Wie kocht man eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern?

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 8. März 2026 16:06

Eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern gelingt am besten mit einer milden Gemüsebasis, wenigen frischen Frühlingszutaten und Kräutern, die erst ganz am Ende in den Topf kommen. Genau dadurch bleibt die Suppe leicht, aromatisch und frisch, statt flach, verkocht oder schwer zu wirken.

Der große Vorteil an diesem Gericht ist seine Einfachheit. Du brauchst keine lange Zutatenliste, keine besondere Technik und keine stundenlange Kochzeit. Entscheidend ist nur, dass die Gemüse in der richtigen Reihenfolge in den Topf kommen und die Kräuter nicht zu früh mitkochen. Dann schmeckt die Suppe nach Frühling, ohne künstlich oder überladen zu wirken.

Besonders gut funktioniert dieses Rezept an Tagen, an denen du etwas Warmes essen möchtest, das trotzdem nicht nach Winterküche schmeckt. Die Suppe ist mild, fein, frisch und lässt sich leicht anpassen. Sie kann klar, leicht cremig oder etwas gehaltvoller gekocht werden, je nachdem, was du gerade im Kühlschrank hast und wie sättigend sie am Ende sein soll.

Warum diese Suppe so gut funktioniert

Eine Frühlingssuppe lebt nicht von Schwere, sondern von Ausgewogenheit. Im Unterschied zu kräftigen Eintöpfen oder dicken Cremesuppen soll hier nichts dominieren. Die Brühe soll tragen, das Gemüse soll noch Struktur haben, und die Kräuter sollen nicht nur grün aussehen, sondern auch wirklich nach Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Dill oder Kresse schmecken.

Darum ist die Reihenfolge beim Kochen wichtiger, als viele denken. Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln werden zuerst sanft angeschwitzt, damit eine milde Grundlage entsteht. Kartoffeln geben etwas Bindung, ohne dass die Suppe gleich zur dicken Kartoffelsuppe wird. Zarte Gemüse wie Erbsen, Möhrenwürfel, Kohlrabi, Lauch oder Spargelstücke bringen Frische und Biss. Die Kräuter kommen zuletzt hinein, weil ihre feinen ätherischen Noten bei langem Kochen schnell verloren gehen.

Auch die Flüssigkeitsmenge spielt eine große Rolle. Ist die Suppe zu wässrig, schmeckt sie leer. Ist sie zu dick, erinnert sie schnell eher an ein Püree mit Brühe. Eine gute Frühlingssuppe bewegt sich in der Mitte. Sie soll löffelbar sein, aber nicht breit und schwer im Teller liegen. Gerade darin steckt oft die Qualität eines einfachen Rezepts: nicht möglichst viel hineingeben, sondern das Richtige in passender Menge.

Zutaten für 4 Personen

Für eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern brauchst du keine exotischen Zutaten. Eine gute Mischung aus Basisgemüse, Brühe und Kräutern reicht völlig aus.

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Möhren
  • 1 kleiner Kohlrabi
  • 1 kleine Stange Lauch oder 1 kleine Porreestange
  • 100 g grüne Erbsen, frisch oder tiefgekühlt
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 2 EL Butter oder 2 EL Olivenöl
  • 100 ml Sahne oder 80 ml Kochsahne, optional
  • 1 Handvoll glatte Petersilie
  • 1 halber Bund Schnittlauch
  • etwas Kerbel, Dill oder Kresse nach Geschmack
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Muskat, optional
  • 1 TL Zitronensaft, optional

Wenn du die Suppe noch etwas frühlingshafter aufbauen möchtest, kannst du zusätzlich 150 bis 200 g grünen Spargel verwenden. Dann schneidest du die Spitzen etwas größer und den Rest in kleine Stücke. Die Spitzen kommen später in den Topf als die unteren Stücke, weil sie schneller gar sind und sonst zu weich werden.

Vorbereitungszeit, Kochzeit und Portionsgröße

Eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern ist kein Gericht für einen halben Tag. Genau das macht sie im Alltag so angenehm.

