petersilie grob hacken. Wenn die Zwiebelstücke sehr groß bleiben, können die Bällchen später beim Formen brechen. Deshalb lohnt es sich, hier etwas genauer zu arbeiten.
Zubereitung
- Kichererbsen, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Zitronensaft und Gewürze in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben. Alles nur grob zerkleinern. Die Masse soll zusammenhalten, aber noch etwas Struktur haben.
- Die Masse in eine Schüssel geben. Mehl, Semmelbrösel und Backpulver unterrühren. Danach 10 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit ziehen Mehl und Brösel Feuchtigkeit auf, und die Masse wird formbarer.
- Mit leicht angefeuchteten Händen kleine Bällchen oder flache Taler formen. Flache Taler sind in der Pfanne etwas einfacher, weil sie gleichmäßiger bräunen und innen schneller warm werden.
- Öl in einer beschichteten oder gut eingebrannten Pfanne erhitzen. Die Hitze sollte mittel bis mittelhoch sein. Ist die Pfanne zu heiß, werden die Bällchen außen dunkel, bevor sie innen richtig warm sind.
- Die Kichererbsenbällchen portionsweise 3 bis 4 Minuten pro Seite braten, bis sie goldbraun sind. Dabei vorsichtig wenden, am besten mit einem Pfannenwender und nicht mit einer Gabel.
- Fertige Bällchen auf Küchenpapier ablegen, damit überschüssiges Öl aufgenommen wird. Danach direkt warm servieren.
So hält die Masse besser zusammen
Wenn die Masse zu weich ist, liegt es meist an zu feuchten Kichererbsen oder zu starkem Pürieren. Dann hilft ein zusätzlicher Esslöffel Semmelbrösel oder Kichererbsenmehl. Danach kurz warten, damit die Bindung besser wird.
Wenn die Masse zu trocken ist und beim Formen bröselt, gib löffelweise etwas Zitronensaft, Wasser oder Öl dazu. Aber vorsichtig: Zu viel Flüssigkeit macht die Bällchen wieder instabil.
Ein Ei ist nicht zwingend nötig. Die Kichererbsen bringen genug Stärke und Struktur mit, wenn die Masse nicht zu nass ist. Wer möchte, kann trotzdem ein Ei verwenden; dann werden die Bällchen etwas fester und lassen sich leichter wenden.
Warum flache Bällchen in der Pfanne besser gelingen
Ganz runde Bällchen sehen schön aus, sind in der Pfanne aber schwerer gleichmäßig zu braten. Sie liegen nur an wenigen Stellen auf und müssen häufiger bewegt werden. Dadurch brechen sie leichter.
Flach gedrückte Kichererbsenbällchen oder kleine Taler haben mehr Kontakt zur Pfanne. Sie bekommen schneller eine Kruste, lassen sich leichter wenden und bleiben innen trotzdem weich. Für die Pfanne ist diese Form meistens die bessere Wahl.
Wenn du unbedingt runde Bällchen möchtest, sollten sie eher klein sein. Je größer sie sind, desto schwieriger wird es, sie innen heiß und außen gleichmäßig gebräunt zu bekommen.
Die richtige Würzung
Kichererbsen sind mild und brauchen kräftige Gewürze. Kreuzkümmel ist fast Pflicht, weil er den typischen herzhaften Geschmack bringt. Paprikapulver gibt Wärme, Knoblauch und Zwiebel sorgen für Tiefe, Zitronensaft bringt Frische.
Petersilie macht die Bällchen aromatischer. Koriandergrün passt ebenfalls, ist aber Geschmackssache. Wer es schärfer mag, nimmt Chili, Cayennepfeffer oder etwas Harissa. Für eine rauchige Note passt geräuchertes Paprikapulver.
Wichtig ist, die Masse vor dem Formen zu probieren. Da keine rohen tierischen Zutaten enthalten sind, kannst du die Würzung direkt prüfen. Sie darf ruhig etwas kräftiger schmecken, weil beim Braten und mit Beilage die Intensität etwas milder wird.
