Schnelle One-Pot-Pasta mit Gemüse und Kräutern

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 29. März 2026 23:17

Diese One-Pot-Pasta mit Gemüse steht schnell auf dem Tisch, macht satt und schmeckt trotzdem frisch, cremig und ausgewogen. Alles gart in einem Topf, die Soße bindet direkt beim Kochen und am Ende brauchst du nur noch Kräuter und etwas Käse oder Frischkäse für den letzten Schliff.

Der große Vorteil an so einem Rezept liegt auf der Hand: wenig Abwasch, wenig Aufwand und trotzdem ein Essen, das nicht nach Notlösung schmeckt. Wenn Flüssigkeit, Garzeit und Gemüsereihenfolge passen, wird daraus ein richtig gutes Alltagsgericht, das du leicht abwandeln kannst.

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g kurze Pasta, zum Beispiel Penne, Fusilli oder Farfalle
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zucchini
  • 2 Möhren
  • 1 rote Paprika
  • 150 g Kirschtomaten
  • 1 Handvoll junge Erbsen, frisch oder tiefgekühlt
  • 2 EL Olivenöl
  • 750 bis 850 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Frischkäse oder 80 ml Kochsahne
  • 40 bis 60 g frisch geriebener Parmesan
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL gehacktes Basilikum
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 kleine Prise Chiliflocken nach Geschmack
  • optional etwas Zitronenabrieb

Diese Zutaten ergeben eine cremige Pasta mit viel Gemüse, ohne dass der Topf überladen wirkt. Gerade bei One-Pot-Gerichten ist es besser, nicht zu viele verschiedene Sorten gleichzeitig hineinzupacken. Sonst verlängert sich die Garzeit, die Flüssigkeit passt nicht mehr sauber und das Ergebnis kippt schnell in Richtung weichgekochter Gemüsemix mit Nudeln.

Zubereitung

  1. Schäle zuerst die Zwiebel und den Knoblauch und hacke beides fein. Die Möhren schälst du ebenfalls und schneidest sie in kleine Würfel oder sehr dünne Halbmonde. Die Zucchini wird längs geviertelt und danach in kleine Stücke geschnitten. Die Paprika entkernst du und schneidest sie in kurze Streifen oder kleine Würfel. Die Kirschtomaten halbierst du.
  2. Erhitze das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib Zwiebel und Möhren hinein und dünste sie etwa drei Minuten an. Danach kommt der Knoblauch dazu. Er braucht nur kurz, sonst wird er bitter.
  3. Nun gibst du die trockene Pasta, die Paprika, die Zucchini, den Oregano und etwas schwarzen Pfeffer in den Topf. Gieße 750 ml Gemüsebrühe an und rühre alles gründlich um. Die Pasta sollte möglichst gut von Flüssigkeit umgeben sein.
  4. Lass alles aufkochen und reduziere dann die Hitze so, dass die Flüssigkeit nur noch sanft köchelt. Rühre in den nächsten zehn bis zwölf Minuten regelmäßig um, besonders am Topfboden. One-Pot-Pasta braucht keine Dauerbetreuung, aber sie mag es gar nicht, wenn sie unbeachtet festsetzt.
  5. Nach etwa sieben Minuten gibst du die Erbsen und die halbierten Kirschtomaten dazu. Die Tomaten sollen weich werden und Saft abgeben, aber nicht vollständig zerfallen. Genau dadurch bekommt die Soße später mehr Frische.
  6. Prüfe nach insgesamt zehn Minuten, wie viel Flüssigkeit noch im Topf ist. Wenn die Pasta noch recht fest ist und die Brühe fast aufgesogen wurde, gießt du schluckweise etwas mehr Brühe nach. Arbeite dabei in kleinen Mengen. Zu viel Flüssigkeit auf einmal macht die Soße schnell dünn.
  7. Wenn die Nudeln gar sind und die Flüssigkeit cremig um sie herum steht, rührst du den Frischkäse oder die Kochsahne ein. Danach kommen Parmesan, Petersilie und Basilikum dazu. Alles gut vermengen und noch eine Minute bei sehr kleiner Hitze ziehen lassen.
  8. Schmecke die Pasta mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch mit wenig Chiliflocken ab. Wenn du magst, gibst du zum Schluss etwas Zitronenabrieb darüber. Das bringt Frische in das cremige Gericht, ohne die Kräuter zu überdecken.
  9. Serviere die Pasta direkt aus dem Topf. Frisch gekocht ist sie am besten, weil die Soße dann noch locker an den Nudeln haftet und das Gemüse seine Struktur behält.