  • Vorbereitungszeit: etwa 15 bis 20 Minuten
  • Kochzeit: etwa 20 bis 25 Minuten
  • Gesamtzeit: etwa 35 bis 45 Minuten
  • Menge: 4 normale Teller oder 3 größere Hauptportionen mit Brot

Wenn du sehr sauber und klein würfelst, verkürzt sich die Garzeit leicht. Größere Stücke brauchen entsprechend etwas länger. Der Vorteil kleiner Würfel ist nicht nur die schnellere Garzeit, sondern auch das gleichmäßigere Mundgefühl. In einer Frühlingssuppe wirkt fein geschnittenes Gemüse meist stimmiger als grobe, schwere Stücke.

Das Gemüse richtig vorbereiten

Bevor der Topf auf den Herd kommt, lohnt sich eine saubere Vorbereitung. Gerade bei einer milden Suppe fällt auf, wenn Gemüse unsauber geschnitten oder zu ungleichmäßig vorbereitet ist.

Anleitung
1Erhitze Butter oder Olivenöl in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Temperatur. Gib zuerst die Zwiebelwürfel und die weißen Teile der Frühlingszwiebeln hinein. Schwitze….
2Füge die Kartoffelwürfel hinzu und rühre kurz um. Danach kommen Möhren, Kohlrabi und Lauch in den Topf. Lass das Gemüse weitere 2 Minuten sanft mit anschwitzen. Dadurch e….
3Gieße die Gemüsebrühe an und bringe die Suppe einmal zum Aufkochen. Reduziere dann die Hitze, sodass die Brühe nur noch leicht köchelt. Lass die Mischung etwa 10 Minuten garen.
4Gib nun die Erbsen dazu. Falls du Spargel verwendest, kommen jetzt die unteren Spargelstücke hinein. Die Spargelspitzen folgen 3 bis 4 Minuten später. Lass die Suppe weit….
5Wenn du eine leicht cremige Variante möchtest, rührst du jetzt die Sahne ein. Danach nur noch sanft erhitzen, nicht mehr wild sprudelnd kochen lassen — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Die Zwiebel schälst du und würfelst sie fein. Die Frühlingszwiebeln schneidest du in dünne Ringe, dabei kannst du den weißen und hellgrünen Teil für den Topf nutzen und etwas vom satten Grün später zum Bestreuen zurückhalten. Die Kartoffeln werden geschält und in kleine Würfel geschnitten. Dasselbe gilt für die Möhren und den Kohlrabi. Den Lauch wäschst du gründlich und schneidest ihn in feine Halbringe.

Die Kräuter werden nicht schon am Anfang klein gemacht und dann nebenbei liegen gelassen. Besser ist es, sie erst gegen Ende fein zu schneiden. Petersilie wird grob bis mittelfein gehackt, Schnittlauch in feine Röllchen geschnitten, Kerbel oder Dill nur locker zerkleinert. So trocknen sie nicht aus und verlieren nicht unnötig Aroma.

Wenn du mit Spargel arbeitest, brichst du die holzigen Enden ab oder schneidest sie weg. Die unteren Stücke schneidest du kleiner, die Spitzen etwas größer. Bei Erbsen reicht es, sie bereit zu halten. Tiefgekühlte Erbsen müssen nicht vorher aufgetaut werden.

So kochst du die Frühlingssuppe Schritt für Schritt

Jetzt kommt der eigentliche Kochvorgang. Hier entscheidet sich, ob die Suppe fein und frisch wird oder ob das Gemüse zu weich und die Kräuter zu stumpf geraten.

