Diese würzige Reispfanne mit knusprigem Räuchertofu, knackigem Brokkoli und einer herzhaften Sojasauce steht in etwa 30 Minuten auf dem Tisch. Sie eignet sich prima für ein schnelles Mittag- oder Abendessen, lässt sich gut vorbereiten und schmeckt auch am nächsten Tag noch aromatisch.
Zutaten für 3 bis 4 Portionen
- 250 g Basmatireis oder Langkornreis
- 200 g Räuchertofu
- 1 großer Brokkoli
- 1 rote Paprika
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer, etwa 2 cm
- 3 EL neutrales Öl
- 4 EL Sojasauce
- 1 EL Reisessig oder Limettensaft
- 1 TL Ahornsirup oder Zucker
- 1 TL geröstetes Sesamöl
- 1 TL mildes Currypulver
- 1/2 TL Chiliflocken, optional
- 1 EL Sesam zum Bestreuen
- Salz für das Kochwasser
Reis und Gemüse vorbereiten
Spüle den Reis in einem Sieb so lange mit kaltem Wasser ab, bis das Wasser beinahe klar bleibt. Dadurch wird überschüssige Stärke entfernt und die Körner kleben später weniger zusammen. Koche den Reis nach Packungsangabe in leicht gesalzenem Wasser. Sobald er gar ist, lass ihn noch fünf Minuten zugedeckt ruhen, lockere ihn anschließend mit einer Gabel auf und stelle ihn beiseite.
Während der Reis kocht, teilst du den Brokkoli in kleine Röschen. Schneide die Paprika in schmale Streifen und würfle die Zwiebel. Knoblauch und Ingwer werden fein gehackt oder gerieben. Je kleiner die Stücke sind, desto gleichmäßiger verteilen sich ihre Aromen in der Pfanne.
Schneide den Räuchertofu in etwa zwei Zentimeter große Würfel und tupfe ihn bei Bedarf mit Küchenpapier trocken. So kann er in der Pfanne besser bräunen, statt im eigenen Wasser zu dämpfen.
Tofu knusprig braten
Erhitze einen Esslöffel Öl in einer großen, beschichteten Pfanne oder einem Wok. Brate die Tofuwürfel bei mittlerer bis hoher Hitze etwa fünf bis sieben Minuten rundherum an. Wende sie erst, wenn die Unterseite leicht gebräunt ist. Nimm den Tofu anschließend aus der Pfanne und stelle ihn kurz zur Seite.
Räuchertofu bringt bereits eine würzige Note mit. Deshalb brauchst du ihn nicht zusätzlich stark zu salzen. Durch das separate Anbraten bleibt die Oberfläche schön bissfest und wird später in der Sauce nicht weichgekocht.
Gemüse aromatisch garen
Gib das restliche Öl in die Pfanne und brate zuerst die Zwiebel etwa zwei Minuten an. Füge Knoblauch, Ingwer, Currypulver und bei Bedarf Chiliflocken hinzu. Rühre alles ungefähr 30 Sekunden um, damit die Gewürze ihr Aroma entfalten, ohne dass der Knoblauch dunkel wird.
Jetzt kommen Brokkoli und Paprika dazu. Brate das Gemüse bei mittlerer Hitze fünf bis sechs Minuten. Der Brokkoli soll kräftig grün bleiben und beim Hineinbeißen noch etwas Widerstand haben. Falls die Röschen sehr groß sind, gib zwei Esslöffel Wasser in die Pfanne und decke sie für zwei Minuten ab. Der kurze Dampfgar-Schritt macht das Gemüse schneller weich, ohne es matschig werden zu lassen.
Reis, Tofu und Sauce verbinden
Verrühre Sojasauce, Reisessig, Ahornsirup und Sesamöl in einer kleinen Schüssel. Gib den gekochten Reis und den gebratenen Tofu zum Gemüse. Gieße die Sauce darüber und hebe alles vorsichtig unter.
Brate die Mischung weitere drei bis vier Minuten. Dabei darf der Reis an einigen Stellen leicht anrösten. Rühre nicht ununterbrochen, sondern lasse die Pfanne zwischendurch kurz stehen. So entstehen aromatische, goldbraune Stellen, ohne dass die Reiskörner zerfallen.
Probiere die Pfanne zum Schluss. Je nach verwendeter Sojasauce kann noch ein kleiner Schuss Sojasauce oder ein Spritzer Limettensaft fehlen. Salz ist meist nicht nötig, weil Sojasauce und Räuchertofu bereits Würze mitbringen. Bestreue das Gericht mit Sesam und serviere es heiß.