Warum dieses Rezept im Alltag so gut funktioniert

Viele schnelle Gerichte sind praktisch, schmecken aber nach wenigen Bissen beliebig. Genau das passiert hier nicht, wenn du die Balance hältst. Die Brühe bringt Würze, das Gemüse liefert Saft und Biss, Frischkäse oder Kochsahne machen alles cremig und die Kräuter sorgen dafür, dass das Ergebnis nicht schwer wird.

Außerdem spart ein One-Pot-Rezept Zeit an mehreren Stellen gleichzeitig. Du brauchst keinen zweiten Topf für die Pasta, keine separate Pfanne für die Soße und am Ende auch kaum Geschirr. Das klingt nach einer kleinen Sache, macht im Alltag aber einen spürbaren Unterschied. Gerade unter der Woche sind Rezepte stark, die nicht nur beim Kochen, sondern auch davor und danach unkompliziert bleiben.

Dazu kommt, dass sich dieses Gericht gut an Vorräte anpassen lässt. Eine halbe Zucchini, ein Rest Paprika, einige Tomaten, tiefgekühlte Erbsen und ein Stück Frischkäse reichen oft schon aus. Genau deshalb ist diese Pasta nicht nur ein Rezept, sondern fast schon ein Grundmuster für schnelle Küche, die trotzdem nach richtigem Essen schmeckt.

Welche Pasta für One-Pot-Gerichte am besten passt

Nicht jede Nudelsorte verhält sich im Topf gleich. Für eine cremige One-Pot-Pasta mit Gemüse sind kurze Sorten fast immer die beste Wahl. Penne, Fusilli, Farfalle oder kleine Rigatoni garen gleichmäßig und lassen sich leicht umrühren. Gleichzeitig nehmen sie Soße gut auf.

Anleitung
1Schäle zuerst die Zwiebel und den Knoblauch und hacke beides fein. Die Möhren schälst du ebenfalls und schneidest sie in kleine Würfel oder sehr dünne Halbmonde. Die Zucc….
2Erhitze das Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib Zwiebel und Möhren hinein und dünste sie etwa drei Minuten an. Danach kommt der Knoblauch dazu. Er brau….
3Nun gibst du die trockene Pasta, die Paprika, die Zucchini, den Oregano und etwas schwarzen Pfeffer in den Topf. Gieße 750 ml Gemüsebrühe an und rühre alles gründlich um.….
4Lass alles aufkochen und reduziere dann die Hitze so, dass die Flüssigkeit nur noch sanft köchelt. Rühre in den nächsten zehn bis zwölf Minuten regelmäßig um, besonders a….
5Nach etwa sieben Minuten gibst du die Erbsen und die halbierten Kirschtomaten dazu. Die Tomaten sollen weich werden und Saft abgeben, aber nicht vollständig zerfallen. Ge… — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Sehr lange Pasta wie Spaghetti oder Linguine ist für solche Gerichte oft unpraktischer. Sie braucht mehr Platz, liegt anfangs schräg im Topf und klebt leichter zusammen, wenn die Flüssigkeit nicht exakt passt. Möglich ist das zwar, aber deutlich fehleranfälliger. Für eine unkomplizierte Feierabendküche sind kurze Nudeln deshalb die entspanntere Wahl.

Auch sehr kleine Suppennudeln passen weniger gut. Sie werden in einem cremigen One-Pot-Gericht schnell zu weich und verlieren ihre Struktur. Etwas Biss ist hier wichtig, damit sich Gemüse, Kräuter und Soße nicht zu einer einheitlichen Masse vermischen.

Wenn du dir unsicher bist, nimm Penne oder Fusilli. Damit gelingt die Konsistenz in den meisten Fällen am besten. Sie nehmen genug Flüssigkeit auf, bleiben formstabil und tragen Gemüse und Kräuter sehr gut mit.

So bleibt One-Pot-Pasta cremig statt matschig

Der größte Unterschied zwischen einer guten und einer enttäuschenden One-Pot-Pasta liegt fast nie an den Zutaten, sondern an der Flüssigkeit. Wenn zu viel Brühe im Topf ist, schwimmt am Ende alles. Wenn zu wenig darin ist, gart die Pasta ungleichmäßig oder setzt an. Das klingt banal, entscheidet aber über das ganze Ergebnis.

