Bohneneintopf mit Kartoffeln und einer Prise Muskat – Seelewärmer aus einem Topf

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 24. Mai 2026 16:17

Ein Bohneneintopf mit Kartoffeln und Muskat ist simples Wohlfühlessen, das satt macht, wärmt und sich gut vorbereiten lässt. Der Eintopf wird cremig, aromatisch und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser, weil sich die Aromen verbinden.

Mit ein paar Grundzutaten, etwas Zeit zum Schmoren und der richtigen Reihenfolge bei den Schritten gelingt dir ein Eintopf, der nach viel mehr schmeckt, als an Arbeit drinsteckt.

Was diesen Bohneneintopf so besonders macht

Der Geschmack lebt von drei Säulen: dem kräftigen Gemüse-Fond, der Stärke der Kartoffeln und der feinen Würze durch Muskat. Zusammen entsteht ein sämiger Eintopf, in dem die Bohnen weich, aber nicht matschig werden.

Wenn du die Hitze mild hältst und zwischendurch umrührst, bekommen die Kartoffeln eine weiche, leicht cremige Konsistenz und binden den Eintopf, ohne dass du Mehl oder andere Bindemittel brauchst. Die Muskatnuss setzt zum Schluss einen warmen, leicht nussigen Akzent, der sich ideal mit Bohnen und Kartoffeln verträgt.

Die perfekten Zutaten für einen aromatischen Bohneneintopf

Je besser die Zutaten, desto runder der Geschmack. Du kannst sehr frei variieren, es lohnt sich aber, ein stabiles Grundgerüst zu haben.

Für einen großen Topf (etwa 4 Portionen) hat sich folgende Basis bewährt:

  • 300–400 g Bohnen (weiße Bohnen, Wachtelbohnen oder Kidneybohnen, getrocknet oder aus der Dose)
  • 500–600 g Kartoffeln, möglichst festkochend oder vorwiegend festkochend
  • 1–2 Zwiebeln
  • 1–2 Möhren
  • 1 Stück Sellerie (oder ein Stück Knollensellerie)
  • 1 rote Paprika (optional, bringt Süße und Farbe)
  • 2–3 EL Öl oder Butterschmalz
  • 1–1,2 l Gemüsebrühe (je nach gewünschter Konsistenz)
  • 1–2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 Messerspitze bis 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: etwas Räuchertofu, Speckwürfel oder Mettwurstscheiben für eine rauchige Note

Die Mengen kannst du nach Hunger und Topfgröße anpassen. Wenn du für mehrere Tage vorkochst oder Gäste erwartest, lohnt es sich, direkt die doppelte Menge zu machen. Der Eintopf hält im Kühlschrank gut zwei bis drei Tage.

Getrocknete oder vorgegarte Bohnen – was passt besser?

Ob du getrocknete Bohnen oder die Variante aus Glas oder Dose verwendest, beeinflusst sowohl Zeitaufwand als auch Konsistenz. Beides führt zu einem leckeren Ergebnis, der Weg dahin unterscheidet sich etwas.

Getrocknete Bohnen brauchen Einweich- und Kochzeit, schmecken dafür häufig intensiver und behalten eine schönere Struktur. Vorgegarte Bohnen sind unschlagbar praktisch, wenn es schneller gehen soll und du spontan Eintopf kochen möchtest.

Getrocknete Bohnen richtig vorbereiten

Wenn du getrocknete Bohnen nutzt, hängt viel davon ab, wie du sie einweichst. Eine gründliche Vorbereitung verhindert, dass sie später im Eintopf zu hart bleiben.

Anleitung
1Bohnen in ein Sieb geben und gründlich unter fließendem Wasser abspülen.
2In eine ausreichend große Schüssel füllen und mit reichlich Wasser bedecken (mindestens die doppelte Menge Wasser).
38–12 Stunden, am besten über Nacht, quellen lassen.
4Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen, die Bohnen erneut abspülen.
5Mit frischem Wasser in einem Topf aufkochen und je nach Sorte 45–60 Minuten bei kleiner Hitze vorkochen, bis sie fast gar sind.