Abwandlungen für jeden Geschmack
Für eine besonders schnelle Version kannst du vorgekochten Reis vom Vortag verwenden. Er sollte vollständig abgekühlt sein und möglichst locker im Kühlschrank gelagert werden. Tiefgekühlter Brokkoli funktioniert ebenfalls; gib ihn direkt gefroren in die Pfanne und verlängere die Garzeit um wenige Minuten.
Wenn du es milder magst, lässt du die Chiliflocken weg und ergänzt kurz vor dem Servieren etwas Limettensaft. Für mehr Schärfe passen frische rote Chili, Sriracha oder ein Teelöffel Sambal Oelek. Mit einer Handvoll Cashewkernen wird die Reispfanne zusätzlich knackig. Röste die Nüsse separat ohne Öl und streue sie erst am Ende darüber.
Du möchtest mehr Gemüse unterbringen? Zuckerschoten, Möhren, Champignons oder fein geschnittener Weißkohl lassen sich gut ergänzen. Feste Gemüse wie Möhren kommen zuerst in die Pfanne, empfindliche Zutaten wie Zuckerschoten erst in den letzten Minuten.
Aufbewahren und wieder aufwärmen
Lass übrig gebliebene Reispfanne nicht lange bei Raumtemperatur stehen. Fülle sie nach dem Abkühlen in einen gut verschlossenen Behälter und bewahre sie im Kühlschrank auf. Gekochter Reis sollte zügig gekühlt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden.
Zum Aufwärmen eignet sich eine Pfanne am besten. Gib einen kleinen Schuss Wasser dazu, decke die Pfanne kurz ab und erhitze das Gericht vollständig. Danach kannst du den Deckel abnehmen und den Reis noch ein bis zwei Minuten anbraten. So wird er wieder lockerer und bekommt etwas Röstaroma.
Häufige Fragen zur Reispfanne mit Räuchertofu
Kann ich den Räuchertofu durch Naturtofu ersetzen?
Ja, Naturtofu eignet sich ebenfalls, schmeckt aber milder und braucht eine kräftigere Würzung. Tupfe ihn besonders gut trocken und brate ihn rundherum an, damit er eine feste, goldbraune Oberfläche bekommt.
Welcher Reis gelingt für die Reispfanne besonders gut?
Basmatireis und Langkornreis bleiben nach dem Kochen vergleichsweise locker und passen deshalb gut zu diesem Gericht. Für eine besonders körnige Konsistenz kannst du abgekühlten Reis vom Vortag verwenden, solange er zügig gekühlt und durchgehend im Kühlschrank aufbewahrt wurde.
Warum wird meine Reispfanne matschig?
Häufig enthält der Reis noch zu viel Wasser oder das Gemüse gibt beim Braten viel Flüssigkeit ab. Koche den Reis nur bis zum Garpunkt, lasse ihn ausdampfen und brate Gemüse sowie Reis in einer ausreichend großen, heißen Pfanne an.
Kann ich die Reispfanne ohne Sojasauce zubereiten?
Als Ersatz eignet sich beispielsweise eine glutenfreie Tamari-Sauce, wenn du Sojasauce vermeiden möchtest. Für eine sojafreie Variante kannst du eine passende Würzsauce auf Kokosbasis verwenden, solltest die Menge aber vorsichtig dosieren, da Geschmack und Salzgehalt abweichen können.
Wie kann ich die Reispfanne proteinreicher machen?
Zusätzlich zum Räuchertofu passen geröstete Edamame oder gut abgetropfte Kichererbsen in die Pfanne. Gib sie erst gegen Ende dazu, damit sie erwärmt werden und ihre Struktur behalten, statt im Gemüse weich zu kochen.
Kann ich alle Zutaten schon am Vortag vorbereiten?
Du kannst Gemüse schneiden, die Sauce anrühren und den Tofu würfeln, sodass das eigentliche Kochen schneller geht. Gekochten Reis solltest du nach dem Abkühlen zügig in einem verschlossenen Behälter kühlen und nur gut durchgekühlt weiterverwenden.
Wie wärme ich eine Portion sicher und lecker auf?
Erhitze die Reispfanne in einer Pfanne mit einem kleinen Schuss Wasser und lasse sie vollständig heiß werden. Durch kurzes Nachbraten ohne Deckel verdampft überschüssige Feuchtigkeit, und der Reis bekommt wieder eine angenehm lockere Konsistenz.
Wir kochen unsere Rezepte mehrfach im Alltag und passen sie so an, dass sie auch nach einem langen Tag zuverlässig gelingen.
Beim Kochen dieses Gerichts haben wir gemerkt, dass kleine Unterschiede bei der Garzeit einen großen Effekt haben.