Deshalb ist es besser, nicht die komplette Flüssigkeit blind am Anfang hineinzukippen. Starte mit einer Menge, die für Pasta und Gemüse gut passt, und arbeite später schluckweise nach. So behältst du die Kontrolle. Gerade Gemüse gibt beim Kochen zusätzlich Wasser ab. Zucchini und Tomaten bringen deutlich mehr Feuchtigkeit mit, als man beim Blick aufs rohe Gemüse oft erwartet.

Ebenso wichtig ist regelmäßiges Umrühren. Nicht alle zehn Sekunden, aber doch so oft, dass sich Pasta und Gemüse gleichmäßig verteilen. Sonst sinkt ein Teil auf den Topfboden, klebt fest und gart dort anders als der Rest. Besonders in den letzten Minuten lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Ein weiterer Punkt ist die Reihenfolge. Hartes Gemüse wie Möhren braucht einen kleinen Vorsprung. Zucchini und Tomaten kommen besser etwas später oder gleich zusammen mit der Pasta, wenn sie klein geschnitten sind. Erbsen brauchen fast gar keine Zeit und dürfen deshalb erst gegen Ende hinein. Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass nicht alles denselben Garzustand hat. Genau daraus entsteht ein angenehmes, ausgewogenes Ergebnis.

Auch der Käse oder Frischkäse gehört nicht zu früh in den Topf. Er kommt erst dazu, wenn die Pasta fast fertig ist. Sonst dickt die Flüssigkeit zu schnell ein, bevor die Nudeln ihren Punkt erreicht haben. Gerade bei cremigen One-Pot-Rezepten ist der Schluss wichtig. Die letzten zwei Minuten entscheiden oft stärker über die Konsistenz als die ersten zehn.

Das Gemüse: welche Sorten gut passen und welche eher schwierig sind

Für eine schnelle One-Pot-Pasta mit Gemüse sind Sorten ideal, die entweder zügig garen oder beim Kochen Geschmack an die Brühe abgeben. Zucchini, Paprika, Möhren, Erbsen, Spinat, Brokkoli in sehr kleinen Röschen und Kirschtomaten funktionieren sehr gut.

Möhren bringen leichte Süße hinein und geben dem Gericht mehr Substanz. Zucchini wird weich und verbindet sich gut mit der Soße. Paprika sorgt für etwas mehr Biss und ein leicht fruchtiges Aroma. Tomaten bringen Saft und Frische. Erbsen setzen kleine grüne, süßliche Akzente. Zusammen ergibt das eine Mischung, die bunt aussieht, aber geschmacklich trotzdem zusammenpasst.

Weniger passend sind Gemüsesorten, die sehr lange Garzeiten brauchen oder das Gericht geschmacklich stark dominieren. Große Kartoffelwürfel, rohe Aubergine oder sehr grobe Blumenkohlstücke machen aus einem schnellen Nudelgericht eher eine Baustelle. Auch sehr wasserreiches Gemüse in großer Menge kann problematisch werden. Wenn du zum Beispiel sehr viel Zucchini und gleichzeitig viele Tomaten hineingibst, musst du die Flüssigkeit von Anfang an deutlich knapper halten.

Pilze passen durchaus, brauchen aber einen kleinen Sonderweg. Wenn du sie direkt mit viel Brühe kochst, fehlt oft das typische Aroma, das durch Anbraten entsteht. Besser ist es, sie zuerst mit der Zwiebel etwas Farbe nehmen zu lassen und erst dann weiterzumachen. Das gilt vor allem für Champignons und Kräuterseitlinge.

Blattspinat ist eine gute Ergänzung für den Schluss. Er fällt in ein bis zwei Minuten zusammen und bringt Frische, ohne das Rezept zu verändern. Gerade wenn du die One-Pot-Pasta etwas grüner und weicher im Geschmack haben möchtest, ist das eine gute Wahl.

Kräuter richtig einsetzen, damit das Gericht frisch schmeckt

Kräuter sind in diesem Rezept kein kleines Extra, sondern ein wichtiger Teil des Geschmacks. Ohne sie wird aus cremiger Gemüse-Pasta schnell ein eher schweres Gericht. Mit ihnen bekommt die Soße Frische, Leichtigkeit und ein klareres Profil.