So gehst du vor, wenn du getrocknete Bohnen verwenden willst:

  1. Bohnen in ein Sieb geben und gründlich unter fließendem Wasser abspülen.
  2. In eine ausreichend große Schüssel füllen und mit reichlich Wasser bedecken (mindestens die doppelte Menge Wasser).
  3. 8–12 Stunden, am besten über Nacht, quellen lassen.
  4. Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen, die Bohnen erneut abspülen.
  5. Mit frischem Wasser in einem Topf aufkochen und je nach Sorte 45–60 Minuten bei kleiner Hitze vorkochen, bis sie fast gar sind.

Wenn die Bohnen nach dem Vorkochen noch sehr fest sind, gib ihnen etwas mehr Zeit, bevor du sie zum Eintopf gibst. Bohnen, die im Eintopf zu hart bleiben, werden selten später noch angenehm weich.

Bohneneintopf mit Bohnen aus der Dose kochen

Bohnen aus Glas oder Dose machen den Eintopf alltagstauglich, selbst wenn du erst eine Stunde vor dem Essen mit dem Kochen beginnst. Sie sind bereits gegart und müssen nur noch erhitzt werden.

Wichtig ist, die Bohnen kurz abzuspülen, damit überschüssige Stärke und Salz aus der Flüssigkeit weg sind. Dann kannst du sie gegen Ende der Kochzeit in den Eintopf geben, damit sie nicht zerfallen.

Die richtige Kartoffelsorte wählen

Die Kartoffelsorte entscheidet mit darüber, ob dein Eintopf eher suppig oder schön sämig wird. Grundsätzlich eignen sich festkochende und vorwiegend festkochende Sorten besonders gut.

Festkochende Kartoffeln bleiben in Würfeln formstabil und zerfallen weniger. Vorwiegend festkochende beginnen bei längerer Kochzeit ganz leicht zu zerfallen und binden die Flüssigkeit dezent. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen sehr stark und können den Eintopf zu breiig machen, wenn du nicht aufpasst.

Gemüse schneiden: So wird der Eintopf gleichmäßig gar

Für einen harmonischen Löffel voll Eintopf sollten Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Paprika in ähnlicher Größe geschnitten sein. So haben alle Stücke eine vergleichbare Garzeit.

Ein guter Richtwert sind etwa 1,5–2 cm große Würfel bei Kartoffeln und Wurzelgemüse. Paprika kannst du in etwas größere Stücke schneiden, da sie schneller weich wird. Zu kleine Würfel zerkochen schnell und machen den Eintopf zu dick.

Muskat vorsichtig dosieren

Muskat hat eine sehr eigene, intensive Würze. Das Gewürz rundet den Geschmack ab, kann ihn aber auch schnell dominieren, wenn du es übertrieben dosierst.

Am besten reibst du die Muskatnuss frisch, direkt in den Topf, wenn die Kartoffeln gar sind und der Eintopf schon nach Eintopf duftet. Starte mit einer Messerspitze und koste dann. Wenn das Aroma noch zu dezent ist, kannst du in kleinen Schritten erhöhen, bis es dir gefällt.

Schritt für Schritt zum sämigen Bohneneintopf

Der Weg zum gelungenen Eintopf folgt einer klaren Reihenfolge: zuerst Röst-Aromen, dann schonendes Schmoren, am Ende fein abstimmen. Wenn du diese Reihenfolge einhältst, bekommst du viel Tiefe in den Geschmack, ganz ohne komplizierte Technik.

Eine bewährte Abfolge sieht so aus:

  1. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Paprika vorbereiten und würfeln.
  2. Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden.
  3. Öl oder Fett in einem großen Topf erhitzen und Zwiebeln bei mittlerer Hitze glasig anbraten.
  4. Möhren, Sellerie und Paprika zufügen, einige Minuten mitrösten, bis sich Röstaromen bilden.
  5. Optional Speckwürfel oder Räuchertofu mit anbraten, bis sie leicht Farbe bekommen.
  6. Mit Paprikapulver würzen, kurz mitrühren, damit es nicht anbrennt.
  7. Kartoffeln zugeben, mit Brühe aufgießen, Lorbeer zufügen und alles aufkochen.
  8. Hitze reduzieren und etwa 15–20 Minuten sanft köcheln lassen.
  9. Vorgegarte oder aus der Dose gespülte Bohnen zufügen und weitere 10–15 Minuten mitziehen lassen.
  10. Zum Schluss Muskat, Salz und Pfeffer einrühren, abschmecken und bei Bedarf noch etwas Brühe oder Wasser ergänzen.