Was dazu passt
Sehr gut passt ein schneller Joghurt-Dip. Dafür Naturjoghurt mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, etwas Knoblauch und gehackter Petersilie verrühren. Wer es vegan möchte, nimmt pflanzlichen Joghurt.
Auch Tahini-Sauce passt hervorragend. Dafür Tahini mit Zitronensaft, Wasser, Salz und etwas Knoblauch cremig rühren. Erst wird die Sauce oft fest, danach wird sie mit weiterem Wasser wieder glatt.
Als Beilage passen Fladenbrot, Wraps, Couscous, Reis, Tomatensalat, Gurkensalat, Rotkraut, Ofengemüse oder ein gemischter Salat. Die Bällchen funktionieren auch gut in einer Bowl mit Hummus, Gemüse und Kräutern.
Wenn die Kichererbsenbällchen auseinanderfallen
Fallen die Bällchen beim Braten auseinander, war die Masse meist zu feucht, zu grob oder sie hatte zu wenig Ruhezeit. Dann hilft es, die restliche Masse mit etwas mehr Semmelbröseln zu binden und einige Minuten stehen zu lassen.
Auch die Pfanne kann der Grund sein. Wenn die Bällchen zu früh gewendet werden, hat sich noch keine Kruste gebildet. Erst wenn die Unterseite stabil gebräunt ist, lassen sie sich gut drehen.
Zu wenig Öl kann ebenfalls stören. Die Bällchen müssen nicht darin schwimmen, brauchen aber genug Fettkontakt, damit sich eine Kruste bildet. Eine trockene Pfanne lässt die Oberfläche eher ankleben.
Vorbereitung und Aufbewahrung
Die Masse kann einige Stunden vorher vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Formen noch einmal prüfen, ob sie zu feucht oder zu fest geworden ist. Bei Bedarf mit Bröseln oder etwas Flüssigkeit anpassen.
Gebratene Kichererbsenbällchen halten im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Tage. Zum Aufwärmen eignen sich Pfanne, Backofen oder Heißluftfritteuse besser als die Mikrowelle, weil die Kruste sonst weich wird.
Einfrieren ist möglich. Am besten frierst du die fertig gebratenen und abgekühlten Bällchen portionsweise ein. Danach im Ofen oder in der Pfanne aufwärmen, bis sie wieder heiß sind.
Häufige Fragen
Kann man Kichererbsen aus der Dose verwenden?
Ja, Kichererbsen aus der Dose oder aus dem Glas eignen sich sehr gut. Sie müssen nur gründlich abtropfen und möglichst trocken sein, damit die Masse nicht zu weich wird.
Muss man die Kichererbsenbällchen frittieren?
Nein. Für dieses Rezept werden sie in der Pfanne gebraten. Sie werden dadurch nicht ganz so rundum knusprig wie frittierte Falafel, sind aber einfacher und brauchen deutlich weniger Öl.
Sind die Kichererbsenbällchen vegan?
Ja, das Grundrezept ist vegan, wenn du Mehl oder Kichererbsenmehl zur Bindung verwendest und keinen Joghurt-Dip mit Milchprodukten servierst.
Kann man die Bällchen ohne Mixer machen?
Ja, das geht mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel. Die Masse wird dann etwas gröber. Wichtig ist, dass sie gut zusammengedrückt werden kann und nicht aus ganzen Kichererbsen besteht.
Warum werden die Bällchen innen zu weich?
Meist ist die Masse zu feucht oder zu fein püriert. Gut abgetropfte Kichererbsen, Semmelbrösel und eine kurze Ruhezeit helfen, damit die Bällchen stabiler werden.
Kann man die Kichererbsenbällchen im Backofen machen?
Ja, aber sie werden dort etwas trockener. Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze etwa 20 bis 25 Minuten backen und zwischendurch wenden. Vorher mit etwas Öl bestreichen.
Welche Sauce passt am besten dazu?
Joghurt-Kräuter-Dip, Tahini-Sauce, Knoblauchdip, Hummus oder eine scharfe Tomatensauce passen sehr gut. Frische Säure durch Zitrone oder Limette macht die Bällchen noch besser.
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