Getrockneter Oregano darf ruhig früh dazu. Er braucht Zeit, um sein Aroma abzugeben. Petersilie und Basilikum gehören dagegen erst an das Ende. Sie sollen frisch bleiben und nicht in der Brühe verkochen. Genau deshalb ist es besser, sie erst nach dem Einrühren von Frischkäse oder Sahne in den Topf zu geben.

Petersilie passt fast immer. Sie ist robust, bringt Frische und bleibt geschmacklich angenehm klar. Basilikum ist etwas feiner und sollte sparsam dosiert werden, damit die Pasta nicht plötzlich in eine ganz andere Richtung kippt. Schnittlauch passt auch gut, vor allem wenn du auf Basilikum verzichten möchtest.

Weniger passend sind sehr dominante Kräuter in großen Mengen. Rosmarin, Salbei oder viel Thymian können schnell alles andere überdecken. Kleine Mengen davon sind möglich, aber für eine unkomplizierte Gemüse-Pasta meist nicht die erste Wahl. Hier geht es eher um Frische als um kräftige Kräuterwucht.

Sehr angenehm ist außerdem ein wenig Zitronenabrieb zum Schluss. Der Geschmack bleibt im Hintergrund, hebt aber die Kräuter und lässt die cremige Soße leichter erscheinen. Gerade wenn Frischkäse und Parmesan zusammen im Spiel sind, bringt so ein kleiner frischer Akzent oft erstaunlich viel.

Welche Rolle Brühe, Frischkäse und Parmesan spielen

Viele One-Pot-Rezepte werden entweder zu suppig oder zu kompakt. Der Grund liegt oft in der falschen Erwartung an die Flüssigkeit. Brühe ist hier nicht nur Kochmedium, sondern der Ausgangspunkt der ganzen Soße. Deshalb lohnt es sich, eine gut gewürzte Gemüsebrühe zu verwenden. Sie trägt das Gericht geschmacklich vom ersten Moment an.

Frischkäse sorgt dann für Bindung und Cremigkeit. Er lässt sich schnell einrühren und macht die Soße weich, ohne dass du viel zusätzliche Flüssigkeit brauchst. Kochsahne funktioniert ebenfalls, ergibt aber meist eine etwas glattere, weniger dichte Soße. Beides ist möglich. Wer mehr Fülle möchte, nimmt Frischkäse. Wer es etwas leichter mag, greift eher zu Kochsahne.

Parmesan bringt am Ende das Salzige, Würzige und Herzhafte hinein, das viele solcher Gerichte brauchen. Ohne ihn fehlt häufig die Tiefe. Trotzdem sollte der Käse nicht die Hauptrolle übernehmen. Es geht nicht darum, alles unter einer dicken Käseschicht zu verstecken. Besser ist ein Maß, bei dem die Pasta würzig wird, das Gemüse aber noch klar erkennbar bleibt.

Wenn du keinen Parmesan verwenden möchtest, kannst du auch einen anderen Hartkäse nehmen. Wichtig ist nur, dass er sich fein reiben lässt und nicht zu mild ist. Zu sanfte Sorten verschwinden geschmacklich zu schnell in Brühe und Gemüse.

Häufige Fehler, die du leicht vermeiden kannst

Gerade bei One-Pot-Gerichten liegt der Reiz darin, dass alles unkompliziert ist. Genau deshalb fallen kleine Fehler aber auch schneller auf, weil man nicht an drei Stellen parallel nachjustiert.

Typische Stolperstellen sind:

  • zu viel Flüssigkeit am Anfang
  • zu grob geschnittenes Gemüse
  • zu seltenes Umrühren
  • Kräuter zu früh in den Topf geben
  • Käse oder Frischkäse einrühren, bevor die Pasta fast gar ist
  • sehr unterschiedliche Gemüsesorten mit völlig verschiedenen Garzeiten kombinieren

Vor allem die Schnittgröße des Gemüses ist wichtiger, als sie im ersten Moment aussieht. Kleine Würfel oder schmale Stücke garen schneller und gleichmäßiger. Große Brocken sorgen dagegen dafür, dass die Pasta schon weich ist, während die Möhren noch zu fest bleiben.