Wenn der Eintopf zu dick wirkt, kannst du jederzeit etwas Flüssigkeit nachgießen. Ist er dir zu dünn, lass ihn ein paar Minuten ohne Deckel leise einkochen oder zerdrücke ein paar Kartoffelstücke mit der Gabel direkt im Topf.

Sämigkeit steuern: So wird der Eintopf weder Suppe noch Püree

Die ideale Konsistenz liegt irgendwo zwischen Suppe und Püree, sodass der Löffel satt gefüllt ist, aber die Zutaten noch gut zu erkennen sind. Die Stärke der Kartoffeln ist dabei deine beste Verbündete.

Wenn du merkst, dass der Eintopf sehr flüssig bleibt, kann ein Teil der Kartoffeln etwas länger köcheln. Ein paar zerdrückte Würfel im Topf wirken wie ein natürlicher Binder. Wenn die Masse sehr dick und pastig wird, hilft ein kleiner Schuss heißes Wasser oder Brühe, um wieder mehr Fließfähigkeit zu bekommen.

Würzen in Schichten: So wird der Geschmack rund

Beim Würzen lohnt es sich, in Etappen vorzugehen, statt am Ende große Mengen auf einmal dazuzugeben. So kannst du besser steuern, wie intensiv einzelne Aromen später wahrnehmbar sind.

Salz und Pfeffer gibst du zunächst sparsam in den Topf, wenn das Gemüse anschwitzt. Ein weiterer Teil kommt kurz vor Ende der Garzeit dazu, wenn alle Zutaten schon durchgezogen sind. Muskat, Paprika und eventuell etwas Kreuzkümmel oder Majoran setzt du zum Schluss ein, um Feinheiten abzurunden.

Fleischlos, mit Speck oder mit Wurst – Varianten für jeden Geschmack

Der Grundaufbau des Eintopfs ist vegetarisch und funktioniert ohne Probleme ganz ohne Fleisch. Du kannst jedoch mit wenig Aufwand verschiedene Varianten zubereiten, die von mild bis deftig reichen.

Räuchertofu, in kleinen Würfeln angebraten, bringt eine rauchige Note, die an Speck erinnert. Wer tierische Produkte nutzt, kann Speckwürfel, grobe Mettwurst oder geräucherte Bratwurst in Scheiben mitschmoren lassen. Diese Einlagen kommen optimalerweise nach dem Anrösten des Gemüses in den Topf, damit sie ihr Aroma an die Basis abgeben.

Vegetarische und vegane Versionen mit vollem Aroma

Für eine vegetarische oder vegane Version brauchst du außer einer guten Gemüsebrühe nicht viel. Geschmackstiefe bekommst du über Röst-Aromen, Kräuter und ein kleines bisschen Umami.

Sehr hilfreich sind zum Beispiel ein Schuss Sojasauce, etwas Tomatenmark beim Anrösten oder ein Löffel Hefeflocken zum Abrunden am Ende. Auch Rauchsalz oder Rauchpaprika kann eine feine Speck-Assoziation zaubern, ohne Fleisch im Topf zu haben.

Frische Kräuter und Toppings

Frische Kräuter heben einen eher erdigen Eintopf deutlich an. Besonders Petersilie, Schnittlauch oder Majoran passen hervorragend zu Bohnen und Kartoffeln.

Du kannst zum Servieren noch ein paar Extras auf den Tisch stellen, damit sich jede Person die Schale nach Belieben verfeinern kann, zum Beispiel:

  • gehackte Petersilie oder Schnittlauch
  • ein Klecks saure Sahne oder pflanzliche Creme
  • ein paar Tropfen gutes Olivenöl
  • geriebener Hartkäse oder pflanzliche Käsealternative
  • Chiliflocken für alle, die es etwas schärfer mögen

Eintopf für die Woche planen und aufwärmen

Bohneneintopf eignet sich perfekt zum Vorbereiten für mehrere Tage, fürs Büro oder als schnelles Abendessen, wenn du mal keine Lust zum Kochen hast. Die Aromen entwickeln sich mit der Zeit weiter, was den Geschmack harmonischer wirken lässt.