  1. Erhitze Butter oder Olivenöl in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Temperatur. Gib zuerst die Zwiebelwürfel und die weißen Teile der Frühlingszwiebeln hinein. Schwitze alles 2 bis 3 Minuten glasig an. Die Zwiebeln sollen weich werden, aber keine dunkle Farbe annehmen.
  2. Füge die Kartoffelwürfel hinzu und rühre kurz um. Danach kommen Möhren, Kohlrabi und Lauch in den Topf. Lass das Gemüse weitere 2 Minuten sanft mit anschwitzen. Dadurch entwickeln sich mildere, rundere Aromen, als wenn du alles nur in Brühe kochst.
  3. Gieße die Gemüsebrühe an und bringe die Suppe einmal zum Aufkochen. Reduziere dann die Hitze, sodass die Brühe nur noch leicht köchelt. Lass die Mischung etwa 10 Minuten garen.
  4. Gib nun die Erbsen dazu. Falls du Spargel verwendest, kommen jetzt die unteren Spargelstücke hinein. Die Spargelspitzen folgen 3 bis 4 Minuten später. Lass die Suppe weitere 5 bis 7 Minuten leise kochen, bis das Gemüse weich, aber noch nicht zerfallen ist.
  5. Wenn du eine leicht cremige Variante möchtest, rührst du jetzt die Sahne ein. Danach nur noch sanft erhitzen, nicht mehr wild sprudelnd kochen lassen.
  6. Schmecke die Suppe mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf einer kleinen Prise Muskat ab. Ein wenig Zitronensaft kann helfen, die Kräuternote frischer wirken zu lassen, sollte aber sehr vorsichtig dosiert werden.
  7. Ziehe den Topf von der Hitze. Erst jetzt kommen Petersilie, Schnittlauch und die übrigen feinen Kräuter hinein. Rühre nur noch sanft um und serviere die Suppe möglichst bald.

Diese letzte Phase ist wichtiger, als sie zunächst aussieht. Werden Kräuter zu früh mitgekocht, verlieren sie ihren Charakter. Petersilie schmeckt dann schnell nur noch grün, Schnittlauch wird stumpf, Dill verliert seine feine Note fast völlig. Wer eine Frühlingssuppe mit frischen Kräutern kocht, sollte die Kräuter deshalb wie einen Abschluss behandeln und nicht wie gewöhnliches Suppengemüse.

So schmeckt die Brühe runder und frischer

Viele einfache Suppen stehen und fallen mit der Brühe. Wenn die Basis schwach ist, kann auch das beste Gemüse den Geschmack nur begrenzt retten. Zu stark gewürzte Brühe wiederum erschlägt die Kräuter und das zarte Frühlingsgemüse.

Am besten eignet sich eine milde Gemüsebrühe, die nicht zu sellerielastig, nicht zu salzig und nicht zu künstlich wirkt. Wenn du eine selbst gekochte Brühe hast, ist das ideal. Mit guter Instant-Gemüsebrühe lässt sich aber ebenfalls eine sehr ordentliche Suppe kochen, solange du sparsam dosierst und später in Ruhe abschmeckst.

Für mehr Tiefe kannst du schon beim Anschwitzen einen kleinen Trick nutzen: Ein Teil der Gemüsewürfel darf kurz mitrösten, aber eben nur leicht. Das sorgt für einen runderen Geschmack, ohne dass die Frühlingssuppe dunkel oder schwer wirkt. Auch ein kleines Stück Butter am Ende kann die Aromen abrunden. Das macht die Suppe nicht automatisch fettig, sondern oft nur harmonischer.

Falls du die Brühe heller und frischer wirken lassen möchtest, hilft eine winzige Menge Zitronensaft mehr als eine zusätzliche Portion Salz. Zu viel Zitrone wäre hier allerdings fehl am Platz. Die Suppe soll nicht sauer schmecken, sondern nur etwas lebendiger wirken.

Welche Kräuter besonders gut passen

Nicht jede Kräuterkombination passt gleich gut. Für eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern solltest du auf Sorten setzen, die mild, frisch und nicht zu dominant sind.

Sehr gut geeignet sind:

  • glatte Petersilie
  • Schnittlauch
  • Kerbel
  • Dill in kleiner Menge
  • Kresse
  • junges Liebstöckelgrün sehr sparsam
  • etwas Bärlauch, wenn du ihn magst

Petersilie und Schnittlauch bilden meist die sicherste Grundlage. Kerbel macht die Suppe feiner und etwas eleganter. Dill passt gut, wenn Erbsen oder Spargel mit im Spiel sind, sollte aber nicht alles überdecken. Kresse bringt eine leichte Schärfe, die besonders gut zu einer eher klaren Brühe passt.

Vorsicht ist bei sehr intensiven Kräutern geboten. Rosmarin, Thymian oder Salbei führen die Suppe schnell in eine andere Richtung. Diese Kräuter sind nicht falsch, aber für eine typische Frühlingssuppe oft zu kräftig. Dann verschiebt sich der Charakter vom frischen Frühlingsgericht eher in Richtung würzige Gemüse- oder Kräutersuppe.