Ebenso problematisch ist es, den Topf zu stark kochen zu lassen. Dann verdampft zu schnell Flüssigkeit, die Nudeln kleben eher und das Gemüse zerfällt. Sanftes Köcheln reicht völlig. Dieses Rezept braucht keine große Hitze, sondern eher einen ruhigen Ablauf im Topf.

Wenn die Pasta am Ende zu fest ist, obwohl kaum noch Brühe da ist, gib einfach etwas nach. Wenn sie fast fertig ist, aber noch zu viel Flüssigkeit im Topf steht, lass sie eine Minute ohne Deckel weiterziehen. One-Pot-Pasta verzeiht viel, wenn du in kleinen Schritten korrigierst.

So kannst du das Rezept leicht verändern

Eine gute Grundversion lebt davon, dass sie wandelbar ist. Genau das ist hier der Fall. Wenn du mehr Eiweiß möchtest, passen gebratene Hähnchenstreifen gut dazu. Sie sollten aber am besten separat angebraten und erst am Ende untergehoben werden. Sonst verliert das Fleisch im Topf schnell seine schöne Oberfläche.

Auch weiße Bohnen oder Kichererbsen können gut passen. Dann wird das Gericht noch sättigender und bekommt eine etwas herzhaftere, rustikalere Richtung. Wichtig ist nur, die Menge im Blick zu behalten. Zu viele Zusätze machen die Pasta kompakt und nehmen ihr die leichte, frische Seite.

Für eine etwas würzigere Variante kannst du mit getrockneten Tomaten arbeiten. Schneide sie sehr fein und gib sie früh dazu, damit sie Aroma an die Brühe abgeben. Weniger gut passen große Mengen davon, weil sie schnell dominant werden.

Wenn du es milder magst, kannst du die Paprika reduzieren und dafür mehr Zucchini oder Erbsen nehmen. Wer es kräftiger möchte, arbeitet mit etwas mehr Pfeffer, einer kleinen Prise Chiliflocken und einem Hauch Zitronenabrieb. Schon kleine Veränderungen verschieben das Gericht deutlich, ohne dass die Grundidee verloren geht.

Auch bei den Kräutern kannst du variieren. Petersilie und Basilikum sind klassisch frisch. Schnittlauch bringt eine feinere, etwas zwiebelige Note. Dill passt nur in kleinen Mengen und eher dann, wenn du zusätzlich mit Zitrone arbeitest. Er verändert den Charakter spürbar und ist deshalb eher etwas für eine bewusst andere Variante.

Wenn Reste übrig bleiben

Frisch aus dem Topf schmeckt dieses Gericht am besten, aber Reste kannst du gut noch am nächsten Tag essen. Im Kühlschrank hält sich die Pasta problemlos bis zum nächsten Mittag oder Abend, oft auch etwas länger, wenn sie sauber gekühlt wurde.

Beim Wiedererwärmen hilft ein kleiner Schuss Wasser oder Brühe. Die Nudeln ziehen beim Stehen weiter Feuchtigkeit, und die Soße wird fester. In der Pfanne lässt sich das gut ausgleichen. Kurz erhitzen, etwas Flüssigkeit dazugeben, umrühren, fertig. In der Mikrowelle klappt es auch, aber dort wird das Ergebnis meist ungleichmäßiger.

Für das Einfrieren ist so eine Pasta nur bedingt geeignet. Das Gemüse wird nach dem Auftauen oft weicher, und die cremige Bindung verliert etwas von ihrer feinen Struktur. Essbar bleibt es natürlich, aber frisch oder am nächsten Tag ist deutlich besser.

Wenn du bewusst mehr kochst, kannst du ein wenig Brühe und etwas Kräuter separat zurückhalten. Beim Aufwärmen gibst du beides dazu, und die Pasta schmeckt wieder frischer. Gerade Basilikum oder Petersilie machen dabei einen merklichen Unterschied.

Wann dieses Rezept besonders praktisch ist

Es gibt Gerichte, die nur in einer ganz bestimmten Stimmung passen. Diese Pasta gehört nicht dazu. Sie funktioniert nach einem langen Arbeitstag, am Wochenende als unkompliziertes Mittagessen oder auch dann, wenn der Kühlschrank nicht mehr perfekt gefüllt ist.