Im Kühlschrank hält sich der fertige Eintopf in einem gut verschlossenen Behälter meist zwei bis drei Tage. Beim Aufwärmen kannst du mit einem Schuss Wasser oder Brühe die Konsistenz wieder anpassen, da das Gericht beim Lagern oft etwas andickt.

Einfrieren – was du beachten solltest

Eintöpfe mit Bohnen und Kartoffeln lassen sich grundsätzlich einfrieren, allerdings verändert sich die Konsistenz der Kartoffeln leicht. Manche Sorten werden nach dem Auftauen etwas mehlig oder bröselig.

Wenn du weißt, dass du einen Teil einfrierst, kannst du die Kartoffeln beim ersten Kochen ein bisschen bissfester lassen. Beim Aufwärmen kochst du sie dann einfach kurz mit, bis sie wieder angenehm weich sind, ohne auseinanderzufallen.

Typische Fehler beim Bohneneintopf und wie du sie vermeidest

Viele kleine Details können dafür sorgen, dass der Eintopf nicht so wird, wie du dir das vorstellst. Die häufigsten Stolperfallen lassen sich mit ein paar Handgriffen gut umgehen.

Ein verbreitetes Problem ist, dass die Bohnen trotz langer Kochzeit zu hart bleiben. Das liegt oft daran, dass das Einweichwasser nicht gewechselt wurde oder zu früh stark gesalzen wurde. Salz und Säure können den Garprozess verzögern, deshalb besser erst würzen, wenn die Bohnen schon fast gar sind.

Ein zweiter Klassiker: Der Eintopf brennt am Topfboden an. Das passiert häufig, wenn zu stark aufgekocht wird und zu selten gerührt wird. Besser ist eine sanfte Hitze, bei der du alle paar Minuten kurz umrührst, vor allem gegen Ende, wenn der Eintopf dicklicher wird.

Alltagssituation: Familienessen unter der Woche

Stell dir einen Wochentag vor, an dem alle spät nach Hause kommen und trotzdem niemand Lust auf belegte Brote hat. Genau für so eine Situation eignet sich ein gut vorbereiteter Eintopf.

Du kannst am Vorabend schon Gemüse schneiden, Kartoffeln wässern und gegebenenfalls Bohnen vorkochen. Am nächsten Tag brätst du nur schnell an, gießt Brühe an und lässt alles köcheln, während du den Tisch deckst. Wer später heimkommt, schöpft sich einfach den Topf wieder auf, wärmt kurz auf und hat eine vollwertige Mahlzeit.

Besuch angekündigt: Eintopf als entspanntes Gäste-Essen

Wenn sich mehrere Gäste ankündigen, nimmt ein großer Topf Eintopf viel Stress aus der Vorbereitung. Du kannst alles ein bis zwei Stunden vorher kochen und den Topf bei niedriger Temperatur warmhalten.

Brot, ein schneller Salat und ein Teller mit Kräutern und Toppings daneben – schon steht ein kleines Buffet, bei dem jeder sich nach Lust und Laune bedienen kann. Für unterschiedliche Ernährungsweisen bereitest du optional eine Schale mit Wurstscheiben oder Speckwürfeln extra, die sich jede Person selbst dazugeben kann.

Resteverwertung mit System

Eintopf ist ein Traum für alle, die ungern Lebensmittel wegwerfen. Viele Gemüsereste aus dem Kühlschrank lassen sich problemlos integrieren, solange sie einigermaßen zusammenpassen und ähnliche Garzeiten haben.

Gut eignen sich zum Beispiel Lauch, Pastinaken, Kohlrabi oder ein Stück Wirsing. Weiche Gemüse wie Zucchini oder Spinat gibst du lieber erst gegen Ende dazu, damit sie noch Struktur behalten. Wenn du häufiger so kochst, kannst du dir angewöhnen, übrig gebliebenes Gemüse in einem Behälter im Kühlschrank für den nächsten Eintopf zu sammeln.

Brot, Beilagen und kleine Extras

Ein satter Eintopf braucht nicht viel Unterstützung, doch ein leckeres Brot daneben macht das Essen oft erst so richtig gemütlich. Rustikales Bauernbrot, Baguette oder ein dunkles Körnerbrot passen hervorragend.

Wenn du gerne etwas Frisches dazu hast, kannst du einen einfachen grünen Salat mit einem säuerlichen Dressing servieren. Die Säure bildet einen spannenden Gegensatz zu den erdigen Aromen von Bohnen und Kartoffeln.