So wird die Suppe sämiger oder leichter

Nicht jeder mag Frühlingssuppe gleich. Manche möchten sie fast klar wie eine feine Gemüsebrühe, andere lieber etwas gebundener und weicher. Beides ist möglich.

Für eine leichtere Variante lässt du die Sahne einfach weg und arbeitest nur mit Kartoffelwürfeln als sanfter Bindung. Das ergibt eine klare, helle Suppe mit frischem Charakter. Wenn du sie noch leichter möchtest, nimm etwas weniger Kartoffel und etwas mehr grünes Gemüse.

Für eine etwas sämigere Version gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • einen Teil der gegarten Kartoffeln im Topf leicht zerdrücken
  • 100 ml Sahne oder Kochsahne einrühren
  • 2 bis 3 EL Crème fraîche kurz vor dem Servieren unterziehen
  • einen kleinen Teil der Suppe pürieren und wieder zurückgeben

Wichtig ist dabei, die Suppe nicht versehentlich in eine schwere Cremesuppe zu verwandeln. Eine Frühlingssuppe soll nach Gemüse, Brühe und Kräutern schmecken. Zu viel Bindung macht sie schnell müde im Mund und nimmt ihr die Leichtigkeit, die gerade den Reiz ausmacht.

Welche Einlagen gut dazu passen

Wenn du aus der Suppe eine etwas sättigendere Mahlzeit machen möchtest, brauchst du nicht gleich das Grundrezept zu verändern. Oft reichen passende Einlagen oder Beilagen.

Sehr gut passen:

  • geröstete Brotwürfel
  • frisches Baguette
  • ein Stück Bauernbrot
  • kleine Grießklößchen
  • feine Suppennudeln in kleiner Menge
  • etwas gekochter Reis für eine schlichtere Variante
  • ein Löffel Crème fraîche oder Schmand auf dem Teller

Auch ein pochiertes Ei kann gut dazu passen, wenn du die Suppe als leichtes Mittag- oder Abendessen servieren möchtest. Dann sollte die Brühe allerdings eher klar bis leicht cremig bleiben, damit das Ganze nicht zu schwer wirkt.

Wenn du Brot dazu servierst, ist eine knusprige, schlichte Variante meist besser als ein sehr kräftig gewürztes Brot. Starker Kümmel, viel Knoblauch oder sehr dunkle Röstaromen lenken vom feinen Kräuterprofil der Suppe ab.

Häufige Fehler beim Kochen dieser Suppe

Gerade einfache Gerichte leiden oft nicht an einem einzigen groben Fehler, sondern an mehreren kleinen Ungenauigkeiten. Bei einer Frühlingssuppe merkt man diese schnell, weil der Geschmack nicht hinter starken Gewürzen versteckt werden kann.

Ein häufiger Fehler ist zu langes Kochen. Dann werden Erbsen grau, Möhren weich, Lauch verliert Struktur und die ganze Suppe wirkt müde. Ein zweiter Fehler ist zu frühes Einrühren der Kräuter. Dann verschwinden genau die frischen Noten, die am Ende den Frühling auf den Teller holen sollen.

Auch zu kräftige Brühe ist problematisch. Wenn die Basis zu salzig oder zu würzig ist, schmecken Petersilie, Schnittlauch und Kerbel nur noch schwach durch. Zu viel Sahne nimmt der Suppe ebenfalls ihre Leichtigkeit. Schließlich wird oft das Gemüse zu grob geschnitten. Dann gart es ungleichmäßig, und das Mundgefühl wird schwerfälliger.

Besonders oft passieren diese fünf Dinge:

  • die Kräuter kochen mehrere Minuten mit
  • das Gemüse wird zu groß geschnitten
  • die Brühe ist zu stark oder zu salzig
  • die Suppe wird zu stark gebunden
  • die feinen Zutaten kommen alle gleichzeitig in den Topf

Wer diese Punkte vermeidet, hat schon viel gewonnen.

So kannst du das Rezept abwandeln

Eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern ist sehr anpassungsfähig. Du kannst sie jeden Frühling ein wenig anders kochen, ohne dass sie ihren Charakter verliert.