Besonders praktisch ist sie, wenn mehrere Dinge gleichzeitig zusammenkommen: wenig Zeit, keine Lust auf viel Abwasch und trotzdem der Wunsch nach etwas Warmem, das nicht nach bloßer Übergangslösung schmeckt. Genau hier ist One-Pot-Pasta stark. Ein Topf, eine klare Reihenfolge, überschaubare Zutaten und am Ende ein Essen, das frisch und vollständig wirkt.

Auch für Haushalte mit Kindern oder mehreren Essern ist das Rezept angenehm, weil es sich leicht anpassen lässt. Wer es würziger mag, gibt am Tisch noch Pfeffer oder Chiliflocken dazu. Wer es milder braucht, lässt diese Dinge einfach weg. Die Grundversion bleibt freundlich, cremig und gut zugänglich.

Häufige Fragen

Welche Nudeln eignen sich am besten für One-Pot-Pasta mit Gemüse?

Kurze Sorten wie Penne, Fusilli oder Farfalle funktionieren am besten. Sie garen gleichmäßig, lassen sich leicht umrühren und nehmen die cremige Soße gut auf.

Kann ich gefrorenes Gemüse verwenden?

Ja, das klappt gut, besonders bei Erbsen oder klein geschnittenem Gemüse. Du solltest nur beachten, dass tiefgekühlte Zutaten zusätzlich Feuchtigkeit in den Topf bringen und die Flüssigkeitsmenge dadurch leicht angepasst werden muss.

Wird die Pasta wirklich in einem Topf gar?

Ja, das ist genau die Idee hinter dem Rezept. Wichtig ist nur, dass genug Brühe im Topf ist und regelmäßig umgerührt wird, damit die Nudeln gleichmäßig garen und nicht festkleben.

Was mache ich, wenn die Soße zu dünn bleibt?

Dann lässt du die Pasta einfach noch kurz ohne Deckel ziehen. Oft reichen schon ein bis zwei Minuten, damit ein Teil der Flüssigkeit verdampft und die Stärke der Nudeln die Soße besser bindet.

Was hilft, wenn alles zu trocken geworden ist?

Ein paar Schlucke heiße Brühe oder Wasser reichen meist schon aus. Arbeite in kleinen Mengen, rühre gut um und gib der Pasta einen kurzen Moment, damit sich die Flüssigkeit wieder verteilt.

Kann ich die One-Pot-Pasta mit Gemüse vegan kochen?

Ja, das geht sehr gut. Statt Frischkäse oder Kochsahne nimmst du eine pflanzliche Alternative, und beim Käse verwendest du entweder eine vegane Variante oder lässt ihn weg und würzt etwas kräftiger.

Welche Kräuter passen am besten dazu?

Petersilie, Basilikum und Schnittlauch passen besonders gut. Oregano darf früh mitkochen, frische Kräuter kommen besser erst ganz am Ende hinein, damit sie ihr Aroma behalten.

Kann ich noch mehr Gemüse hineingeben?

Grundsätzlich ja, aber nicht unbegrenzt. Zu viel Gemüse verändert Garzeit und Flüssigkeitsverhältnis, und dann wird die Pasta schnell zu weich oder die Soße zu dünn.

Eignet sich das Gericht auch zum Vorbereiten?

Für den nächsten Tag ja, für viel später eher weniger. Frisch schmeckt die Pasta am besten, aber mit etwas zusätzlicher Brühe lässt sie sich am nächsten Tag gut wieder erwärmen.

Checkliste
  • 300 g kurze Pasta, zum Beispiel Penne, Fusilli oder Farfalle
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Zucchini
  • 2 Möhren
  • 1 rote Paprika
  • 150 g Kirschtomaten
  • 1 Handvoll junge Erbsen, frisch oder tiefgekühlt
  • 2 EL Olivenöl
  • 750 bis 850 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Frischkäse oder 80 ml Kochsahne
  • 40 bis 60 g frisch geriebener Parmesan
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL gehacktes Basilikum
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 kleine Prise Chiliflocken nach Geschmack
  • optional etwas Zitronenabrieb

Anna und Martin kochen gemeinsam
Anna & Martin
Wir kochen unsere Rezepte mehrfach im Alltag und passen sie so an, dass sie auch nach einem langen Tag zuverlässig gelingen.

Das Ergebnis wird besonders gut, wenn man keine zu hohen Erwartungen an Perfektion hat.

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