Tempo anpassen: Schnellversion und Schmorrunde

Die Kochzeit kannst du gut an deinen Alltag anpassen. Unter der Woche ist eine schnellere Version mit Bohnen aus der Dose und kürzerer Schmorzeit sehr hilfreich.

Wenn du mehr Zeit hast, kannst du das Gemüse länger anrösten, die Bohnen aus getrockneter Form vorkochen und den Topf insgesamt etwas länger ziehen lassen. Je mehr Geduld du dir gönnst, desto tiefer und runder wirkt das Aroma am Ende.

Mit und ohne Herd: Eintopf im Topf oder im Schmortopf aus dem Ofen

Normalerweise landet der Eintopf ganz klassisch im großen Topf auf dem Herd. Wenn du aber einen schweren Schmortopf hast, kannst du ihn nach dem Anrösten auch im Backofen fertig ziehen lassen.

Dazu bereitest du alles wie gewohnt zu, deckst den Topf ab und stellst ihn bei moderater Temperatur in den Ofen. Dort gart das Gericht sanft weiter, ohne dass du ständig rühren musst. Zwischendurch kannst du einmal nachsehen, ob genug Flüssigkeit im Topf ist und bei Bedarf etwas nachgießen.

Würzideen aus anderen Küchen

Mit kleinen Anpassungen kannst du den Geschmack deutlich verändern, ohne jedes Mal ein komplett anderes Rezept zu brauchen. Bohnen und Kartoffeln sind sehr anpassungsfähig und tragen viele Gewürzrichtungen gut.

Für eine leicht mediterrane Richtung bieten sich Rosmarin, Thymian und ein Schuss Tomatenpassata an. In eine etwas würzigere Variante passen Kreuzkümmel, Koriandersamen und ein Hauch Chili. Wer es besonders rustikal mag, kann zum Schluss einen Schluck helles Bier einrühren und ein paar Minuten mitköcheln lassen.

Fein abschmecken wie ein Profi

Am Ende entscheidet der Feinschliff darüber, ob der Eintopf einfach nur okay ist oder sich nach einem Lieblingsgericht anfühlt. Deshalb lohnt sich ein paar Minuten Zeit zum Abschmecken.

Dabei helfen dir drei Fragen: Ist genug Salz drin, damit Bohnen und Kartoffeln richtig zur Geltung kommen? Braucht der Eintopf etwas Säure, etwa durch einen Spritzer Zitronensaft oder einen kleinen Schuss Essig? Und spürst du die warme, nussige Note der Muskatnuss, ohne dass sie allein im Vordergrund steht?

FAQ zum Bohneneintopf mit Kartoffeln und Muskatnote

Wie verhindere ich, dass die Bohnen beim Kochen hart bleiben?

Die Hülsenfrüchte müssen ausreichend lange in reichlich Wasser einweichen und danach in frischem Wasser gekocht werden. Salz, Säure (z. B. Essig, Tomaten) und sehr stark gewürzte Brühe gibst du besser erst dazu, wenn die Bohnen schon weich sind.

Kann ich den Eintopf auch im Schnellkochtopf zubereiten?

Ja, im Schnellkochtopf verkürzt sich die Garzeit deutlich, besonders bei getrockneten Bohnen. Wichtig ist, die Einweichzeit trotzdem einzuhalten, die Maximalfüllmenge des Topfs zu beachten und den Druck am Ende vollständig abzulassen, bevor du öffnest.

Wie sorge ich dafür, dass die Kartoffeln nicht zerfallen?

Verwende eher festkochende oder vorwiegend festkochende Sorten und schneide die Stücke nicht zu klein. Gib die Kartoffeln erst in den Topf, wenn die Bohnen fast gar sind, und rühre eher behutsam als wild.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Muskat?

Die Muskatnuss kommt am besten gegen Ende der Garzeit ins Spiel, wenn der Eintopf schon sämig ist. So bleibt das Aroma warm und nussig, ohne zu verfliegen oder zu dominant zu wirken.

Wie kann ich den Eintopf eindicken, ohne Sahne zu verwenden?