Mit grünem Spargel wird sie edler und etwas feiner. Mit mehr Erbsen wird sie leicht süßlicher. Mit jungen Kartoffeln wirkt sie etwas rustikaler. Mit etwas Blattspinat oder jungen Mangoldstreifen bekommt sie mehr grüne Fülle. Auch kleine Zucchiniwürfel passen gut, wenn du die Suppe etwas sommerlicher anlegen möchtest.

Wenn du es besonders mild magst, kannst du auf Kohlrabi und Erbsen setzen und Möhren nur sparsam verwenden. Möchtest du mehr Würze, hilft nicht sofort mehr Salz, sondern eher ein kleiner Anteil Lauch oder etwas mehr Frühlingszwiebel. Für eine vegetarische, aber etwas vollere Variante kannst du kleine weiße Bohnen oder ein paar Linsen aus der Dose ergänzen, auch wenn das Gericht dadurch etwas weniger klassisch wirkt.

Eine sehr schöne Frühlingsversion entsteht so:

  • Basis aus Zwiebel, Frühlingszwiebel und Kartoffel
  • dazu Kohlrabi, grüne Erbsen und Spargel
  • am Ende Petersilie, Schnittlauch und Kerbel
  • zum Servieren ein Klecks Crème fraîche

Diese Kombination wirkt leicht, fein und trotzdem sättigend genug für ein Mittagessen.

So lässt sich die Suppe vorbereiten und aufbewahren

Die Suppe lässt sich gut vorbereiten, wenn du ein paar Dinge beachtest. Das Gemüse kannst du bereits vorher putzen und schneiden. Auch die Brühe lässt sich bereitstellen. Die Kräuter solltest du jedoch möglichst frisch schneiden und erst kurz vor dem Servieren zufügen.

Wenn du die Suppe vollständig vorkochen möchtest, ist es sinnvoll, die Kräuter erst beim Wiedererwärmen oder sogar erst direkt vor dem Anrichten hineinzurühren. Sonst verliert sie beim Lagern und erneuten Erwärmen viel von ihrem frischen Eindruck. Im Kühlschrank hält sich die Grundsuppe in der Regel 1 bis 2 Tage gut, wenn sie sauber gearbeitet und rasch abgekühlt wurde.

Beim Wiedererwärmen gilt: nicht unnötig lange kochen. Die Suppe soll heiß werden, aber nicht noch einmal zehn Minuten sprudeln. Gerade zartes Frühlingsgemüse leidet beim zweiten Kochgang schnell.

Wenn du die Suppe einfrieren möchtest, ist das grundsätzlich möglich. Allerdings verändern sich Kräuter, Erbsen und zarte Gemüse nach dem Auftauen oft etwas. Besser frierst du die Grundsuppe ohne die feinen Kräuter ein und gibst sie später frisch dazu.

Woran du erkennst, dass die Suppe gelungen ist

Eine gute Frühlingssuppe erkennst du nicht an komplizierter Optik, sondern an ein paar klaren Merkmalen. Die Brühe ist aromatisch, aber nicht schwer. Die Gemüse sind weich, aber noch erkennbar. Die Kräuter duften frisch und schmecken nicht verkocht. Die Farbe wirkt lebendig und nicht grau oder matt. Im Löffel soll die Suppe leicht wirken, aber nicht dünn.

Auch das Mundgefühl verrät viel. Wenn jeder Löffel nach warmem Gemüsewasser schmeckt, fehlt Tiefe. Wenn die Suppe stumpf und dick ist, fehlt Frische. Wenn die Kräuter nur noch dunkelgrüne Punkte ohne Duft sind, kamen sie zu früh hinein. Eine gelungene Frühlingssuppe hat etwas Helles, Frisches und zugleich etwas Beruhigendes. Genau diese Verbindung macht sie so angenehm.

Fragen und Antworten zur Frühlingssuppe

Welche Kräuter schmecken in einer Frühlingssuppe am besten?

Am zuverlässigsten sind Petersilie und Schnittlauch. Kerbel, Dill oder etwas Kresse können zusätzlich sehr gut passen, solange sie nicht alles andere überdecken.

Muss eine Frühlingssuppe immer mit Sahne gekocht werden?

