Kartoffel-Wirsing-Eintopf mit Mettenden: deftiges Essen für kalte Abende
Dieser Kartoffel-Wirsing-Eintopf bekommt durch Mettenden eine kräftige Rauchnote und steht in etwa 50 Minuten auf dem Tisch. Kartoffeln sorgen für Bindung, während der Wirsing noch etwas Biss behalten darf. Das Rezept reicht für vier …
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Dieser Kartoffel-Wirsing-Eintopf bekommt durch Mettenden eine kräftige Rauchnote und steht in etwa 50 Minuten auf dem Tisch. Kartoffeln sorgen für Bindung, während der Wirsing noch etwas Biss behalten darf. Das Rezept reicht für vier Personen und lässt sich gut vorbereiten.
Zutaten für 4 Portionen
- 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 600 g Wirsing
- 4 Mettenden
- 1 große Zwiebel
- 1 Möhre
- 1 EL Rapsöl
- 900 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 Lorbeerblatt
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 Prise Muskatnuss
- schwarzer Pfeffer
- Salz, falls nötig
Vorbereitungszeit: etwa 15 Minuten
Garzeit: etwa 35 Minuten
Gesamtzeit: etwa 50 Minuten
Der Eintopf kommt in dieser Reihenfolge in den Topf
Die Kartoffeln schälen und in ungefähr 2 cm große Würfel schneiden. Den Wirsing vierteln, den harten Strunk entfernen und die Blätter in mundgerechte Streifen schneiden. Zwiebel und Möhre schälen. Die Zwiebel würfeln und die Möhre in dünne Scheiben schneiden.
Das Rapsöl in einem großen Topf erhitzen. Die Mettenden rundherum etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Anschließend aus dem Topf nehmen und beiseitelegen. Auf diese Weise bleibt ein Teil des würzigen Bratfetts als Geschmacksbasis im Topf.
Die Zwiebel im selben Topf 2 bis 3 Minuten glasig dünsten. Möhre und Kartoffeln dazugeben und weitere 2 Minuten unter gelegentlichem Rühren anschwitzen.
Den Wirsing portionsweise hinzufügen. Jede Portion kurz zusammenfallen lassen, bevor die nächste folgt. Brühe, Majoran und Lorbeerblatt einrühren.
Die Mettenden zurück in den Topf legen. Alles aufkochen und anschließend zugedeckt bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen. Der Eintopf soll nur leicht blubbern, damit die Würste nicht aufplatzen.
Prüfen, ob sich die Kartoffelwürfel mit einer Gabel leicht einstechen lassen. Die Mettenden herausnehmen, in dicke Scheiben schneiden und wieder in den Topf geben. Bei nicht vorgegarten Mettenden zusätzlich darauf achten, dass sie vollständig durcherhitzt sind; im Zweifel gelten die Zubereitungshinweise auf der Packung.
Das Lorbeerblatt entfernen. Senf und Muskatnuss einrühren und den Eintopf mit schwarzem Pfeffer abschmecken. Salz erst ganz am Ende hinzufügen, denn Mettenden und Brühe bringen bereits reichlich Würze mit.
Sämig oder lieber suppig?
Für einen rustikalen, leicht gebundenen Eintopf einige weiche Kartoffelwürfel mit einer Gabel am Topfrand zerdrücken und anschließend unterrühren. Das bindet die Flüssigkeit ohne Mehl oder Sahne. Ist die Konsistenz zu dick, genügt ein kleiner Schuss heißes Wasser oder Brühe.
Soll der Wirsing deutlich bissfester bleiben, gibst du ihn erst etwa 10 Minuten nach den Kartoffeln in den Topf. Weicher und kräftiger im Geschmack wird er, wenn er von Anfang an mitgart. Die Kartoffelwürfel sollten möglichst gleich groß sein, damit nicht ein Teil zerfällt, während andere Stücke noch fest sind.
Was gut dazu passt
Der Kartoffel-Wirsing-Eintopf ist bereits eine vollständige Mahlzeit. Wer besonders hungrig am Tisch sitzt, reicht dazu kräftiges Bauernbrot oder Roggenbrot. Ein Klecks mittelscharfer Senf auf dem Teller verstärkt die Würze der Mettenden, ohne den Kohlgeschmack zu überdecken.
Für eine etwas mildere Portion kannst du einen kleinen Löffel Schmand direkt auf den angerichteten Eintopf setzen. Er sollte nicht im ganzen Topf mitkochen, wenn Reste später erneut erwärmt werden sollen.
Varianten ohne Stolperfallen
Mehr Gemüse: Eine zusätzliche Möhre oder etwa 150 g Knollensellerie passen geschmacklich gut. Bei größeren Gemüsemengen werden rund 100 bis 150 ml mehr Brühe benötigt.
Kräftigere Rauchnote: Die Mettenden nach dem Anbraten in Scheiben schneiden und erst während der letzten 10 Minuten wieder hinzufügen. So bleiben die Stücke fester und verteilen ihren Geschmack dennoch im Eintopf.
Milder für Kinder: Majoran beibehalten, den Senf aber zunächst weglassen und erst am Tisch anbieten. Die Mettenden können wegen ihrer kräftigen Würzung sparsam auf die Portionen verteilt werden.
Mit Resten vom Wirsing: Bereits blanchierter Wirsing braucht nur etwa 8 bis 10 Minuten im Eintopf. Er kommt deshalb erst dazu, wenn die Kartoffeln fast weich sind.
Vorbereiten, aufbewahren und erneut erwärmen
Der Eintopf kann einen Tag vorher gekocht werden. Nach dem Garen sollte er zügig abkühlen und anschließend abgedeckt in den Kühlschrank kommen. Dort hält er sich in der Regel bis zu zwei Tage. Zum Aufwärmen nur die benötigte Menge entnehmen und unter gelegentlichem Rühren vollständig durcherhitzen.
Beim Stehen ziehen die Kartoffeln Flüssigkeit an. Gib deshalb beim Erwärmen schluckweise Wasser oder Brühe hinzu, bis der Eintopf wieder angenehm cremig ist. Einfrieren ist möglich, allerdings können Kartoffeln nach dem Auftauen etwas körnig oder weich wirken. Geschmacklich bleibt das Gericht meist kräftig – nur die Konsistenz wird rustikaler.
Wenn etwas schiefgeht
Was kannst du ersetzen?
Zwiebel
Lauch oder Frühlingszwiebeln für eine mildere Richtung.
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