Du kannst einen Teil der Kartoffeln oder Bohnen mit etwas Kochflüssigkeit im Topf zerdrücken oder mit dem Pürierstab nur kurz anmixen. Stärke aus den Hülsenfrüchten und Kartoffeln sorgt dann ganz von allein für eine cremige Konsistenz.

Welche Kräuter passen besonders gut dazu?

Thymian, Majoran und Lorbeer passen hervorragend in den Topf, sie dürfen schon früh mitkochen. Zum Servieren bringen frisch gehackte Petersilie, Schnittlauch oder etwas glatte Petersilie einen schönen Frischekick auf den Teller.

Lässt sich der Eintopf gut vorbereiten?

Dieser Klassiker eignet sich wunderbar zum Vorkochen, weil er am nächsten Tag sogar oft runder schmeckt. Kühle den fertigen Eintopf rasch herunter, stelle ihn abgedeckt in den Kühlschrank und erhitze ihn beim Aufwärmen langsam, gegebenenfalls mit einem Schuss Wasser.

Wie würze ich, wenn Kinder mitessen sollen?

Baue das Aroma mit milden Basiszutaten auf und halte dich bei Chili, Pfeffer und Muskat anfangs etwas zurück. Am Tisch können die Erwachsenen mit Pfeffermühle, Chiliöl oder extra Muskat nachlegen, während die Kinder eine sanfte, aber aromatische Variante bekommen.

Welche Einlagen machen den Eintopf noch reichhaltiger?

Du kannst Wursteinlage, kross angebratenen Speck oder Räuchertofu später in den Topf geben, damit die Stücke ihre Struktur behalten. Auch zusätzliches Wurzelgemüse, Lauch oder Sellerie sorgen für mehr Biss und ein intensiveres Gemüsearoma.

Wie würze ich einen veganen Bohneneintopf so, dass er herzhaft schmeckt?

Röste Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark und Gewürze kräftig an und arbeite mit Räuchersalz, geräuchertem Paprika oder Sojasauce für Tiefe. Ein Spritzer Zitronensaft oder ein Schuss Essig zum Schluss bringt die Aromen nach vorn.

Was passt als Beilage am besten?

Kräftiges Bauernbrot, Baguette oder Roggenbrötchen sind ideale Partner und nehmen die sämige Sauce wunderbar auf. Auch ein schneller Blattsalat mit leichter Vinaigrette sorgt für Frische und ein bisschen Knackigkeit neben dem warmen Teller.

Wie kann ich den Geschmack noch runder machen, wenn etwas fehlt?

Teste nacheinander salzige, saure und süße Komponenten in kleinen Mengen, zum Beispiel Salz, Zitronensaft oder eine Prise Zucker. Oft bringt auch ein Klecks Senf oder ein Löffel Hefeflocken in der veganen Variante eine schön volle, herzhafte Note.

Fazit

Ein liebevoll abgeschmeckter Bohnentopf mit Kartoffeln lebt von Zeit, guter Vorbereitung und dem Mut zum Nachwürzen. Wenn du auf die richtige Garreihenfolge, ein bisschen Muskat zur rechten Zeit und deine Lieblingskräuter achtest, bekommst du ein unkompliziertes Wohlfühlessen im Topf. So steht an kalten wie an warmen Tagen ein entspanntes, sättigendes Gericht auf dem Tisch, das sich leicht an deinen Alltag anpassen lässt.

Checkliste
  • 300–400 g Bohnen (weiße Bohnen, Wachtelbohnen oder Kidneybohnen, getrocknet oder aus der Dose)
  • 500–600 g Kartoffeln, möglichst festkochend oder vorwiegend festkochend
  • 1–2 Zwiebeln
  • 1–2 Möhren
  • 1 Stück Sellerie (oder ein Stück Knollensellerie)
  • 1 rote Paprika (optional, bringt Süße und Farbe)
  • 2–3 EL Öl oder Butterschmalz
  • 1–1,2 l Gemüsebrühe (je nach gewünschter Konsistenz)
  • 1–2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 Messerspitze bis 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
  • Optional: etwas Räuchertofu, Speckwürfel oder Mettwurstscheiben für eine rauchige Note

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
Unsere Gerichte sollen ohne großen Aufwand gelingen – genau darauf achten wir beim Kochen.

Wir haben gemerkt, dass ein strukturierter Start den gesamten Kochprozess erleichtert.

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