Nein. Eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern funktioniert sehr gut auch ohne Sahne. Kartoffeln geben bereits etwas Bindung, und die Brühe bleibt dadurch leichter.

Kann ich tiefgekühlte Erbsen verwenden?

Ja, das ist völlig in Ordnung. Tiefgekühlte Erbsen sind für diese Suppe sogar oft praktischer als ältere frische Ware, weil sie schnell garen und eine schöne Farbe behalten.

Wann kommen die Kräuter in die Suppe?

Am besten ganz am Ende. Sobald der Topf nicht mehr stark kocht, können die Kräuter eingerührt werden. So bleibt ihr Aroma deutlich frischer.

Welche Brühe ist am besten geeignet?

Eine milde Gemüsebrühe passt am besten. Sie sollte nicht zu salzig und nicht zu dominant sein, damit die frischen Kräuter und das Frühlingsgemüse noch gut zur Geltung kommen.

Kann ich die Suppe pürieren?

Ja, aber eher teilweise als vollständig. Wenn du einen kleinen Teil pürierst und wieder in die Suppe gibst, wird sie etwas sämiger, ohne ihren leichten Charakter zu verlieren.

Was passt als Beilage dazu?

Sehr gut passen Brot, Baguette, Croûtons oder eine kleine Portion Suppennudeln. Auch ein Löffel Crème fraîche oder ein pochiertes Ei können gut dazu harmonieren.

Kann ich die Suppe vegan kochen?

Ja. Dann nimmst du statt Butter einfach Olivenöl und lässt Sahne weg oder ersetzt sie durch eine milde pflanzliche Kochcreme. Die Kräuter und das Gemüse tragen auch ohne tierische Zutaten sehr gut.

Eignet sich grüner Spargel für diese Suppe?

Ja, sehr gut. Er gibt der Suppe eine besonders frühlingshafte Note. Die Spitzen sollten nur kurz gegart werden, damit sie nicht weich zerfallen.

Wie bekomme ich mehr Geschmack hinein, ohne alles zu überwürzen?

Am besten durch gutes Anschwitzen der Zwiebeln und des Gemüses, eine ausgewogene Brühe und frische Kräuter am Ende. Mehr Salz allein macht eine Suppe nicht automatisch besser.

Fazit

Eine einfache Frühlingssuppe mit frischen Kräutern lebt nicht von Aufwand, sondern von Gefühl für Reihenfolge, Garzeit und Frische. Wenn die Brühe mild ist, das Gemüse noch Struktur hat und die Kräuter erst zum Schluss dazukommen, entsteht ein Gericht, das leicht, warm und aromatisch zugleich wirkt. Gerade weil die Zutatenliste überschaubar bleibt, fällt jede gute Entscheidung beim Kochen sofort positiv auf.

Besonders schön an dieser Suppe ist, dass sie sich an den Alltag anpasst. Du kannst sie klarer oder cremiger kochen, mit Spargel verfeinern, mit Erbsen und Kohlrabi schlicht halten oder mit Brot zur kleinen Mahlzeit machen. Trotzdem bleibt der Grundgedanke derselbe: Frühling soll im Topf nicht schwer, sondern frisch und fein schmecken.

Wer einmal verstanden hat, warum die Kräuter erst spät hineinkommen, warum das Gemüse nicht verkochen darf und warum eine milde Brühe hier besser ist als eine laute, kräftige Basis, bekommt aus wenigen Zutaten ein wirklich stimmiges Ergebnis. Genau darin liegt die Stärke dieses Rezepts.

Checkliste
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Möhren
  • 1 kleiner Kohlrabi
  • 1 kleine Stange Lauch oder 1 kleine Porreestange
  • 100 g grüne Erbsen, frisch oder tiefgekühlt
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 2 EL Butter oder 2 EL Olivenöl
  • 100 ml Sahne oder 80 ml Kochsahne, optional
  • 1 Handvoll glatte Petersilie
  • 1 halber Bund Schnittlauch
  • etwas Kerbel, Dill oder Kresse nach Geschmack
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Muskat, optional
  • 1 TL Zitronensaft, optional

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
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Wenn etwas nicht sofort so aussieht wie erwartet, lohnt es sich, ruhig zu bleiben.

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